mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 5004 - Sun., 05 Jun 2016

Zähflüssig - seine Zeit

Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Und als er sah, dass er ihn nicht übermochte, schlug er ihn auf das Gelenk seiner Hüfte, und das Gelenk der Hüfte Jakobs wurde über dem Ringen mit ihm verrenkt. Und er sprach: Lass mich gehen, denn die Morgenröte bricht an. Aber Jakob antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.

(1. Mose 32/25b-27)


Dank Magnetresonanz durften wir feststellen, dass meine Verletzung vom Hochzeitstanz doch so schwerwiegend war, dass ich am Knie operiert werden musste. Mir schien als wäre mein Lebensfluss komplett zum Stillstand gekommen. Nichts von dem wie wir dachten, ließ sich im letzten Monat so verwirklichen wie wir ursprünglich geplant hatten. Da mir durch Verletzung und Operation in jedem Fall die Möglichkeit der Fortbewegung verwehrt wurde, hinke ich im wahrsten Sinne dem Leben nach. In Anbetracht meines rasanten Lebens vor der Hochzeit, beginne ich im Langsamen nicht weiterkommend leicht ungeduldig zu werden. Ein Monat sind wir nun schon verheiratet, doch statt Flittern und Vollfreude, gingen wir bis jetzt durch Engpässe und Eheprüfung. Obwohl ich Hilfe durch Glaubensschwestern und Familie bekam, ist vieles eben noch nicht erledigt und es macht mich unrund, weil ich noch nicht weiß wann und wie es weiter gehen wird. Vieles blieb eben auf der Strecke unter anderem auch Wohnungs- Umsiedlung von meinem Mann in unsere Gemeinsame Wohnung. Doch jetzt geht’s erstmals langsam Richtung Genesung zu und ich muss mich noch gedulden.

Ich bin mir bewusst wenn Gott den Lebens Strom eines Menschen zum Stillstand bringt, hat er, auch wenn es weh tut, seinen Grund dafür. Gott schätzt unseren Eifer ihn zu dienen und ich weiß er liebt es, wie sehr es mich brennt Ihn in aller Welt bekannt zu machen, doch möchte er auch dass ICH selbst ihn besser kennen lerne. Mir wurde klar, dass es womöglich notwendig war mich innezuhalten um mich neu auszurichten. Ein Bruder in Glauben meinte das Gott mich auf der Tanzfläche abholte um mich umzuleiten. Eine Arbeitskollegin verbindet Verletzung am Bein als Wegweisung und Umleitung zur geistigen Reife. Autsch, das macht es mir nicht leichter, doch umso mehr ich darüber nachdenke kommt es mir aber auch „Sinnvoll“ vor. Wurde nicht Jakob im größten Gerangel mit Gott an der Hüfte getroffen um inne zu halten? Sagte nicht auch Jakob im größten Schmerz, ich lasse dich nicht, du sollst mich segnen? Als ich mein Knie beim Tanzen verdrehte, war es mir als sei dagegen getreten worden und wenn man es so betrachtet, dann war meine Suche nach dem Verstehen, der Zeitpunkt des Gerangels um an Gott weiterhin festzuhalten. Auch wenn ich nicht im Einklang mit Gottes Handeln stehe, so weiß ich doch dass ich ihn nicht lassen möchte. Ich kann und will mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen und wie Jakob erwarte auch ich, dass ich gesegnet werde! Jetzt ist Ruhe eingekehrt und mein Lebensfluss ist, wenn nur auch zähflüssig wieder in Bewegung. Schritt für Schritt obwohl nur kleine, fließt alles in Richtung Normalität. Mir ist bewusst, alles hat seine Zeit und diese steht in seinen Händen. (Prediger 3/1-15) Amen

Meine Zeit steht in deinen Händen

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

1. Sorgen quälen und werden mir zu groß.
Mutlos frag ich: Was wird Morgen sein?
Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los.
Vater, du wirst bei mir sein.

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

2. Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb
nehmen mich gefangen, jagen mich.
Herr ich rufe: Komm und mach mich frei!
Führe du mich Schritt für Schritt.

Meine Zeit steht in deinen Händen.
Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir.
Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden.
Gib mir ein festes Herz, mach es fest in dir.

3. Es gibt Tage die bleiben ohne Sinn.
Hilflos seh ich wie die Zeit verrinnt.
Stunden, Tage, Jahre gehen hin,
und ich frag, wo sie geblieben sind.

(Text und Melodie stammen von Peter Strauch. Es ist nach Psalm 31,16 gedichtet worden.)



Wo stehst du im Gerangel mit Gott?

Seid herzlichst gesegnet, eure

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Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

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