mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4929 - Tue., 22 Mar 2016

Nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist's möglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

Matth 26,39


Wir sind mitten in der Passionszeit. Gerade ist der Palmsonntag vorbei, an dem Jesus unter dem Jubel und Hosianna-Rufen des Volkes in Jerusalem einzog. Er ritt auf einem Eselsjungen, wie die Schrift es vorausgesagt hatte. Nichts läßt erahnen, was die Tage darauf passieren sollte.

Am Gründonnerstag feierte Jesus mit seinen Jüngern das Passah-Mahl. Er wusste schon, was auf ihn zu kommen würde. Judas, der mit ihm das Brot in die Schüssel tauchte würde ihn verraten. Was seine Beweggründe waren, darüber wird auch heute noch viel spekuliert. Er war der Schatzmeister der Gruppe. Reizten ihn die 30 Silberlinge? War er von Anfang an als Verräter in der Gruppe gewesen? Oder wollte er, wie einige vermuten, Jesus herausfordern, dass er sich mit himmlischer Macht den Schächern gegenüber als König von Israel zeigte? Wir wissen es nicht, was in ihm vorging, doch quälte es ihn im Nachhinein so, dass er das Geld zurückgab und sich in den Tod stürzte.

Doch an diesem Abend passierte noch etwas zwischen diesen beiden Geschichten. Jesus ging nach dem Essen mit seinen Jüngern durch die Stadt und sie kamen an den Garten Gethsemane. Dort bat Jesus seine Jünger zu wachen, während er mit seinem Vater reden wollte. Hier lernen wir Jesus einmal ganz als Menschen kennen. ''Vater, wenn es möglich ist, lass diesen Kelch an mir vorüber gehen.'' Hier spüren wir die menschliche Angst vor dem Schmerz und dem Leid, hier merken wir, dass Jesus ganz einer von uns war. Obwohl Jesus Gott ist, war er hier ganz Mensch. Wie wir gab es auch bei ihm das Gefühl der Angst vor dem was auf ihn zu kam.

Doch er kannte auch seine Mission. Er war aus den himmlischen Höhen herabgestiegen, um hier für unsere Schuld zu bezahlen. Alles das, was wir nicht ertragen können, sollte er am Kreuz von Golgatha auf seine Schultern nehmen.

Aber Jesus blieb nicht nur bei seiner Bitte, er sprach weiter, wie er es uns schon im ''Vater unser'' gelehrt hat: ''Aber nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe''. Hätte es einen anderen Weg gegeben, Gott hätte nicht seinen Sohn geopfert. Doch sein Blut am Kreuz war das einzige Opfer, welches für unsere Schuld bezahlen konnte.

Als er zu seinen Jüngern zurück kehrte lagen sie und schliefen.

Schlafen wir auch manchmal, wenn es Zeit ist, zu wachen? Verpassen wir auch wichtige Momente, indem wir uns mit unwichtigen Dingen beschäftigen? Doch auch, wenn wir nicht immer das tun, was unsere Aufgabe ist, so geht doch Jesus für uns zu seinem Vater: ''Dein Wille geschehe!''

Behalten wir dies in unserem Herzen, wenn wir jetzt auf Karfreitag zugehen, den die Engländer ''Good Friday'' nennen, den guten Freitag.

Ich wünsche dir eine gesegnete Zeit.

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