mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5763 - Wed., 04 Jul 2018

Überschwängliche Erkenntnis

''Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, dass ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt, sondern die durch den Glauben an Christus kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird.''

Philipper 3, 7-9


Ich finde dieses Wort von Paulus ist eine, sowohl menschlich als auch geistlich, bemerkenswerte und herausragende Aussage und Feststellung. Wer stellt sich als weltlich anerkannter, studierter und gebildeter Mann schon hin, und sagt öffentlich, daß sein bisheriges Denken, Lernen und Wirken schädlich und dreckig war? Viele würden dies als eine charakterliche Bankrotterklärung und ein klassisches Eigentor bewerten. Und das wäre sogar nachvollziehbar, wenn Paulus nicht im gleichen Atemzug von der ''überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesus'' geschrieben hätte, als der wahren Gerechtigkeit, die wiederum alles Andere deutlich ins Abseits stellt. Wir müssen davon ausgehen, daß der Mensch Saulus von Tarsus nicht zum Spaß oder mangels Alternative sich für den beruflichen Weg des Pharisäertums entschieden hatte. Es war ihm ein ernstes Anliegen, eine traditionelle Verpflichtung und eine große Ehre. Er hatte einen inneren Drang Gott als Behüter des Gesetzes treu und rechtschaffend sein Leben lang zu dienen. Wer kann das heutzutage von sich behaupten? Er war darin im gesetzlichen Sinne der Beste, Treueste und Genaueste (Philipper 3,6). Die neue Erkenntnis nun, die alles überragte, war das Wissen um die Gerechtigkeit vor Gott aufgrund des Glaubens an die Person Jesus Christus. Für jemanden, der sein ganzes bisheriges Leben an Gesetze, Strafverfolgung, Disziplin, Tradition, Arbeit und Selbstgerechtigkeit geglaubt hatte, war das Evangelium der Gnade ein tiefbewegender, befreiender, seligmachender, heilsamer Schock!

Vor Gott sind wir als Sünder (Zielverfehler) alle gleich - egal ob Jude, Heide, Pharisäer, Bauer, König, Bettler, Mörder oder Dieb (Römer 3,23). Wir alle haben es nötig von Gott begnadigt und erlöst zu werden - verdient haben wir es nicht und verdienen können wir es uns auch nicht ((Römer 3,24). Wenn das nun doch so möglich wäre (in unserer Einbildung) hätte als Erster Saulus sich aufgrund seiner Selbstgerechtigkeit rühmen und auf die eigene Schulter klopfen können. Denn er war richtig gut in allen gesetzlichen Pflichten und Gepflogenheiten (Philipper 3, 3-6). Aber er hielt es im nachhinein alles für ''Dreck'', also etwas, auf dem man geht und steht und was man sich von den Füßen schüttelt, ohne zurück zu schauen. Worauf man also gerne verzichtet, weil es alles andere verunreinigt mit dem es in Berührung kommt. Paulus ging noch einen Schritt weiter, und sah seinen Eifer letztlich als eine Gefahr an, weil solche Gesetzlichkeit einem letztlich immer den Blick für die Gnade Gottes verstellt und vernebelt. Der Verlust dieses verkehrten Denkens und Glaubens in Wort und Tat wurde ihm zum großen Gewinn. Was er verloren hatte, hat ihn reich gemacht! Sein von Gott offenbarter Glaube an den Heiland Jesus Christus wurde ihm und uns zum Heil und zum Segen - Ich bin entschieden zu folgen Jesus, ich bin entschieden zu folgen Jesus, ich bin entschieden zu folgen Jesus. Niemals zurück, niemals zurück (Lied: Sadhu Sundar Singh).

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