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mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4040 - Tue., 15 Oct 2013

Unangepasster Weltlauf

''Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist''.

Römer 12, 1-2


Was ist deine Einstellung? Wie siehst du diese Welt und Gesellschaft? Welchen Einfluß hat dieser ''Weltlauf'' auf dich? Veränderungen tun manchmal not, aber sie machen uns mitunter auch Angst. In einem Kalender las ich folgende Gedanken: ''Veränderungen machen uns deshalb Angst, weil sie uns dazu zwingen, uns aus der Hängematte der Gewohnheit herauszubegeben''. Das ist wohl wahr. Selbst wenn einen manches ärgert, so ist man dennoch insgeheim froh, wenn alles so ungefähr bleibt wie es ist. Aber ob das immer die beste Lösung und die richtige Einstellung ist, ist eine andere Frage. Für einen Christen sollte nicht die Gesellschaft eine Vorreiterrolle einnehmen. Dem Weltlauf sich nicht anzupassen bedeutet wohl auch, uns nicht den Stempel der Welt aufdrücken zu lassen. William McDonald hat hierzu in seinem Bibelkommentar folgendes aufgeschrieben: ''Das Wort »Welt« (wörtlich: Zeitalter), wie es hier verwendet wird, bedeutet das Gesellschaftssystem, das der Mensch aufgebaut hat, um ohne Gott glücklich zu werden. Es handelt sich dabei um ein Reich, das Gott entgegengesetzt ist. Der Gott und Fürst dieser Welt ist Satan (2. Korinther 4,4; Johannes 12,31; 14,30; 16,11). Alle unbekehrten Leute sind seine Untertanen. Er versucht, die Menschen durch die Lust der Augen, die Lust des Fleisches und den Hochmut des Lebens anzuziehen und festzuhalten (1. Johannes 2,16). Die Welt hat ihre eigene Politik, ihre Kunst, ihre Musik, ihre Religion, ihren Zeitvertreib, ihre Gedankenmuster und ihren Lebensstil, und sie versucht, jeden dazu zu bringen, ihre Kultur und ihre Bräuche zu übernehmen. Unangepaßte werden gehasst – wie Christus und seine Nachfolger''. Sicherlich sind wir zu manchen Anpassungen auch gezwungen. Aber es ist damit sicherlich nicht gemeint, keine Steuern zu zahlen, sich der Obrigkeit aus Prinzip zu widersetzen, keine weltlichen Hobbys haben zu dürfen oder jeden Ungläubigen zu verachten und aus dem Weg zu gehen. Das und anderes in der Richtung, würde wohl sehr über das Ziel hinausschießen.

Was einem persönlich keine Gewissensbisse macht und worin man sich frei fühlt, das muss einen als Christ auch nicht belasten. Sich dennoch darüber aber seine Gedanken zu machen, und gegebenenfalls seine Blickrichtung zu ändern, auf manches zu verzichten, schließt das sicherlich nicht aus. Wir können uns Gott nie genug hingeben und kein Opfer kann zu groß sein, aber wir dürfen auch wissen, daß Gott uns besser kennt als wir uns selbst, und nichts von uns erwartet, wozu wir nicht die Kraft haben. Paulus schreibt in 1. Korinther 10,13: ''Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt''. Das bedeutet nicht, daß wir ein möglichst bequemes Leben als oberste Priorität unseres Gaubenslebens ausschreiben sollten. Manches wofür wir uns als ungeeignet ansehen würden, kann trotzdem genau das sein, was Gott sich für uns wünscht. Wenn Gott hinter mancher Veränderung in unserem Leben steht, dann ist es eine gute und sinnvolle Veränderung. Davor müssen wir uns nicht fürchten, auch wenn manche Neuorientierung manches durcheinander zu bringen scheint. Die Wege die wir gehen sollen, werden sich bestätigen, auch wenn wir anfangs nicht wissen, wohin sie führen. In Epheser 2,10 steht die Verheißung: ''Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen''. Danach sollen wir uns im Glauben ausstrecken. Jeder Tag kann Veränderungen mit sich bringen. Nicht immer äußerlich, aber ausschließen sollten wir das nicht. Eine Erneuerung kann auch innerlich stattfinden (2. Korinther 4,16) und manchmal ist das auch der vorbereitete Weg zur äußerlichen Veränderung. Alles hat seine Zeit (Prediger 3,1).

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