mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 2879 - Wed., 11 Aug 2010

Durchsetzungsvermögen

''Und ich wandte mich um und sah unter der Sonne, daß nicht die Schnellen den Wettlauf gewinnen, noch die Starken die Schlacht, daß nicht die Weisen das Brot erlangen, auch nicht die Verständigen den Reichtum, noch die Erfahrenen Gunst, denn sie sind alle von Zeit und Umständen abhängig''.

Prediger 9,11


Das irdische Leben ist nicht logisch. Vor allem nicht als Christ. Die Rechnungen die wir aufmachen, führen nicht selten eben nicht zum gewünschten Ergebnis. Und wenn es doch so kommt, stehen wir in Gefahr, dies dann auf unsere eigenen Planungen, Recherchen, Beziehungen, Organisationen und unsere Talente zu beziehen. Man sagt leicht daher, daß alles von Gott kommt, aber wenn das mehr als nur ein Lippenbekenntnis sein soll, müssen wir diese Hilfe und den Willen Gottes auch als Ziel im Herzen haben. Nicht das Menschliche ist entscheidend sondern das Göttliche und Gottgegebene. Nicht meine Leistungskraft führt zum Ziel, sondern genau das, worüber wir nicht verfügen - Gottes Segen und Wirken. Auch Salomo, der über enorm viel Weisheit verfügte, kommt zum Ergebnis, daß es auf die Umstände ankommt wie ein Glaubensleben verläuft, und nicht auf Reichtum, Klugheit oder Kraft. Martin Luther hat einmal geschrieben: ''Es soll jeder in seinem Stande arbeiten; aber das Stündlein des Wohlgeratens will sich Gott vorbehalten und soll uns verborgen sein''. Gott ist der HERR über die Umstände in der Welt und auch in meinem persönlichen Leben. Das bedeutet sicherlich nicht, daß Gott immer mit allem einverstanden ist was Menschen (und auch Gläubige) so tun und zulassen, aber alles was passiert, muss zuvor an Gott vorbei. Was wir zu leisten imstande sind, sollen wir tun. Gott hat jedem Christen auch Gaben und Talente mitgegeben, die er einsetzen darf und sollte. Aber etwas zu haben, bedeutet nicht nach Lust und Laune darüber verfügen zu können. Gott ist in allem was er tut, zulässt, bewirkt und verhindert immer souverän und gerecht. In 1. Korinther 12, 4-7 steht: ''Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist; auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr; und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum (allgemeinen] Nutzen verliehen''. Gott wirkt alles in allen - das ist die Kernaussage. Nicht die Gabe ist es, sondern der Geber. Und ebenso sind es nicht die Dinge die wir vorantreiben, die zum Ziel und Erfolg führen, sondern letztlich (wenn es so kommen darf) das Wirken Gottes.

Auch das Geborenwerden und Sterben hat seine Zeit (Prediger 3,2). Noch deutlicher kann uns Gott eigentlich nicht zeigen, daß wir machtlos sind und eben nicht ''jeder seines eigenen Glückes Schmid ist'', wie ein Sprichwort sagt. In Sprüche 16,9 lesen wir: ''Das Herz des Menschen denkt sich seinen Weg aus, aber der Herr lenkt seine Schritte''. Es ist nicht verboten sich seine Wege auszusuchen und Entscheidungen zu treffen und auf etwas hinzuarbeiten, aber wenn es nicht Gottes Wille ist, wird es nicht gelingen oder früher oder später scheitern. Solche Erfahrungen hat wohl schon jeder Gläubige machen müssen. Aber letztlich (auch wenn es manchmal schmerzt) kann uns nichts Besseres geschehen, als daß Gott auf uns aufpasst und unsere Schritte lenkt und seinen Willen durchsetzt und uns somit auch erzieht. Der Text in Hebräer 12, 6-8 macht das deutlich: ''Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.« Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne''! Wer ein Christenleben lebt, wo es scheinbar immer nur geradeaus geht und jedes Hindernis im Flug überschritten wird, macht denjenigen eher frag- und unglaubwürdig. Ein Sprichwort sagt: ''Ein Leben in großen Sprüngen, ist wie ein Sack mit Löchern!'' Probleme und Anfechtungen sind einerseits nicht schön, aber auf der anderen Seite auch ein klares Signal von oben, daß wir nicht allein gelassen sind und wir in einem göttlich-dynamischen Prozess stecken, der uns letztlich hilft und zum ewigen Ziel bringt. Darüber dürfen wir uns freuen - Jakobus 1, 2-4: ''Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt, und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt. Die Geduld aber soll ihr Werk tun bis ans Ende, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und kein Mangel an euch sei''.

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