mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2641 - Wed., 16 Dec 2009

Gewissheit der Erlösung

So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.

Römer 8, 1


Paulus gibt uns im Römerbrief eine mehr oder weniger komplette systematische Zusammenfassung der biblischen Theologie, also davon, was die Bibel im Ganzen lehrt. Er ist jedoch auch als Brief geschrieben an eine Gemeinde, die er zwar noch nicht persönlich besucht hat, aber die er dennoch gut kennt, weil er im Kontakt mit vielen Gemeindegliedern steht (die vermutlich als Handelsreisende und Abgesandte der Gemeinde oftmals unterwegs sind). Er kennt die Situation der Gemeinde und hebt besonders die Punkte hervor, in denen es in der Gemeinde Roms wohl zu Missverständnissen gekommen war. Zuerst Macht Paulus dem Leser klar, dass jeder Mensch (und zwar egal welchen Alters, Geschlechts, Nationalität, etc.) zutiefst sündig und völlig verderbt ist, und dass nur diejenigen gerettet werden, die von Gott den Glauben geschenkt bekommen. Dann führt er aus, wie Gott den geretteten Menschen sieht, wie dieser verändert wurde und wie er leben soll. Nun kommt in seinen Ausführungen der Höhepunkt im achten Kapitel des Briefs. In diesem ersten Vers gibt Paulus noch einmal eine Zusammenfassung des Bisherigen und beendet das Kapitel mit dem großen Finale der Gewissheit: Wer gerettet ist und wirklich den echten, göttlichen Glauben empfangen hat, kann und wird nie wieder verloren gehen.

In unserem Vers geht es um die neue Identität und darum, wie wir unser Leben leben. Zuallererst wird die neue Identität genannt. Wir sind nicht mehr verloren, sondern wir sind ''in Christus''. Wer in Christus ist, der ist gerettet und wird unter keinen Umständen mehr ''verdammt'' werden. Er kann also nicht ins letzte Gericht kommen, nur vor den Richterstuhl Christi. Da wird jeder Gläubige, der zwischen dem ersten Pfingsten und der Entrückung lebt, hintreten müssen und wird nach seinen guten und schlechten Taten beurteilt und letztendlich belohnt. Gerettet kann also nur werden, wer ''in Christus'' ist. Nur wer den Glauben von Gott empfangen und angenommen hat, ist in Christus und damit gerettet. Man könnte sagen, dass es nicht unbedingt nötig ist, zu wissen, ob wir gerettet sind, da Gott es weiß und es recht machen wird. Aber Gott ist so großzügig, dass er uns ein Merkmal gibt, an dem wir erkennen können, ob wir zu den Auserwählten Gottes gehören oder nicht. Dieses Merkmal ist uns im zweiten Teil des Verses gegeben: jeder, der in Christus ist, lebt nicht mehr ''gemäß dem Fleisch'', sondern ''gemäß dem Geist''. Wie sieht das konkret aus? Es heißt auf jeden Fall schon mal nicht, dass jeder wahre Gläubige einfach auf einen Schlag perfekt ist, denn sonst wären die Ausführungen im sechsten und siebten Kapitel des Briefes vergeblich. Nichtsdestotrotz ist es das Ziel des christlichen Lebens, in allen Bereichen nach göttlicher Perfektion zu streben und diese dann auch zu leben. Aber die Perfektion ist das Ziel und nicht der Weg. Und sie ist möglich, denn Jesus Christus hat uns befreit von jedem Zwang, wenn wir bereit sind, unseren Egoismus, unsere Unversöhnlichkeit und unsere Sünden und Laster zu überwinden. Gemäß dem Geist wandeln bedeutet genau dies: In der Kraft, die Gott uns schenkt, uns danach auszustrecken, Gott in jedem Bereich unseres Lebens zu gefallen. Dies beginnt mit dem Setzen von Prioritäten, mit der Zeiteinteilung, mit Ehrlichkeit, Loyalität, Bereitschaft uns zu verantworten, mit jedem Wort, das wir reden, allem was wir tun, und so weiter.

Das Wichtigste ist aber auch die Bereitschaft, bei jedem Fehler, den wir machen, im Gebet zu Gott zu gehen, unsere Sünden zu bekennen und Gottes Vergebung wieder von Neuem in Anspruch nehmen. Gott wird Erfolg schenken. Er wird uns immer mehr auf die verborgenen Bereiche in unserem Leben, die wir ihm noch nicht unterstellt haben, aufmerksam machen und uns immer empfänglicher machen für sein leises Reden durch seinen Geist. Daran erkennen wir, dass wir gerettet sind und dürfen Gott dafür danken und ihm die Ehre geben.

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