Selbstoffenbarung Gottes 1. Teil -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 01. Nov 2012)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3692

für den 01. Nov 2012 - Autor:

Selbstoffenbarung Gottes 1. Teil

Und Gott redete alle diese Worte und sprach: Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst an ihm keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore wohnt. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als falscher Zeuge aussagen. Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgendetwas, was deinem Nächsten gehört.

2Mose 20,1-17 *©*
 

Da lebt ein ganzes Volk in härtester Sklaverei. Sie müssen schuften bis zum Umfallen und kriegen nichts dafür. Sie werden mit Gewalt unterdrückt, so sehr, dass sie kleine Aufstände wagen, die aber dann nur um so härter unterdrückt werden. Sie haben auch keine Möglichkeit zur Auswanderung wie die Menschen in der ehemaligen Sowjetunion. So bleibt ihnen nur der Schrei zu Gott: Herr, befreie uns! Und Gott erhört diesen Schrei. Er sendet einen Mann. Der erreicht nach vielen, vielen zähen Verhandlungen, dass das Volk freigelassen wird. Aber kaum ist es geschehen, bereut der Unterdrücker sofort, es freigelassen zu haben, jagt dem Volk mit seinem Heer nach, das Volk schreit zu seinem Gott, und Gott greift ein. Der König kommt um, das Volk wird gerettet. Das Volk zieht nun durch die Wüste, aber dieser Zug wird zu einer Kette von schwersten Gefährdungen. Es kommt Hunger auf, das Volk schreit, Gott sendet Nahrung. Es kommt Durst auf, das Volk ruft, Gott sendet Wasser. Es kommt Unsicherheit über den Weg auf, das Volk betet um ein Eingreifen. Und Gott antwortet darauf. Er geht seinem Volk voran in der Wolkensäule am Tag und in der Feuersäule bei Nacht.
An diesem Punkt angelangt, mitten in der Wüste, als das Volk mit seinem Gott schon einige Monate gelebt hat und vertraut ist mit ihm, da geschieht etwas Besonderes: Gott macht sich diesem Volk bekannt. Er offenbart seinen Namen: „Ich bin der, der mit euch ist''! Gott Jahwe stellt sich Israel vor, er offenbart sich, verhüllt sich nicht länger. Er tut das, was jeder tut, der sich selber bekannt macht: ''Ich bin der und der....'' Und er sagt noch dazu: Ich habe das und das getan! ''Ich habe dich aus Ägyptenland geführt''. Du kennst mich schon, zumindest meine Werke kennst du, meine Befreiungsaktion, wie ich dich herausgeholt habe aus dem Sklavenhaus.
Das ist die Sprache der Selbstoffenbarung. Wenn Gott in dieser Sprache mit uns spricht, dann darf man nicht meinen, dass das, was Gott da sagt, nur Smalltalk, nur nettes Reden ist. Der Bund zwischen Gott und Mensch ist etwas total anderes als der Bund zwischen Menschen. Menschliche Bundesschlüsse enthalten nämlich eine stillschweigende Abmachung: Du und ich, wir sind Menschen. du und ich, wir haben Fehler. Du und ich, wir versagen aneinander. Und wenn ich versage, dann verlasse ich mich darauf, dass du mich nicht in die Pfanne hauen wirst.
Aber wenn Gott und Mensch einen solchen Bund schließen, dann passt das alles nicht mehr. Da gibt es keine stillschweigenden Abmachungen, da gibt es kein Stehen auf gleicher Stufe. Da ist der lebendige, heilige Gott, der den Menschen retten will, wie er sagt auf der einen Seite und da ist der unheilige, sündige Mensch, der Rettung braucht - auch wenn er das oft nicht sieht oder besser gesagt nicht sehen will.
Deshalb ist die Selbstoffenbarung Gottes etwas ganz und gar anderes und nicht damit zu vergleichen, wenn Menschen sich einander offenbaren. Die Selbstoffenbarung Gottes ist eine Sache auf Leben und Tod. Wer sich mit Gott einlässt, der bekommt es mit der stärksten Macht der Erde zu tun, mit der Heiligkeit und Liebe Gottes! Der Lebendige Gott offenbart sich. Und wenn er sich offenbart, ist das eine Sache auf Leben und Tod. Wenn ich höre und gehorche, ist das Leben, wenn ich nicht höre und mich verweigere, dann ist das Tod.

(Fortsetzung folgt)

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