Heilung - Sehend und doch blind? - Teil 2 -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 17. Aug 2011)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3250

für den 17. Aug 2011 - Autor:

Heilung - Sehend und doch blind? - Teil 2

Er nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn vor das Dorf hinaus, spie ihm in die Augen, legte ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sähe.

Mk 8,23 *©*
 

Nun geschieht etwas, das uns seltsam berührt. Jesus spuckt direkt auf die Augen des Blinden, streicht über seine Augenlider und legt ihm dann die Hände auf. Der Blinde hatte wegen seiner Blindheit kaum Liebe und Verständnis empfangen. Man hatte ihn ausgeschlossen. Nun empfängt er die Liebe Gottes. Rein äußerlich mag das Ganze sehr unhygienisch sein, doch wenn man den andern liebt, ist das egal. Der Speichel auf den Augen des Blinden ein Ausdruck innigster Liebe. Ohne liebevolle Zuwendung wird es nie vollständige Heilung geben! Die Heilung, die Gott wirken will, hat nicht nur mit kranken Augen zu tun. Sie geht tiefer. Markus sagt uns, was ihm wichtig war. Jesus legte ihm nach der Speichelbehandlung die Hände auf. Er legt die Hände auf die insgesamt kranke Person. Zuerst heilt er ihn als Person und dann seine Augen. Er packt die Wurzel und macht nicht nur eine Symptombekämpfung. Jesus interessiert sich für den blinden Menschen und nicht für die Blindheit.

Jesus fragt nach der Behandlung den Blinden: »''Kannst Du etwas sehen?'' Da blickte der Mann auf und sagte: ''Ja, ich sehe Menschen herumlaufen. Aber ich kann sie nicht klar erkennen. Es könnten genauso gut Bäume sein.''« Der Mann war anscheinend nicht von Geburt an blind, denn er weiß, wie Bäume und Menschen aussehen. Doch er richtet nach seiner Blindheit den ersten Blick auf seine Mitmenschen und kann sie doch noch nicht klar erkennen. Sie sehen für ihn wie Bäume aus. Den größten Schaden, den die Schuld angerichtet hat, betrifft unsere Beziehungen. Die Beziehung zu uns selbst, zu Gott und zu unseren Mitmenschen. Da sind auch die tiefsten Verletzungen und hier ist die größte Blindheit. Bei dem Blinden ist die Heilung noch nicht vollendet und er braucht eine neue Zuwendung von Jesus. Dieser legt ihm nun ein zweites Mal die Hände, diesmal auf die Augen. Augenblicklich kann dieser Mann sehen! Er konnte sehen, als noch die Hände von auf seine Augen lag, nicht als er sie weggenommen hatte. Er konnte quasi durch Jesus (durch) sehen.

Es sind die Hände Jesu, die uns sehend machen. Durch die Hände Jesu können wir erkennen, was uns vorher verzerrt erschienen ist. Gibt es Probleme und Konflikte, genügt es, sie in die Hände Jesu zu legen, damit wir unsere Sorgen in ihrer wahren Dimension erkennen können. Aus der Sicht Jesu werden wir die Bedeutung der Mitmenschen, aber auch der Fragen, die wir haben, erkennen. Nur durch die Hände Jesu lernen wir, auch mit den Augen des Herzens zu sehen. Nachdem der Blinde Heilung seiner Augen erfahren hatte, ist der Heilungsprozess noch nicht abgeschlossen: Jesus befahl ihm: »Geh nicht erst in das Dorf zurück, sondern gehe gleich nach Hause!« Jesus schickt ihn zu seiner Familie, die er lange nicht gesehen hatte und in deren Nähe er nicht sein durfte. Der normalen Alltag mit den normalen Beziehungen beginnt. Jesus heilte an ihn ihm nicht nur die Augen, sondern auch den Blick für die Mitmenschen und damit seine Beziehungen. Er soll die Zuwendung und Liebe, die ihm zuteil geworden ist, nun auch in seine eigenen Beziehungen hineintragen. Die Heilung bleibt nicht nur bei dem einen Menschen stehen, sondern soll durch ihn weiterfließen zu anderen.

Mit dem Geschehen hat Jesus nicht nur einen Blinden geheilt. Dadurch sollte auch die Blindheit der Jünger berührt werden! Sie bewiesen vor dieser Geschichte, dass sie trotz der gesunden Augen auch blind gewesen sind. Jesus will auch heute unter uns Blinde heilen.

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