Das Wichtigste im Glauben -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 21. Mar 2016)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4928

für den 21. Mar 2016 - Autor:

Das Wichtigste im Glauben

„Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so daß ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts''!

1. Korinther 13, 1-3 *©*
 

Durch die Liebe wird der Glaube erst zum Glauben. Glauben bedeutet soviel wie liebevolles Vertrauen. Nicht weniger. Glaube ohne Liebe wäre dann tatsächlich wie ein tönendes Erz und eine klingende Schelle. Mit diesem Bild sind vermutlich Schlag- oder Lärminstrumente gemeint, auf denen man keine Melodie spielen kann. Im übertragenen Sinne wird diese Formulierung dafür verwendet, wenn einer zwar schön formulierte oder großspurige Reden führt, aber im Grunde nichts zu sagen hat. Da ist nur unharmonischer Krach, der einem irgendwann ziemlich auf die Nerven geht und alles andere als Liebe zur Folge hat. Eher unliebsame Folgen! Alle Geheimnisse zu wissen, wäre schon eine spannende Sache (Vers 2). Wer würde nicht gerne den totalen Durchblick haben und alles erkennen, was verborgen ist? Gott weiß alles, aber das allein macht ihn nicht zu dem, der ER ist und auch sein will. Allmächtig zu sein, aber keine Liebe zu haben, wäre fatal und eine kaum zu beschreibende, unerträgliche Last und die pure Verzweiflung – absolute Hoffnungslosigkeit. Der Teufel hat Macht ohne Liebe! Ein allmächtiger, allwissender und allgegenwärtiger Gott ohne Liebe, wäre ein durch und durch zynischer, egoistischer und grausamer Tyrann. Nicht auszudenken, wie es uns dann als Menschen gehen würde. Es ist klar, was gemeint ist in Bezug auf Liebe. Alle Macht (und sei sie noch so groß) wäre ohne Liebe nutzlos und bedeutungslos. Sie würde uns schaden und nicht helfen. Aber Liebe will genau das Gegenteil.

Liebe bedeutet: Das höchste Wohlsein des anderen aktiv wollen - und auch tun! Liebe braucht also ein Gegenüber um sich definieren zu können. Liebe, die nur ins kalte Weltall gepustet wird, und sich in irgendwelchen schwarzen Löchern und der Unendlichkeit verirrt, und letztlich sich auflöst, ist so sinnvoll und erbaulich, wie großer Reichtum, ohne Aussicht sich je etwas kaufen zu können. Liebe will sich verschenken. Und wenn nun ein allmächtiger Gott, der die Liebe ist, uns begegnet, was dürfen wir erwarten? Wie sollten wir darauf reagieren? Das sollte man sich selbst beantworten. Seine ganze Habe zu verteilen (Vers 3), also über alle Maße großzügig zu sein, ist oberflächlich betrachtet eine feine Sache. Aber in Kombination mit Lieblosigkeit ist es nutzlos und vergebliche Mühe. Ebenso seinen Leib hinzugeben, sich zu opfern für einen anderen, wäre ohne Liebe einfach nur eine nutzlose Dummheit. Man kann insgesamt feststellen, daß Liebe wie Gott sie meint und verstanden haben will, einen sehr hohen Anspruch an Wahrheit, Echtheit, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit hat. Das fordert uns heraus und zeigt auch gleichzeitig unsere Defizite die wir noch haben. Wir haben gelesen, daß wer nicht in diesem Sinne liebt, der hat Gott auch nicht erkannt, nicht verstanden und einfach noch nicht begriffen, mit wem man es zu tun hat und was Gott im Innersten ausmacht, nämlich LIEBE!

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Diese Andacht gibt es auch in Englisch: The most important aspects of faith


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