mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3119 - Fri., 08 Apr 2011

Wenn nichts mehr geht

''Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so mag er bitten und Gott wird ihm das Leben geben - denen, die nicht sündigen zum Tode. Es gibt aber eine Sünde zum Tode; bei der sage ich nicht, dass jemand bitten soll''.

1. Johannes 5,16


Jede Sünde führt letztlich zum Tod, ebenso wie jede vergebene Sünde zum Leben führt (Römer 5,21). Damit muss nicht unbedingt auch immer der Erhalt des irdischen Daseins gemeint sein, wie man an diesem Text im 1. Johannesbrief erkennt. Es geht nicht um jemanden, der etwas so schlimmes getan hat, daß Gott ihm nicht mehr vergeben könnte, selbst wenn er wollte. Das würde auch im Gegensatz zu dem stehen, was wir in Jesaja 1,18 lesen: ''So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden''. Mose hat einen Menschen getötet, David hat Ehebruch begangen und dafür gesorgt, daß der betrogene Ehemann stirbt, Paulus hat die Gemeinde bis aufs Blut verfolgt, Petrus hat Jesus verleugnet etc. Das alles wurde ihnen vergeben, wenn sie auch die Konsequenzen davon zu tragen hatten. Es war keine Sünde zum Tod. William McDonald hat dazu folgendes geschrieben: ''Eine letzte Erklärung könnte sein, daß es sich hier um die Sünde des Abfalls handelt, und wir glauben, daß diese Erklärung am besten in den Zusammenhang paßt. Ein Abgefallener ist jemand, der die großen Wahrheiten des christlichen Glaubens gehört hat, intellektuell überzeugt worden ist, daß Jesus der Christus ist, sich sogar zum Christentum bekennt, obwohl er niemals wirklich gerettet worden ist. Nachdem er das Gute des Christentums geschmeckt hat, wendet er sich vollkommen davon ab und weist den Herrn Jesus Christus von sich. In Hebräer 6 lesen wir, daß dies die Sünde ist, die zum Tod führt. Diejenigen, die diese Sünde begehen, haben keinen Ausweg mehr, weil sie »für sich den Sohn Gottes wieder gekreuzigt und dem Spott ausgesetzt haben«''. Es geht also darum, ob jemand von neuem geboren ist (was etwas anderes darstellt als intelektuell überzeugt zu sein) oder eben nicht. Daran hängt es letztlich. In Markus 3, 28-29 steht: ''Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden sollen den Menschenkindern vergeben werden, auch die Lästerungen, womit sie lästern; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist einem ewigen Gericht verfallen''.

Diese Willensäußerung eines Menschen geht klar in die Richtung, daß jemand (ein Gläubiger, aber nicht von neuem Geborener) dem Teufel das zuschreibt, was allein Gott bewirkt hat. So geschehen wie in Lukas 11,15 beschrieben, was die Sünde gegen den Heiligen Geist ist, aber nicht die Sünde zum Tod. Man kann auch sterben aufgrund einer Sünde, und dennoch gerettet sein. So geschehen in 1. Korinther 5, 1-5 wo Paulus einem in eine schlimme Sünde gefallenen Gläubigen zu verstehen gibt, daß er sein irdisches Leben eingebüßt hat, entsprechend ''... soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn''. Das war also keine Sünde die unverzeihlich war, aber eben eine irdische und sofortige Konsequenz nach sich zog. Möglicherweise auch zum Schutz vor einem selbst. Wenn das Verhalten eines Christen im eigenen (weiteren) Leben mehr Schaden würde (sich und anderen) als helfen, und Aussicht auf Besserung und Heilung nicht gegeben wäre, dann wird die Sünde zum Tod Realität. So hart wie es sich anhört, auch hier würde der leibliche Tod so einem Menschen letztlich zum Guten mitwirken (Römer 8,28). In einem weiteren Kommentar war zu lesen: ''Wenn Gott in seinen Regierungswegen den leiblichen Tod eines Gläubigen beschlossen hat, dürfen und sollten wir nicht um eine Verlängerung seines Lebens bitten. Das schließt nicht aus, dass wir für den Betreffenden in allgemeinere Weise beten könnten. Bitten, dass die Person diese Zucht aus der Hand Gottes annehmen kann, in Frieden heimgehen darf, Gott in diesen besonderen Umständen die Ehre gibt und so weiter, sind sicher möglich''. Für manche ist es dann tatsächlich so, daß sie ''im Frieden'' einschlafen durften, auch wenn der Grund dafür weniger erfreulich war.



Bildquelle: http://www.pixelio.de/

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