Gerichtet oder Beurteilt? Teil 1 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 27. Jun 2022)

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Andacht Archiv-Nr. 7217

für den 27. Jun 2022 - Autor:

Gerichtet oder Beurteilt? Teil 1

''Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften''.

Jesaja 11, 1-5 *©*
 

Jesus Christus, dem eingeborenen Sohn Gottes, ist alles Gericht übergeben. Gott der Vater und der Sohn sind eins (Johannes 10,30). Der himmlische Vater selbst richtet niemanden. Alles ist dem Sohn übergeben. Er ist es auch vor dem wir als Christen einmal am Preisgerichtsthron beurteilt werden (1. Korinther 3, 10-17). Und es wird alles in absoluter Gerechtigkeit geschehen. Gott ist in seinen Bewertungen und Beurteilungen völlig unparteiisch. Davon können wir uns meistens nicht freisprechen, was ja auch seinen natürlichen Grund hat: Wir können nicht in Menschen hinein sehen und kennen ihre verborgenen Geheimnisse nicht. Wir wissen nicht immer wenn es jemand mit der Wahrheit nicht so genau nimmt oder in seiner Selbstwahrnehmung auch schon mal Tomaten auf den Augen hat. In Johannes 5, 20-25 steht: „Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch größere Werke zeigen, sodass ihr euch verwundern werdet. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“. Der prophetische Text in Jesaja, unterstreicht die Bedeutung Jesu auf das kommende Gericht, und zeigt auch wunderbar auf, welche Eigenschaften und Verhaltensmerkmale dem vorausgehen: Weisheit, Verstand, Stärke, Erkenntnis, Gerechtigkeit und auch Genauigkeit. Wer Menschen nur immer nach dem be- und auch verurteilt, was er gerade tut oder sagt, wird kein gerechtes Urteil sprechen können. In Johannes 7,24 steht: „Richtet nicht nach dem, was vor Augen ist, sondern richtet gerecht“. Jesus wird das nicht passieren denn (wie im Eingangstext steht) wird der HERR nicht nach dem richten, was er gerade sieht und hört. Gott wird uns in der Gesamtheit unserer Persönlichkeit und unserer Taten und Worte gerecht beurteilen.

Gott wird wissen, warum wir manches getan und gesagt haben und auch warum nicht. Er wird nicht, wie wir Menschen meist, nur eine Momentaufnahme skizzieren, und darauf seine Meinung stützen und die Hintergründe ignorieren. Jemand der wütend ist, ist es manchmal möglicherweise zurecht? Auch wenn menschliche Wut zumeist eher ungerecht ist. In Jakobus 1,20 steht: „Denn menschlicher Zorn kann niemals etwas hervorbringen, das in Gottes Augen gerecht ist“. Einer der etwas ablehnt, obwohl alle anderen dafür sind, handelt vielleicht richtig? Im Grunde sollen wir gar nicht richten (wenn es sich vermeiden lässt), weil doch dann die Konsequenz meist die ist, daß wir uns damit eher selbst schaden als gerecht handeln (Matthäus 7,1: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“). Nein, das ist nur auf den ersten Blick ein Widerspruch zwischen dem, was wir eben gelesen haben, daß wir gerecht richten sollen. Zur Erläuterung zitiere ich einige Sätze von William McDonald: ''Vielen Menschen, denen der Rest der Bibel nicht bekannt ist, kennen diesen Vers (Matthäus 7,1) und benutzen ihn wie eine Keule, um jede Kritik oder Korrektur zum Schweigen zu bringen. Wenn sie den Rest der Bibel studierten, würden sie erkennen, daß es Situationen gibt, wo wir richten müssen, und Situationen, wo wir nicht richten dürfen''. Wenn wir anfangen Motive von Menschen abschätzig zu beurteilen, und somit zu verurteilen, gehen wir zu weit, denn nur Gott kennt die Herzen (1. Samuel 16,7). Es gibt viele Situationen, in denen die Reaktion nicht immer auf die Intension schließen lässt - manchmal aber schon. In Matthäus 7, 1-2 lesen wir entsprechend: ''Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes''.

Fortsetzung morgen...

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