mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 4489 - Wed., 07 Jan 2015

''Der liebe Gott sieht alles''

Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel

Psalm 17,8


Gott sieht uns, ja er sieht wirklich alles: was du tust und lässt, was du denkst und redest, wo du gerade bist und wie du lebst. Glaube ja nicht, du könntest dich seinem Blick entziehen! Stets verfolgt er dich ... er kennt dich besser als du dich selbst ... jederzeit prüft er dich ...
Kennen wir diese Sätze nicht?
Ja, leider ist es so, dass vielen Menschen Gott mit solchen Sätzen madig gemacht wurde – und teilweise geschieht das noch heute. An einen solchen Gott zu denken ist wirklich unangenehm. Weil man den Eindruck bekommt, dass er wie ein Geheimdienstler hinter dir her ist und dich ständig argwöhnisch beobachtet nur um den Augenblick zu erwischen, an dem du dich daneben benimmst. Tja und dann gnade dir Gott, wie man so schön sagt ...
Dass sich Menschen Gott so vorstellen, liegt wohl daran, dass es in der Bibel tatsächlich viele Stellen gibt, die man so missverstehen kann. Da ist zum Beispiel davon die Rede, dass Gott ganz nahe bei uns ist und ganz tief in uns hineinschauen kann, sogar bis in unser Herz, wo sich unsere intimsten Gefühle befinden, die wir vor anderen – und manchmal sogar vor uns selbst – verstecken. So eine Vorstellung von Nähe kann schon beklemmend sein.
Aber ich glaube, dass hier Gott zu unrecht verkleinert und die Sicht auf ihn und sein bei uns sein verengt wird. Also auf ein Neues: Gott sieht alles – das stimmt schon. Aber nicht, um uns zu beobachten, sondern um uns liebevoll zu begleiten! So verstanden ist Gottes Nähe überhaupt nichts einengendes, sondern befreiend, weil sie mir die Angst im Leben nimmt, alles allein durchstehen zu müssen - gerade weil ich darauf vertrauen kann, dass da jemand ist, der mich kennt und mich manchmal besser versteht als ich mich selbst. Dass wir damit nicht in Ketten gelegt werden, macht auch der zweite Teil des obigen Psalmverses deutlich. Der lautet nämlich: „Beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.“ Das ist – wie ich finde – ein tolles Bild. Denn es bedeutet: Wenn du Gott brauchst, kannst du dich bei ihm bergen, bei ihm verkriechen. Aber wenn du fliegen willst, hält er dich nicht zurück.
Ich wünsche Euch allen, dass ihr dieses Gefühl erleben und spüren könnt - jeden Tag eures Lebens.

()


Bei Fragen und Anregungen scheut euch nicht, mir eure Meinung per email zu schicken!

 

homepage tracker