mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 612 - Thu., 27 May 2004

Geht nicht den Weg zu den Heiden

Diese Zwölf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Geht nicht den Weg zu den Heiden und zieht in keine Stadt der Samariter, sondern geht hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel. Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus.

Mt 10,5-8a


Wie ungewohnt klingen diese Sätze von Jesus aus dem Evangelium des Matthäus, wenn man das ganze Evangelium kennt. ''Geht nicht den Weg zu den Heiden!'' Wir alle sind Heiden-Christen, wir stammen ja nicht vom jüdischen Volk und Glauben ab.

Wie gut, daß Jesus später dann gesagt hat: ''Geht hinaus in alle Welt und macht zu Jüngern alle Völker!'' Ohne diesen zweiten Satz, wären wir heute immer noch Heiden und wüßten nichts von Jesus und seiner Heilstat am Kreuz.

Aber wie kam es zu diesem Umschwung? Hat Jesus seine Meinung geändert? Ich glaube nicht.

Jesus war eindeutig nur zu den Juden, zu dem Volk Gottes gekommen. Er wollte sie wieder auf den richtigen Weg zu Gott führen. Alleine für sie hat er auf Erden gelebt.

Doch sein Tod am Kreuz war größer, er war für die ganze Welt. Sein Tod war zu mächtig für ein Volk alleine. Er hat am Kreuz alle Sünden der Welt auf sich genommen. Genau, wie der Tod bei Noah über die ganze Erde kam, gilt auch der Tod Gottes für die ganze Welt. Und bei der Taufe stirbt alle Welt (bzw. alle, die sich taufen lassen) diesen Tod mit. Unser sündiges Leben stirbt im Wasser der Taufe.

So schickt Jesus dann seine Jünger auch zu uns Heiden. Mit seine Auferstehung ist Jesus vom Heiland der Juden zum Gott für die Völker geworden.

Und so sollen auch wir weiter für ihn Jünger sein und seine Leben bringende Botschaft weiter verkündigen.

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!