Der Schwachheit rühmen -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 17. Dec 2009)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2642

für den 17. Dec 2009 - Autor:

Der Schwachheit rühmen

''Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen''.

2. Korinther 11,30 *©*
 

Ich denke, Paulus hat mit dieser Bemerkung und Feststellung, vor allem eines deutlich machen wollen: Nämlich die absolute Gnade und Souveränität Gottes und die Bestätigung, daß Gottes Kraft in den Schwachen mächtig ist (2. Korinther 12,9). Paulus war sich dessen durch sein eigenes, vergangenes Leben sehr bewusst (Philipper 3,8). Und wenn wir selbst zurückblicken, sehen wir da in unserem Leben nicht ebenso viel Schwachheit, Unvermögen, Versagen, Hilflosigkeit und nutzloses Wissen? Wenn wir ehrlich zugeben schwach zu sein, dann geben wir gleichzeitig Gott die Ehre, wenn in meinem Leben Gutes, Positives und Erfolgreiches zustande kommt. Und wo ich dies auch an andere Menschen weitergebe, sammle ich mir sogar Schätze im Himmel (Matthäus 6,20). Wir haben uns nicht selbst zum Glauben erwählt (Johannes 15,16) und waren tot in unseren Sünden (Epheser 2,5) - wie könnten wir dann meinen, vor Gott irgendetwas Zählbares aus uns selbst produzieren und umsetzen zu können? Jesus sagt uns in Johannes 15,5: ''Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun''. Das kann mitunter schwer verdaulich sein, sich vor Gott so völlig abhängig und kraftlos zu sehen. Und mancher stolze Mensch, wird auch genau wegen dieser dämonischen (bösen) Uneinsichtigkeit und Überheblichkeit, keinen Glauben und Zugang zu Gott finden (können). Und selbst vermeintlich gläubige Menschen können hier regelrecht Schiffbruch erleiden, wenn sie ihren Glauben als ihr eigenes Werk sehen, und von ihrer Verdorbenheit und geistlichen Leichenstarre nicht überzeugt sind. Paulus war, nachdem Jesus ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnete (Apostelgeschichte 22, 6-8) von dieser religiösen Blindheit bei sich selbst überzeugt, und hat später sein ''altes'' Wissen nicht umsonst, im Vergleich zur Erkenntnis der Person Jesus Christus, als ''Dreck'' (Lutherübersetzung) bezeichnet.

Solchen ''frommen Leichenschändern'' (Unlebendigen Menschen, die sich selbst zum Leben erwecken und sich dann für Gott entscheiden) wird Jesus einmal sagen müssen: ''Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter'' (Matthäus 7,23)! Es ist eine üble Tat, wenn man christliche Werte, Worte und Wahrheiten in einer Gesinnung verbreitet, die Jesus in seinem eigenen und vollkommenen Werk im Evangelium beschneidet und somit verunehrt (1. Korinther 11,29). Es ist Gottes Wille und Prinzip, das Schwache und nicht das (eingebildete) Starke zu erwählen (1. Korinther 1, 27-29). Kann man sagen, daß dies so sein muss, weil Gott absolut von sich selbst überzeugt ist und sein muss? Stellen wir uns vor, die absolute Wahrheit, die unendliche Kraft und ewige Weisheit entscheidet sich für oder gegen etwas außerhalb seiner Selbst? Was würde das für einen Sinn ergeben - ist Gott mit sich selbst unseins? Sicher nicht, denn Gott ist gut, wohlgefällig und vollkommen (Römer 12,2). In Psalm 33, 4-5 lesen wir: ''Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Er liebt Gerechtigkeit und Recht; die Erde ist voll der Güte des HERRN''. Der Sohn Gottes ist zu unserer Gerechtigkeit geworden (1. Korinther 1,30) und deshalb ist Jesus auch der geliebte Sohn, an dem Gott wohlgefallen hat (Markus 1,11). Wir können als gefallene Menschen weder wahrhaftig, verläßlich, rechtens, noch gerecht sein, aber da genau Gott das liebt, hat er in seiner Güte beschlossen, weil wir das weder sind, können noch haben, uns in Jesus Christus dies alles zu schenken (Römer 8, 32-33). Vielleicht verstehen wir Paulus nun etwas besser, wenn er sich am allerliebsten seiner Schwachheit rühmt - Gott zur Ehre!?

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