mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4558 - Tue., 17 Mar 2015

Das Weizenkorn

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, so bleibt es allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viel Frucht. Wer sein Leben liebt, der wird es verlieren; wer aber sein Leben in dieser Welt hasst, wird es zum ewigen Leben bewahren. Wenn jemand mir dienen will, so folge er mir nach; und wo ich bin, da soll auch mein Diener sein; und wenn jemand mir dient, so wird ihn mein Vater ehren.

Joh 12.24-26


Dieser Text lebt von seinen Kontrasten:
das Leben gewinnen oder verlieren,
Anfang und Ende,
Saat und Ernte,
Trauer und Hoffnung.
Der Bezug zu Jesu Leiden ist klar und Jesus sagt, das muss so sein. Ich muss leiden. Nur so kann etwas Neues entstehen. Und er nimmt das Bild des Weizens. Das Weizenkorn wird in die Erde gelegt und stirbt.
Sterben – ein schlimmes, ein endgültiges Wort.
Jeder muss sterben. Aber auch die Hoffnung stirbt. Zwar – wie das Sprichwort sagt – zuletzt, aber dennoch immer wieder. Die Hoffnung auf Leben, die Hoffnung auf Frieden, die Hoffnung auf Versöhnung, die Hoffnung auf Zukunft. Jesus verschweigt das nicht. Aber er sagt, das ist zwar so, aber erst durch den Tod hindurch kann etwas Neues wachsen. Und Frucht bringen. Wie das Weizenkorn.
Weizen.
Frucht der Erde. Frucht der Sonne und des Regens. Frucht der Hoffnung. Gesät in der Hoffnung, dass er Frucht bringt - Jahr für Jahr.
Jesus sagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein, wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Das ist eine Einladung an uns Christen als Jesu Nachfolgerinnen und Nachfolger. Auch unsere Hoffnungen sterben. Immer wieder. Und dennoch: Es liegt eine Verheißung auf dem Säen. In die Erde legen. In der Hoffnung, dass es Frucht bringt.
Jesus sagt: Wer mir nachfolgt, der kann die Hoffnung nicht aufgeben. Mir nachfolgen, heißt, es gibt Hoffnung und Zukunft. Auch wenn die Anzeichen oft dagegen sprechen. Und es gibt auch Verlust und Trauer und Krieg und Zerstörung. Aber wenn das Weizenkorn in die Erde gelegt wird und stirbt, dann wird es viel Frucht bringen. Und das ist die feste und tröstliche Zusage, die Jesus uns gibt. Er sagt Wird, nicht kann oder vielleicht. Sondern: es wird Frucht bringen.
Und Jesus lädt uns ein, oder besser fordert uns auf, in unserer Welt Hoffnung zu säen. Da, wo wir leben. Wir als Jesu Nachfolgerinnen und Nachfolger können, oder besser sollen schauen, wo wir Hoffnung säen können. Im Kleinen wie im Großen. Und dann schauen, was daraus wird. Das liegt dann nicht mehr in unserer Hand. Aber die Verheißung Jesu gilt: Das Weizenkorn, das in die Erde gelegt wird, wird Frucht bringen. Dreißigfach, Sechzigfach, Hundertfach …

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