mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4031 - Sun., 06 Oct 2013

Komm heraus..

''Hebt den Stein weg!'', befahl Jesus.

Johannes 11, 39a


Ihr Lieben,

unser heutiger Bibelvers ist ja nur ein Bruchteil des Berichts über die Auferweckung des Lazarus, einer sehr bewegenden Geschichte, macht sie doch einerseits die Menschlichkeit Jesu sichtbar, denn er liebte Lazarus und seine Schwestern und war bekümmert über die Geschehnisse. Andererseits zeigt der Bericht uns aber auch die Göttlichkeit Jesu, seine Macht und Kraft.

Mich bewegt dieser kraftvolle Ausspruch Jesu sehr, weil er genau das widerspiegelt und bezeugt, an was wir glauben. In Jesus ist die göttliche Autorität sichtbar, ER ist das Leben und steht über dem Tod.

Für mich spiegelt diese ganze Geschichte jedoch auch ganz greifbar die verschiedenen Facetten unseres Glaubenslebens.

Ich finde mich in Maria und Marta. Ich rufe um Jesu Hilfe, trau IHM aus allem bisher mit IHM Erlebten auch alles zu und trauere dann doch, wenn nicht geschieht, was ich mir an Hilfe erhofft und erbeten habe. Oft vergesse ich, bin mir dann nicht bewusst, dass mein Anliegen dennoch bei IHM ankam, ER aber Größeres im Blick hat, zu Gottes Verherrlichung und zur Schulung meines Glaubens.

Ich finde mich in den Jüngern. Wie viel unvorstellbar Großes habe ich mit Jesus bereits erlebt und doch erkenne ich nur Bruchteile davon, wer ER ist und was IHM möglich ist. Wie oft erkenne ich in den verschiedensten Situationen nicht das, was ER vor hat, seh sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht und bin dankbar, dass ER mir dennoch gnädig immer wieder neu den Weg zeigt.

Ich finde mich in den dabeistehenden Dorfbewohnern. Wie oft bin ich schnell vorwurfsvoll dabei und spreche aus oder denke auch nur ''wenn Jesus das und das getan hätte, dann....''. ER ist größer als all unser menschliches Denken und Handeln, blickt weiter als wir es erahnen können.

Und ich finde mich in Lazarus. Oft empfinde ich Bereiche meines Lebens oder auch mich selber als nicht sehr lebendig; nicht nur so ein wenig kraftlos sondern regelrecht als tot. Ich quäle mich mit den Grabtüchern meines Lebens, den Belastungen meines Alltags, die mich oft am Gehen und Handeln hindern. Ich spüre die Grabsteine auf meinem Herzen, die andere mir auferlegten, mir Luft und Licht nehmen wollen. Ich rieche das Ungute und Tote; das Verweste meiner Vergangenheit, das mich immer wieder einholen und ''infizieren'' will, obwohl es vergeben aber nicht vergessen ist.

Und ich höre Jesu Stimme, wie sie mir in all mein Trauern und Zweifeln, in all mein Totes und Verwestes hinein voller Kraft, Liebe und Barmherzigkeit zuruft: KOMM HERAUS!

Und ich finde mich in den Armen eines guten und liebevollen Vaters, der mich gewollt und erschaffen hat.
Und ich finde mich am Kreuz, zu Füssen Jesu, meines Erlösers und Heilands, der mich nach Geist, Seele und Leib erlöst und heil macht.
Und ich finde mich im Atem Gottes, dem heiligen Geist, der mich tröstend, ermutigend, führend und haltend umgibt und nie verlässt.

Darf ich es auch Dir zurufen? ''Komm heraus'' und berge Dich in IHM, lege die Grabtücher ab und beginne neu mit IHM, Tag um Tag, bis in alle Ewigkeit.
Sei gesegnet in allem Tun und Lassen, Deine

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