Die Entdeckung der Schrift Teil A -|- Andacht von Gundi Hornbruch (Daily-Message-Archiv, 09. Feb 2022)

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Andacht Archiv-Nr. 7079

für den 09. Feb 2022 - Autor:

Die Entdeckung der Schrift Teil A

Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander!

Kolosser 3,16 *©*
 

Eine Geschichte aus dem Buch „Streit im Regal“, Seite 16, in der man sich in den Meinungen der verschiedenen Büchern wiedersehen kann.
„Es war einer jener kalten, grauen Januarnächte, in denen kein Stern zu sehen ist. Schwere Schneeflocken schwebten langsam zu Boden und blinkten im fahlen Licht einer Straßenlaterne kurz auf, und manchmal heulte der Wind unheimlich um die Häuserecken. Im Innern der alten Bibliothek verbreitete ein alter Kanonenofen eine gemütliche Wärme. In langen Reihen standen unzählige Bücher, dicke und dünne, alte und gerade neu erschienene, solche mit vielen Bildern und welche ganz ohne. Es gab sogar ausländische Bücher in so ausgefallenen Sprachen und Schriften, dass man nicht sicher wusste, ob es überhaupt jemanden gab, der sie lesen konnte. Aus dem obersten Regal war plötzlich ein seltsames Geräusch zu hören. Es stammte von einem Sportbuch, das gewöhnlich als erstes erwachte und mit seiner Frühgymnastik begann. Rhytmisch begann es unter kernigem „Eins-zwei, eins-zwei“ seine Einbände auseinander zu schlagen. Der Lärm weckte nach und nach die anderen Bücher, die laut gähnten und sich ebenfalls streckten, was einen ziemlichen Lärm machte, wie Ihr euch sicher vorstellen könnt. „He Kameraden“, ertönte eine Stimme aus einer der unteren Reihen, „soll ich euch mal erzählen, wie das war anno 14?“ Das war das alte Buch über den ersten Weltkrieg, das allen mit seinen Histörchen, die sie mittlerweile auswendig kannten, auf die Nerven, beziehungsweise Seiten fiel. „Verschon uns, Alterchen, keinen Bock darauf!“ erwiderte scharf ein junges alternatives Buch aus dem linken Regal. Es sah etwas abgerissen aus, war auf grauem Papier gedruckt und steckte in einem leuchtend grünen Einband. „Was glaubst du junger Lümmel überhaupt...“, gab das alte Buch» zurück und sofort erhob sich ein lautes Geschnattere, und Gezanke. Die alte Bibel versuchte zu vermitteln, doch niemand hörte ihr zu. Als die beiden Streithähne schließlich versuchten, sich gegenseitig aus dem Regal zu werfen, stürzten sie beide hinab und stritten auf dem Boden weiter. „Immer dieses Gezänke von dummen, ungebildeten Büchern“, bemerkte ein dickes Lexikon. „Bilde du dir nur nichts auf deine Bildung ein!“ schrie aufgeregt ein schmales Taschenbuch, das ein wenig als Außenseiter galt, weil es nur einen dünnen Kartoneinband hatte. Einige behaupteten, es sei gar kein richtiges Buch. Augenblicklich entspann sich eine Auseinandersetzung um die bessere Bildung. „Es gibt doch wichtigere Dinge“, begann die alte Bibel, doch ein Philosophiewerk, das für seine Arroganz bekannt war, schnitt ihr das Wort ab. „Sie können da nicht mitreden. Ihnen fehlt der geistige Weitblick und die wissenschaftliche Ausrichtung und überhaupt!“
Die alte Bibel verstummte. „Sei doch nicht immer so grob“, warf ein Naturbuch - es war mit dem Alternativen befreundet - ein, „soll doch ein jeder so existieren, wie er will, natürlich und frei!“ „Ich verstehe das alles nicht“, meldete sich das schüchterne Handarbeitsbuch vom Regal gegenüber, „mich interessiert das alles auch gar nicht. Ich möchte doch nur meine Ruhe haben.“ Die alte Bibel jedoch schwieg. Langsam dämmerte der Morgen und als der erste Sonnenstrahl in die Bibliothek fiel, war es vollkommen still. Stumm standen die Bücher in ihren langen Reihen da.
Die alte Bibel jedoch erreichte an jenem Morgen ihr Ziel. Sie wusste nicht, wie ihr geschah. Sie wurde plötzlich emporgehoben in höchste Höhen, sie erlebte die Erfüllung ihrer Träume: sie wurde gelesen.“
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Genau darum geht es Paulus im Brief an die Kolosser. Kolosser 3, Vers 16: Das Wort Christi wohne mit seinem ganzen Reichtum bei euch. In aller Weisheit belehrt und ermahnt einander! Singt Gott Psalmen, Hymnen und geistliche Lieder in Dankbarkeit in euren Herzen! Es geht um das Wort. Es geht um die Schrift. Ich muss oft in die Freundebücher meiner Schüler schreiben. Es sind nicht mehr die Poesiealben von früher, sondern es stehen dort Fragen, die man beantworten soll. Dort steht auch die Frage: Dein Lieblingsbuch. Ich schreibe dann immer: Die Bibel

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