Daily-Message
Die tägliche Kurzandacht

Wir sind Gottes Gerechtigkeit

Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.

2. Korinther 5, 21
 

Wer ernsthaft Jesus Christus nachfolgt, wird sehr bald merken, dass wir einem täglichen Kampf ausgesetzt sind. Einem Kampf gegen unseren alten Menschen und gegen die Mächte Satans. Doch Gott sei Dank, denn Er hat uns eine Waffenrüstung gegeben. Er hat sie jedem Christen bei der Wiedergeburt in die Hand gedrückt oder in den Lebensrucksack gelegt, genauso wie jede andere Segnung auch, die es gibt. Und Er fordert uns auf, diese Waffenrüstung nicht nur mitzunehmen, sondern auch anzuziehen und zu gebrauchen. Eine Waffenrüstung im Rucksack braucht nur viel Platz, ist schwer und unbrauchbar, solange wir sie nicht anziehen. Von dieser Waffenrüstung können wir in Epheser 6, 10 – 20 lesen. Über diese Verse gäbe es wohl ohne Ende viel zu lernen und zu lehren. Paulus schreibt hier mit einer solchen Tiefe an Erkenntnis Gottes, dass wir unser Leben lang darüber meditieren und nachdenken können und dennoch nicht jeden Aspekt in der vollen Tiefe erkennen. Und doch ist es so klar und verständlich geschrieben, dass jedes neugeborene Kind in Christus sie ergreifen und damit kämpfen kann.

Wir wollen uns heute nur mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit befassen. Im vorliegenden Vers steht das Allerwichtigste geschrieben, was wir dazu wissen müssen. So untersuchen wir diesen Vers und behalten dabei im Kopf, dass es sich immer um den Brustpanzer der Gerechtigkeit handelt. Der Brustpanzer dient dazu, unser Herz, unsere Lenden, die Lunge, unser ganzes Leben zu schützen. Satan schießt mit feurigen Pfeilen nach uns, doch keiner von diesen kann den Brustpanzer durchdringen, solange wir ihn nicht ausziehen.

Was ist der Brustpanzer der Gerechtigkeit? Er ist das Wissen darum, dass Jesus Christus gestorben ist, Er, der Gerechte, damit wir Sünder zu Gottes Gerechtigkeit geworden sind. Seit dem Tod Jesu am Kreuz sieht Gott in uns nicht mehr die Sünder, sondern absolut und hundertprozentig Gerechtgemachte. Nicht, dass wir es verdient hätten, überhaupt nicht. Wenn du jemals gedacht hast, dass du dich auf deine persönliche, erworbene, verdiente Gerechtigkeit verlassen könnest, muss ich dich enttäuschen: Damit ziehst du den Brustpanzer der Gerechtigkeit aus und bietest deinen nackten Oberkörper dar, in der Hoffnung, dass deine Haut stark genug sei, die feurigen Pfeile des Bösen aufzuhalten. Welch eine schwachsinnige Vorstellung. Nein, blick weg von dir, blick auf Ihn, der für dich zur Sünde gemacht wurde, damit du an Seiner Stelle zum absolut und vollständig Gerechten wurdest. Wir alle haben nichts und wieder nichts vorzuweisen, womit wir Gottes Gnade verdienen könnten. Es ist absolut tödlich, sich auf sich selbst zu verlassen. Schau mal, was der Herr Jesus Christus zur Gemeinde in Laodizäa sagen musste: „Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß!“ Sie dachten, dass sie sicher seien, dass satan ihnen nichts antun könne, aber in Wirklichkeit waren sie arm, denn sie hatten weltlich gesehen zwar Geld, aber nichts beim Herrn. Sie waren nackt, denn sie verließen sich auf sich selbst. Sie waren dazu noch blind, denn sie erkannten nicht, dass sie arm und nackt und dem Satan schutzlos ausgeliefert waren. Das ist der Stand sehr sehr vieler Christen heute. Sie wollen sich auf ihre eigenen Verdienste verlassen und erkennen nicht, dass ihre Verdienste wertlos vor Gott sind.

Liebe Schwester, lieber Bruder, ich danke dem Herrn von ganzem Herzen, dass Er für uns die Gerechtigkeit erworben und uns übertragen hat. Bitte, ziehe den Brustpanzer der Gerechtigkeit an und überprüfe jeden Tag, ob du ihn noch trägst. Sei dir gewiss: Es zählt nur, was Jesus Christus vollbracht hat. Und Er hat es vollständig vollbracht. Nicht nur halb, nein ganz und alles, was wir brauchen, dürfen wir ständig aus Seiner Hand empfangen als gute Verwalter von allem Reichtum Gottes. Und wenn Satan kommen will, und dich bedroht und dir sagt: Du bist schlecht, du hast schon wieder gesündigt, du bist nicht perfekt und nicht gerecht, so sag ihm: Ich weiß, es steht geschrieben in 2. Korinther 5, 21, dass ich zur Gerechtigkeit Gottes geworden bin, weil Er am Kreuz für mich starb.

Sei gesegnet mit der Erkenntnis des Herrn!

Jonas Erne


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