Ehre oder Schande? Teil 1 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 03. Oct 2021)

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Andacht Archiv-Nr. 6950

für den 03. Oct 2021 - Autor:

Ehre oder Schande? Teil 1

'Wenn jemand predigt, dass er's rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er's tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Sein ist die Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.''

1. Petrus 4,11 *©*
 

Ein Philosoph bezeichnete die Ehre als eine ''objektive Meinung anderer über unseren Wert, aber auch die Furcht vor dieser Meinung''. Letzteres kann man dann auch als ''zweifelhafte Ehre'' bezeichnen. Dann nämlich, wenn man zu Unrecht Anerkennung und Lob erhält oder schamlos übertrieben wurde. Wenn jemand stirbt wird er oft am Grab geehrt, besonders sogenannte Kriegshelden. Aber was hat man davon wenn man tot ist? Es gibt auch eine gesellschaftliche Form der Ehre die bei manchen Zeitgenossen in Ehrsucht ausarten kann. Personen des öffentlichen Lebens schmieren sich gerne gegenseitig ''Honig um den Mund'' und haben am meisten Panik davor, ihr Gesicht zu verlieren wenn die eingebildete Ehre verletzt wird. Das Gegenteil von Ehre ist Schande. Die Bibel kennt beides. Jesus suchte in dem was er tat und darstellte nicht seine eigene Ehre sondern die seines (und unseres) himmlischen Vaters. Er wusste wohl um die Schande die ihn am Kreuz erwartete, aber er achtete sie gering und erduldete die Kreuzigung um unseretwillen. In Hebräer 12, 1-3 steht: „Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und lasst uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat. Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert“! Den Mut verlieren wir ja tatsächlich desöfteren. Besonders wenn wir von Menschen enttäuscht werden, Dinge nicht funktionieren. Und auch wenn Arbeit sich scheinbar nicht lohnt, Bemühungen sich in Luft auflösen, man persönlich den Eindruck hat, daß man Gott viel zumutet mit einem selbst und seiner Widerspenstigkeit und Probleme nicht beseitigt werden können etc. In Philipper 3,17-21 schreibt Paulus: „Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt. Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann“.

Wenn unsere Ehre gleichzeitig unsere Schande ist, dann haben wir einiges alles falsch gemacht. Und dann stellt sich auch die Frage, ob wir überhaupt Christen sind? So uns aber unsere Schwachheiten und unser Fehlverhalten bewusst wird und wir seelisch darunter leiden, besteht sicherlich Hoffnung auf Besserung und die Gnade Gottes wird uns auch nicht verlassen. Aber leider gibt es auch andere Menschen, die das Privileg des Glaubens (die Ehre) mit einem Freifahrtschein für alle Sünden gleichsetzen und letztlich Schande ernten werden. William McDonald schreibt hierzu: „Der Apostel beschreibt diese Menschen nicht näher. Ob es sich bei ihnen um die jüdischen Irrlehrer handelte..., oder um sogenannte »christliche Lehrer«, die sich dem Liberalismus verschrieben hatten, und die Gnade als Entschuldigung ihres Sündenlebens missbrauchten, sagt er uns nicht genau. Paulus hat die Heiligen schon vorher vor diesen Männern gewarnt, und er tut es nicht ohne »Weinen«. Aber warum Tränen mitten in einer solchen Anklage? Weil diese Männer solchen Schaden in den Gemeinden Gottes anrichteten. Wegen der vielen Menschen, die sie ruinierten. Wegen der Schande, die sie über den Namen Christi brachten. Weil sie die wahre Bedeutung des Kreuzes Christi verschleierten. Ja, und auch, weil echte Liebe auch dann noch weint, wenn sie die »Feinde des Kreuzes Christi« bloßstellen muß, so wie der Herr Jesus über die Mörderstadt Jerusalem weinte. Diese Männer waren zum ewigen Verderben bestimmt. Das bedeutet nicht, daß sie »vernichtet«, sondern für immer durch den Richterspruch Gottes in den Feuersee verbannt würden. Ihr »Gott« war »der Bauch«. Alle ihre Handlungen, sogar ihr sogenannter »Dienst für Gott«, war auf Essen (und wahrscheinlich Trinken) ausgerichtet, um ihre leibliche Gier zu befriedigen. F. B. Meyer beschreibt diese Männer mit Scharfblick: »Es gibt in ihrem Leben keine Gemeinde. Alles ist für sie eine Küche.« Ihre »Ehre« lag »in ihrer Schande«. Sie rühmten sich genau dessen, dessen sie sich schämen sollten – ihre Nacktheit und ihr unmoralisches Handeln. Sie beschäftigten sich nur mit dem »Irdischen«. Was bei ihnen zählte, war Essen, Kleidung, Ehre, Bequemlichkeit und Vergnügen. Ewiges oder Himmlisches konnte sie nicht bei ihrem Wühlen im irdischen Dreck stören. Sie handelten, als ob sie ewig auf dieser Erde leben könnten“.

Fortsetzung morgen...

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