mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3192 - Mon., 20 Jun 2011

Ehrlichkeit und Vergebung

''Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde. Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit''.

1. Johannes 1, 7-9


Im Licht zu wandeln bedeutet aus dem Schatten herauszutreten und sich selbst und anderen, und vor allem Gott gegenüber, ehrlich und aufrichtig zu sein. Sich dem Licht auszusetzen kostet Überwindung. Von Natur aus scheuen wir uns so vor anderen zu erscheinen, wie wir sind. Unser alter Mensch hat kein Interesse daran ehrlich zu sein. Der alte Mensch ist eher berechnend, will sich selbst Vorteile verschaffen (zur Not mit Lügen oder Unterlassungen) und hat nur an sich selbst Interesse und hält Gott für einen Spielverderber. Der neue Mensch, der wir durch die Neugeburt sind, leidet darunter. In 2. Korinther 5,17 schreibt Paulus: ''Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden''. Aber das ist kein Automatismus solange wir noch in einem Leib stecken, der zur Sünde neigt und kein geistliches Leben in sich hat und haben kann. Paulus kannte dieses Dilemma und schreibt in Römer 7, 23-25: ''Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn! So diene ich nun mit dem Gemüt dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetz der Sünde''. Da ist einerseits echtes Bedauern und Traurigkeit und andererseits Dank und Glaube. So müssen wir es auch halten. Wir sollen Sünde beim Namen nennen und Gott bekennen. Wir sollen auf unser Gewissen hören und die richtigen Entscheidungen treffen im Großen wie Kleinen. Auch wenn wir dadurch einen Nachteil erhalten könnten, so wird uns Ehrlichkeit vor Gott und anderen Menschen letztlich immer mehr helfen, als faule Kompromisse oder Duldung unehrlicher Gegebenheiten. Gott prüft unseren Glauben. Manche Begegnungen und Umstände sind auch darum vorhanden, weil Gott sehen will was wir tun und ob wir geistliche oder fleischliche Entscheidungen treffen. Und wenn wir hinterher erkennen, daß wir versagt haben und nur unseren Vorteil witterten, obwohl wir Gelegenheit hatten uns für Gott zu entscheiden, dann tut das weh. Und das ist gut so.

Nur auf diese Weise lernen wir dazu und erkennen, daß Gott uns sieht und bei uns ist, unsere Gebete erhört, aber auch wissen will, wie weit unser Vertrauen geht. Gott kann uns auch kurz vor dem vermeintlichen Ziel manchmal einen Baum in den Weg stellen gegen den wir rennen, wenn wir meinen Gott ist nur unser Erfüllungsgehilfe oder eine Art Starthilfe, die irgendwann nicht mehr gebraucht wird. Aber in Philipper 2, 13-15 steht: ''Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt...''. Wir sollen uns nicht den Methoden der Welt anpassen, sondern anders sein. Selbst wenn das weltlich gesehen manchmal als dumm und uneffektiv oder als naiv angesehen wird. Wir gehören uns nicht mehr selbst und sollen uns nicht von Menschen abhängig machen - 1. Korinther 7,23: ''Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte''. Das wissen wir theoretisch alle und haben es oftmals gelesen, aber die Praxis erleben wir nur im Alltag und durch die Bewährungen, sowie mancherlei Anfechtungen die nicht ausbleiben können (Jakobus 1, 2-4). Der Bruder Jesu schreibt uns in seinem Brief ins Gewissen und zur geistlichen Erbaung, Warnung und Ermutigung in Jakobus 4, 5-8: ''Oder meint ihr, die Schrift sage umsonst: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen, und gibt umso reichlicher Gnade? Darum heißt es (Sprüche 3,34): »Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.« So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen''.


Bildquelle: http://www.pixelio.de

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker