mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 6582 - Wed., 30 Sep 2020

König der Ewigkeit Teil 1

''Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin. Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden zum ewigen Leben. Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen''.

1. Timotheus 1, 15-17


Der Grund, warum Jesus Christus seine himmlische Heimat verlassen hat, und warum er sich so erniedrigte, war für die Erlösung der Menschen, derjenigen, die glauben sollten (Epheser 1, 4-8). In Philipper 2, 5-8 lesen wir: ''Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein; sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen; und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz''. Dies geschah nicht, damit Gott sich selbst etwas beweist, oder weil es keine andere Möglichkeit gegeben hätte, auf die menschlichen Geschehnisse zu reagieren. Die gab es - die ewige Verdammnis. Und es wäre gerecht gewesen. Als sich Gott dafür entschieden hatte Menschen zu machen (1. Mose 1, 26-27) hat er sich aber gleichzeitig für deren Erlösung ausgesprochen. Fassen können wir das als Gläubige nicht. Aber das ist auch nicht das Kriterium. Gott hat die Erwählten mit hinein genommen in seine Gnade und Liebe - das zu wissen ist genug, auch wenn wir nicht verstehen, wie das zustande kommt. Wir müssen aber verstehen, daß es nicht mein Glaube ist, der etwas bewirkt, sondern der Tod und die Auferstehung Jesu Christi, hat mich innerlich so bewegt, daß ich an das Evangelium und somit die Vergebung meiner Sünden glaubte. Warum es nicht jeden Menschen bewegt, weiß ich auch nicht? Gott weiß es. Dazu einen aussagestarken Text in 1. Johannes 4, 18-19: ''Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat mit Strafe zu tun; wer sich nun fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat''.

Und einen weiteren Text zum Thema lesen wir in Johannes 15,1-2: ''Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit der Vater euch gibt, was auch immer ihr ihn bitten werdet in meinem Namen. Das gebiete ich euch, daß ihr einander liebt''. William McDonald schreibt: „Warum kam er? »Sünder zu erretten.« Er kam nicht, um gute Menschen zu erretten (es gab und gibt schließlich keine!). Auch wollte er nicht diejenigen retten, die das Gesetz vollkommen gehalten hatten (denn auch das hatte niemand geschafft). Hier kommen wir zum Hauptunterschied zwischen echtem Christentum und anderen Religionen. Falsche Religionen sagen dem Menschen, daß er etwas tun kann, um das Wohlwollen Gottes zu erlangen. Das Evangelium sagt dem Menschen, daß er ein Sünder ist, daß er verloren ist, daß er sich selbst nicht retten kann, und daß er nur dann in den Himmel kommen kann, wenn er das stellvertretende Werk des Herrn Jesus am Kreuz für sich in Anspruch nimmt. Die Art der Lehre, die Paulus etwas vorher in diesem Kapitel beschrieben hat, gibt dem Fleisch eine Aufgabe. Sie sagt dem Menschen, was er hören möchte, nämlich, daß er auf bestimmte Weise etwas zu seiner Erlösung beitragen kann. Doch das Evangelium sagt, daß alle Herrlichkeit für das Werk der Erlösung nur Christus zukommt, daß der Mensch nichts anderes als Sünde tut, und daß der Herr Jesus allein alles Retterwerk vollbringt“. Der Glaube ist in der Tat eine Gabe Gottes, also etwas, was wir nicht aus uns selbst produzieren können, denn wir waren tot in unseren Sünden (Epheser 2,5). Entsprechend kann auch die Errettung keine Frage meines Willens sein, sondern nur der Gnade Gottes (Philipper 1,29 und Epheser 2, 8-9).

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