mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3422 - Sun., 05 Feb 2012

Gemeinde heißt Beziehungen

Damit aber auch ihr wisset, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen,...

Eph. 6,21a


»Damit aber auch ihr wisset, wie es mir geht und was ich tue, wird euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, den ich eben darum zu euch gesandt habe, dass ihr erfahret, wie es um uns stehe, und dass er eure Herzen tröste. Friede sei den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater und Jesus. Die Gnade sei mit allen, die unsren Herrn Jesus lieb haben, unwandelbar!« Epheser 6,21-24

Es geht um ''Beziehungen''. Paulus stand mit der Gemeinde in Ephesus in einer persönlichen Beziehung. Er kannte die Gemeinschaft und die Mitglieder. Er half mit, diese Gemeinde zu gründen und lebte zwei Jahre mit ihnen zusammen. In dieser Zeit verkündigte Paulus der Gemeinde den Plan und die Rettung Gottes. In dieser Zeit und unter diesen Umständen entstand eine tiefe, persönliche Beziehung, so dass es nur normal ist, dass sich die Gemeinde dafür interessiert, wie es Paulus im Gefängnis geht(6,21). Die Glieder eines Körpers stehen untereinander in Beziehung, auch wenn sie räumlich voneinander getrennt sind. Ich sehe meine Freundin nicht zu oft, aber durch die Erfindung des Telefones wissen wir voneinander und tauschen Gebetsanliegen aus. Wir hören nicht auf, Gemeinde zu sein, wenn wir sonntags nach dem Gottesdienst auseinander gehen. Diese Beziehungen als Gemeinde sind jedoch in der Bibel sehr klar und deutlich definiert. Einiges wird im Bibeltext erwähnt: ''Liebe'', ''Treue'', ''Kommunikation'', ''Frieden'', ''Glaube'' oder ''Vertrauen'' und ''Gnade''. Damit wird viel über die Qualität der Beziehungen als Gemeinde ausgesagt.

Gesunde Beziehungen gedeihen nur mit Liebe. Es ist Gott, der uns seine unergründliche Liebe gibt und wir treten mit ihm in Beziehung, indem wir die Liebe annehmen und erwidern. Dabei ist Liebe nicht mit einem positiven Gefühl zu verwechseln, sondern mit einer bewussten und willentlichen Entscheidung für die Person. Liebe im biblischen Sinn bedeutet: Ich stehe zu Dir, respektiere und achte Dich als Person und werde alles daran setzen, deine Bedürfnisse, dein Wohlergehen vor meine Interessen zu stellen! Das bedeutet nicht, dass man inkonsequent wird. Sünde, egal in welcher Form, beeinträchtigt unsere Beziehungen. Es wäre lieblos, Sünde zu entschuldigen und darüber hinwegzugehen. Liebe wird versuchen, Beziehungen wiederherzustellen, das heißt, Sünde im Sinne der Wahrheit aufzudecken. Sie geht im schlimmsten Falle soweit, den anderen loszulassen! Wir verstehen Gottes Liebe erst, wenn wir erkennen, dass Gott den Menschen in die Hölle gehen lässt, wenn dieser sich freiwillig dazu entscheidet.

Ein weiterer Bereich unserer Beziehungen als Gemeinde ist mit den Begriffen ''Treue,'' Glauben'' und ''Vertrauen'' umschrieben. Wahre Liebe kann sich nur in gegenseitiger Verpflichtung frei entfalten. Gott schloss mit der Gemeinde einen Bund. Darum ist auch die Ehe als Bund so wichtig. Eine gegenseitige Verpflichtung schliesst Vertrauen und Glauben in sich. Niemand weiß, auf was er sich einlässt, wenn er mit jemandem in eine Beziehung tritt! Wir müssen alle Glauben und Vertrauen investieren, uns gegenseitig voreinander öffnen und einander einen Vertrauensbonus geben. Sich verwundbar machen ist das Risiko, das jede echte Beziehung eingehen muss. Das wiederum bedeutet auch Treue, denn Untreue führt zum Vertrauensbruch und damit zum Zusammenbruch einer Beziehung. Dies gilt ebenso für persönliche, wie auch für unsere Beziehungen als Gemeinde und in der Beziehung zu Gott!

Kommunikation ist wichtig, dass wir uns gegenseitig mitteilen, miteinander reden und Gemeinschaft pflegen. Es dürfte schwierig sein, tiefe Beziehungen aufzubauen, indem man zuhause vor seinem Fernsehkasten sitzt und den Gedanken nachhängt! Wenn uns Beziehungen wichtig sind, dann sind wir bereit, Zeit zu ''opfern''. Wir reden dann miteinander und reden nicht übereinander. Wir beten zusammen. Das verbessert unsere Beziehungen und hilft uns Gemeinde zu sein. Paulus schickte Tychikus, um die Beziehungen zur Gemeinde in Ephesus aufrecht zu erhalten. So haben wir heute im Zeitalter der Technik das Telefon, Skype, SMS, ....Möglichkeiten auch über weite Entfernungen Beziehungen intensiv zu pflegen. Vielleicht fällt dir gerade ein lieber Mensch ein, der heute dein Gespräch mit dir braucht oder lass dich überraschen, mit wem du heute sprechen darfst oder sollst.

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