mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3139 - Thu., 28 Apr 2011

Planbare Liebe

''Lege mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod und Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des HERRN, so dass auch viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie nicht ertränken können. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben wollte, so könnte das alles nicht genügen''.

Hohelied 8, 6-7


Kannst du dein Leben planen? Rückblickend muss man sich wohl eingestehen, daß vieles wie es jetzt ist, nicht durch meinen Willen und meine Planungen und Wünsche zustande kam. Es ist eine andere Kraft am Werk wenn wir Christen sind. Eine Macht, die uns und unser Leben und unsere Zukunft sieht und dafür sorgt, daß den Berufenen nach Gottes Ratschluss letztlich alles zum Guten mitwirken muß (Römer 8,28). Auch die Dinge, die schief laufen. Gottes Liebe ist geduldig und erträgt alles - wir ertragen vieles nicht. Manchmal sogar daß Gott uns liebt! Von der Liebe wissen wir, daß sie geduldig ist (1. Korinther 13,7). Aber der Mensch der damit umgehen darf und soll, ist es leider oft nicht. Darum steht auch in Hebräer 10,36: ''Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt''. Ein bekannter Text drückt es so aus: Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich. Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos. Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart. Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig. Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll. Klugheit ohne Liebe macht gerissen. Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch. Ordnung ohne Liebe macht kleinlich. Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch. Macht ohne Liebe macht gewalttätig. Ehre ohne Liebe macht hochmütig. Besitz ohne Liebe macht geizig. Glaube ohne Liebe macht fanatisch. Für Gott ist Liebe planbar, daher kann er auch Menschen lieben, bevor sie überhaupt an ihn dachten oder nach ihm gefragt haben. Gott war zuerst da. In 1. Johannes 4, 16-19 steht: ''Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt''. Liebe lässt sich wohl nicht verordnen, aber man kann den Willen zur Liebe haben - in allen Dingen. In erster Linie die Liebe zu Gott, der uns auch dazu fähig macht IHN zurückzulieben, weil er den Glauben in unser Herz und unsere Seele hinein gesetzt hat.

In der Ehe ist es ähnlich, wir lieben weil wir geliebt werden. Und wenn wir das manchmal vergessen oder nicht umsetzen, dürfen wir uns immer an Gottes Liebe zu uns erinnern. Den Männern wird in der Bibel ausdrücklich gesagt, daß sie ihre Frauen lieben sollen (Epheser 5,28). Die Liebe zu anderen ist auch immer ein Gradmesser der Liebe zu Gott und sich selbst. Liebe ist auch deshalb für Gott planbar, weil er allmächtig ist. In Psalm 139,16 schreibt David: ''Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war''. Das übersteigt unser Denken und Fühlen, aber es ist dennoch göttliche Realität. Gott wusste daß wir IHN lieben werden, obwohl wir natürlicherseits dazu unfähig sind. Man braucht immer Gott um Gott zu lieben. In Jeremia 31,3 lesen wir über Israel: ''Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte''. Aber dies gilt auch denen, die aus den Nationen kommen, denn vor Gott gibt es da keinen Unterschied wenn wir erlöst sind (Römer 1, 16-17). Liebe ist stark wie der Tod. Vielmehr noch stärker, denn der Tod wird einmal nicht mehr sein (Offenbarung 21,4) aber die Liebe hört niemals auf (1. Korinther 13,8). Das war Gottes Plan - von Anfang an - Gott ist leidenschaftlich daran interessiert alles mit seinen Kindern zu teilen und sie als Erben einzusetzen (Epheser 1,11). Gott will uns sein Reich geben (Lukas 12,32) und es gefällt ihm so. Sünde bedeutet dem Sinn nach soviel wie Zielverfehlung, also sozusagen ein gescheiterter Plan und eine irdische, teuflische Sinnentleerung, die in der ewigen Verdammnis enden muß. Aber was Gott sich vorgenommen hat, wird niemals scheitern. Sein Plan ging in Erfüllung. Jesus Christus spricht: ''Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe'' (Johannes 10, 14-15). Amen.


Bildquelle: http://www.pixelio.de/

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