mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5350 - Wed., 17 May 2017

Abschied - Erinnerung als Kraftquelle

Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

Mk 16,19


Wir haben alle Erfahrungen mit Abschieden. Abschied beim Wegzug aus einer Stadt, Abschied von Eltern und Großeltern, Abschied von Arbeitsstellen... Ich erinnere mich an zwei Aussagen von meiner Mutter: ''Dies war mein letzter Urlaub auf Norderney'' und ''Dies war mein letzter Besuch in deiner Bielefelder Wohnung.'' Beides stimmte und trat ein.
Wie verschieden die Trennungen auch waren, sie trafen mich zutiefst. Es geschah jedes mal Widersprüchliches. Auf der einen Seite das Gefühl von Leere, Vereinsamung und Schmerz. Auf der anderen Seite Freude, Dankbarkeit und das Gefühl, reich geworden zu sein durch andere. Das dritte war der Prozess der inneren Loslösung. Loslösung nicht als ein Vergessen oder Abwendung von den anderen, sondern Erinnerung als Kraftquelle, als Erfahrungsreichtum, als Hilfe und nicht als lähmender Verlust.
Gerade diese Loslösungsphase kann verschieden lang und verschieden schmerzhaft sein. Wie fruchtbar für uns, wenn sie gelingt. In diesem Erfahrungsbereich meinen wir den Personen nachempfinden zu können, die dem Herrn unverwandt nachschauten (Apg. 1,10), als ER in die Gemeinschaft zu Gott zurückkehrte.
Genau das aber ist nicht der Fall, denn die Gegenwart des Herrn ist jenen nicht entzogen. Sie leben in seiner Gemeinschaft. Deshalb verharren sie auch einmütig im Gebet (Apg.1,14).
Viele haben heute gerade mit dem Beten resigniert. Die einen, weil irgendwelche Wünsche nicht in Erfüllung gingen. Andere sehen das Beten als eine unlautere Krücke an. Wieder andere meinen eine undurchdringliche Wand vor sich zu haben, durch die sie keine Antwort erreicht. Weitere sehen in ihrer Konzentrationslosigkeit den Grund ihres Scheiterns.
Das Gebet bleibt aber der Lebensatem des Christen. Ebenso gültig ist die Feststellung, dass jedem das Gebet möglich ist. Bete doch heute einfach mal, wie der Schnabel dir gewachsen ist (so würde meine Oma sagen). Nutze die Chance, die verpassten Treffen mit Gott nachzuholen bzw. zu erneuern. Täglich ein paar Minuten Zeit für Gott nehmen. Du darfst erfahren: ER ist auch in deinen Sorgen, Freuden,......

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