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mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5297 - Sat., 25 Mar 2017

Was zählt wirklich?

''Ringt danach, durch die enge Pforte hineinzugehen; denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen suchen und werden es nicht können''.

Lukas 13,24


Es gibt sicherlich auch Menschen, wie Judas Iskariot, die sich tatsächlich irgendwie ''für Gott entscheiden'', aber nie von neuem geboren waren (Lukas 13,27). Warum das so ist, darüber kann man spekulieren, aber die Tatsache bleibt bestehen, und die Bibel sagt das ja eindeutig - es gibt Gläubige, die nur einen Schein der Frömmigkeit haben (2. Timotheus 3,5, Kolosser 2,23). Solche können dann selbstredend auch wieder abfallen von dem, was sie sich selbst auferlegt haben. Sie sind nicht gekommen um zu bleiben. In 1. Johannes 2,19 steht: ''Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, dass sie nicht alle von uns sind''. Über für jeden anderen (echten) Gläubigen gelten die Aussagen der Schrift: Die geistlich Neugeborenen haben sich definitiv nicht selbst erwählt Kinder Gottes zu sein und zu bleiben (Johannes 15,16). Nur Jesus schenkt Vergebung, Erlösung und echten Trost. Entscheiden wir uns bewusst gegen die Sünde, lassen wir uns nicht erneut zu Knechten machen (Johannes 8,34-36) sondern werden wir frei, willig und dankbar für unser neues Leben in Christus. Wenn es das ist, was wir suchen, was in Jesaja 53,5 prophetisch über Jesus Christus steht, dann suchen wir das Richtige: ''Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt''. Judas suchte keinen Erlöser, sondern eher jemanden, der ihn intelektuell irgendwie inspirierte und seinen Verstand kitzelte. Vielleicht war ihm Jesus sogar symphatisch als Mensch? Aber das half ihm nicht, und ging am Sinn und Zweck des Evangeliums vorbei. Und so jemand ist irgendwann dann für den Teufel ein gefundenes Fressen (1. Petrus 5,8). Der Teufel flieht von uns wenn wir ihm widerstehen (Jakobus 4,7). Judas floh nicht, sondern gab sich seiner Habsucht hin. Jesus selbst sagte, daß Judas ein Teufel ist (Johannes 6, 70-71! Der Teufel flieht ja nicht vor sich selbst. Als Christen leben wir nicht im frommen Vakuum, sondern sind wie Schafe unter die Wölfe geworfen (Matthäus 10,16). Judas war so ein Wolf, allerdings im Schafspelz. Sicherlich ist letztlich alles nur Gnade. Aber es ist keine billige Gnade.

Wenn man seine eigene Schwachheit, Verdorbenheit und Unfähigkeit Gott gegenüber nicht einsieht und anerkennt, ist man auch nicht offen für die überfließende Gnade Gottes, die eben nicht aus Werken kommt (Römer 11,6) - auch keinen frommen Werken oder durch eine Mitgliedschaft in einem erlauchten Kreis. Wir erkennen zwar, daß wir Sünder sind, aber die Einsicht dazu muss zuvor von Gott kommen, denn der natürliche Mensch kann das nicht (1. Korinther 2,14) und wir sind geistlich tot in unseren Sünden (Epheser 2,1). Wir erkennen und lieben Jesus Christus, aber nur, weil ER uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4,19) und weil uns Gott seinen Sohn offenbart hat (Matthäus 16,17). In Sprüche 20,12 heißt es: „Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR“. In Lukas 24,26 sagt uns die Bibel nun: „Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen“? Das stimmt sicherlich, aber das besagt nicht zwangsläufig, daß Judas Iskariot keine Wahl hatte und nur ein Spielball der Vorherbestimmung war. Gott wusste es – das ist alles! Gott ist kein Zyniker, der über Leichen geht, nur um seine Pläne durchzusetzen. Judas konnte bzw. wollte einfach seine Sünde nicht loslassen. Gottes Vergebung stand auch für Judas bereit! Judas aber nahm Gottes Vergebung nicht an. Er wollte sich selbst nicht vergeben. Gott richtet uns nicht, weil wir Sünder sind, sondern weil wir es bleiben wollen. Als Jesus beim lezten Abendmahl sagte, daß einer von den Jüngern ihn verraten würde, fragte jeder entsetzt, ob er selbst es denn sei? Auch Judas stellte schließlich diese Frage (Matthäus 26, 20-25) – doch dabei redete er Jesus bezeichnenderweise als einziger nicht mit „HERR“, sondern mit „Rabbi“ (Lehrer) an. Judas suchte keinen Erlöser, keinen HERRN, der sich seiner Seele herzlich annimmt. Sein Interesse galt mehr seiner intelektuellen Eitelkeit und seiner diebischen Neugier. Gott wusste alles über Judas Iskariot, aber voraus wissen heißt nicht zwangsläufig voraus bestimmen. Sören Kierkegaard sagte einmal: „Wenn wir alle Christen sind, findet das Christentum nicht statt''!

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