mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6061 - Sun., 28 Apr 2019

Frühjahrsputz im Tempel

»Schafft das alles hinaus! Das Haus meines Vaters ist doch keine Markthalle!«

Johannes 2 13-17


Hast du heuer schon Frühjahrsputz gemacht? Meist geschieht das ja vor Ostern. Die Fenster werden geputzt, die Kästen entstaubt und gelüftet, der ganze Wohnbereich bis Keller und Garten wird auf Vordermann gebracht. Im Frühjahr reinigen aber viele nicht nur ihr Haus oder die Wohnung, so mancher benutzt das Frühjahr, besonders die Fastenzeit, sich innerlich zu reinigen. Es wird mit Detox- Kuren entgiftet und dieses Entschlacken gleicht einem inneren Entrümpeln, um wieder Platz zu haben für Gesundheit und Co. Der Körper, das Haus indem wir leben, wird wieder sauber gemacht, wird auf Vordermann gebracht.

In der Bibel lesen wir eine Geschichte wo Jesus am Entrümpeln ist. Nein, er machte keine Detoxkur oder dergleichen, er entrümpelte sozusagen den Tempel. (Johannes 2:13-17) Jesus kam um die Zeit des Passahfestes nach Jerusalem und er erlebte die totale Verunreinigung des Tempels. Was sich da abspielte trieb ihm nicht nur Zornesröte ins Gesicht, nein, er übernahm mit aller Gewalt, ihr könnte es nachlesen, auch gleich selbst die Tempelreinigung. Warum? Weil die Menschen das Haus seines Vaters entehrten, weil sie den Tempel für eigene Zwecke missbrauchten. Das ging gar nicht! Diese Missachtung brachte ihn zum Rasen, ließ ihn, dem sonst so ruhigen und überlegenen, wörtlich explodieren! Seine Jünger die ja bekanntlich mit ihm waren, dachten in dem Moment daran, was geschrieben steht:
(Elberfelder Bibel/Psalm 69,10)''Der Eifer um dein Haus verzehrt mich.'' Jesus, der einem Gott der Ordnung entsprang, sorgte nun explosiv für Ordnung im Haus des Vaters.

Als wir uns zum Herrn bekehrten und ihn aufnahmen, wurden wir zum Tempel des Heiligen Geistes. Als Jesus einkehrte, was fand er vor? Ich bin gewiss, er räumte unseren Tempel erstmal ordentlich auf, er nahm den Ballast, den wir ihm in Reue übergaben, an sich und entsorgte ihn. Zornig war er damals aber nicht. Barmherzig und gütig war er und er gab uns durch Vergebung unserer Sünden weiten und sauberen Raum. Unser Herz wurde die Wohnstätte eines Heiligen Gottes und somit auch der Besitz, das Haus des Vaters.

Wie schaut es aber mit unserem Herzen heute aus? Was findet Jesus, wenn er sich im Tempel umsieht? Würde er sich wohlfühlten und Freude haben oder bräuchte er die Peitsche zum Entrümpeln. Lasst uns einmal genauer hinsehen auf unsere Gesinnung und auf die Ordnung in unserem Tempel. Putzen ja, aber Frühjahrsputz alleine reicht da nicht aus. Nein, täglich müssen wir den Tempel säubern, um nicht in die Gefahr des Missbrauchs und der Verschmutzung zu gelangen. Amen

Darum bitte ich…



Reinige mein Herz

Reinige mein Herz, Herr!
Du weißt was mich verführt.
Ich möchte leben nach deinem Sinn,
weil mich dein Wort berührt.

Reinige mein Herz, Herr!
Nur du weißt was es trägt.
Ich möchte nicht beladen sein,
wenn meine Stunde schlägt.

So reinige mein Herz, Herr!
Was schändlich ist räum aus.
Ich will dir guter Tempel sein,
ich bin dir Vaters Haus!

© Rosemarie Schauer



Seid herzlichst gesegnet, eure

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