Offenbarter Glaube -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 13. Dec 2010)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3003

für den 13. Dec 2010 - Autor:

Offenbarter Glaube

''Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen, damit die Verheißung aufgrund des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben würde, die glauben. Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte''.

Galater 3, 22-23 *©*
 

Dass der Mensch in Sünde fällt, hat Gott nicht überrascht. Die ganze Bibel wurde in dem Wissen verfasst, daß es eine Trennung gab zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. In Römer 8, 6-8 steht entsprechend: ''Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden, weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht; und die im Fleisch sind, können Gott nicht gefallen''. Selbst die Schöpfung an sich geschah mit dem Wissen und der Vorausschau, daß der Mensch durch Unglauben und Abkehr von Gott, sich den Weg in die himmlische Ewigkeit selbst verdarb und verbaute. Gott wusste, daß er mit der Erschaffung des Menschen gleichzeitig eine Lösung des Sündenproblems ''zum Leben erweckte''. So etwas wie Gottesfurcht, also Respekt, Anerkennung und Ehrerbietung kennt ein Mensch ohne Glauben nicht (Römer 3,18). Er kann es sich und anderen vielleicht vorspielen, aber in seiner Seele dennoch von Gottes Frieden und Heil weit entfernt sein, und ignorieren, daß es nicht echt ist (Matthäus 7, 21-23). Gottes Heilsversprechen beruht auf seiner Gnade - nicht auf meiner Zustimmung, die IHN dann gnädig sein lässt, denn das widerspräche der Bibel (Epheser 2,8: ''Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch...''). Es gibt kein vom Menschen verursachtes Reaktionsheil, sondern nur ein von Gott vorherbestimmtes Gnadenheil. Ein Mensch fragt einfach nicht nach Gott (Römer 3, 11-12). Gnade bedeutet also tatsächlich soviel wie wenn jemand ungefragt barmherzig ist. Daß es eine geschichtliche Hinführung zu Jesus Christus, dem Lamm Gottes, (Johannes 1,36) gibt, ist unbestritten und eindeutig, und war die Bestimmung von Gottes Sohn.

Das Gesetz wurde aufgestellt, um dem Menschen überhaupt einmal das Gefühl und die Vorstellung für Recht und Unrecht, Glaube und Unglaube, Gnade und Verdienst, Gerechtigkeit und Unrecht sowie Erwählung und Verdammnis aufzuzeigen und zu vermitteln. Entsprechend steht in Galater 3, 24-25: ''So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister...''. Gäbe es nicht den verkündeten Maßstab Gottes (den kein Mensch erfüllen kann) würde man sich sicherlich fragen, warum man überhaupt an die Gnade und Vergebung glauben soll? Ohne das offenbarte Licht, würde man die Finsternis nicht sehen. Das bedeutet nicht, daß im Licht auch Finsternis ist, sondern daß erst das Licht auch den Schatten sichtbar macht. Da die Finsternis nicht das Licht sichtbar machen kann, muss Gott einem geistlich toten Menschen (1. Korinther 2,14) den Glauben offenbaren und zugänglich machen. Niemand kommt zu Jesus außer Gott zieht ihn (Johannes 14,6). Das Gesetz wird nicht durch den Glauben außer Kraft gesetzt, sondern bestätigt (der Mensch ist schuldig) und erfüllt (am Kreuz von Golgatha). In Römer 10,4 steht: ''Denn Christus ist das Ende des Gesetzes zur Gerechtigkeit für jeden, der glaubt''. Der Glaube kommt von Gott - als Mittel zum Heil in Jesus Christus - Apostelgeschichte 4,12: ''Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!''.

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