Wider dem schlechten Gewissen 2 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 16. Jul 2021)

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Andacht Archiv-Nr. 6871

für den 16. Jul 2021 - Autor:

Wider dem schlechten Gewissen 2

''Nehmt den Schwachen im Glauben an, ohne über Gewissensfragen zu streiten. Einer glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, der isst Gemüse. Wer isst, verachte den nicht, der nicht isst; und wer nicht isst, richte den nicht, der isst; denn Gott hat ihn angenommen. Wer bist du, dass du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden; denn Gott vermag ihn aufrecht zu halten“.

Römer 14, 1-3 *©*
 

William McDonald schreibt: „Ein »schwacher« Christ ist jemand, der unbegründete Skrupel wegen irgendwelcher Fragen zweitrangiger Bedeutung hat. In diesem Zusammenhang ging es dabei oft um bekehrte Juden, die sich noch immer vor nicht koscherem Essen ekelten und nicht wagten, samstags zu arbeiten. Das erste Prinzip ist folgendes: Ein »schwacher« Christ sollte in die Ortsgemeinde aufgenommen werden, doch nicht, um mit ihm über seine »zweifelhaften Fragen« zu diskutieren. Christen können frohe Gemeinschaft miteinander haben, ohne sich in unwichtigen Fragen einig zu sein. Ein Gläubiger, der sich der vollen christlichen Freiheit erfreut, hat den Glauben, daß nach der Lehre des Neuen Testamentes »alle« Speisen rein sind. Sie werden durch das Wort Gottes und das Gebet geheiligt (1. Tim 4,4.5). Ein Gläubiger mit einem schwachen Gewissen könnte in dieser Beziehung etwa Probleme haben, Schweinefleisch, oder überhaupt Fleisch zu essen. Er könnte z. B. Vegetarier sein. Deshalb gilt das zweite Prinzip, daß man einander ertragen soll. Der reife Christ darf den Schwachen nicht »verachten«, der Schwache soll niemanden als Sünder »richten«, wenn er Schinken, Krabben und Muscheln ißt. »Gott hat ihn« in seine Familie »aufgenommen«, und zwar als vollständiges Mitglied. Das dritte Prinzip ist, daß wir kein Recht haben, übereinander zu Gericht zu sitzen, weil jeder Gläubige ein »Hausknecht« des Herrn ist, und nicht sein Meister. Nur von seinem »eigenen Herrn« wird er gebilligt oder nicht gebilligt dastehen. Man mag mit eisiger Herablassung auf jemanden herunterschauen und sicher sein, daß jener wegen seiner Glaubensansichten Schiffbruch erleiden muß. Doch solch eine Haltung ist falsch. Gott wird Menschen auf beiden Seiten dieses Problems unterstützen. Seine Macht, das zu tun, reicht völlig aus''. Ich kann das Maß des Glaubens und meinen Charakter (es gibt auch einen Charakter des Glaubens) nicht einfach auf andere gläubige Menschen übertragen. Und manchmal wäre das ja auch nicht unbedingt vorteilhaft. In Römer 12, 3-8 steht: „Denn ich sage kraft der Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern dass er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott jedem Einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Denn gleichwie wir an einem Leib viele Glieder besitzen, nicht alle Glieder aber dieselbe Tätigkeit haben, so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, und als einzelne untereinander Glieder, wir haben aber verschiedene Gnadengaben gemäß der uns verliehenen Gnade; wenn wir Weissagung haben, [so sei sie] in Übereinstimmung mit dem Glauben; wenn wir einen Dienst haben, [so geschehe er] im Dienen; wer lehrt, [diene] in der Lehre; wer ermahnt, [diene] in der Ermahnung; wer gibt, gebe in Einfalt; wer vorsteht, tue es mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit“! Grundsätzlich sind Menschen natürliche Wesen.

Das hat zur Folge, daß sie dem Glauben an Gott nicht wirklich etwas abgewinnen können und die Wahrheit nicht sehen (1. Korinther 2,14). Den Sinn und sozusagen ''die Antenne'' für die geistliche Welt und Realität bekommen wir durch die Erwählung und Neugeburt. Nicht wir haben Gott gesucht, gefunden und erwählt sondern genau umgekehrt (Johannes 15,16). Von daher hat Gott sich jeden Gläubigen einzeln aus seinem ewigen Ratschluss heraus erwählt. Verstehen können wir das zwar nicht, aber im Glauben so annehmen schon. Das sollten wir anerkennen und uns so verhalten, daß es dem Anderen dient, ihn aufbaut und fördert und eben nicht überfordert, provoziert und verärgert. In Philipper 2, 1-4 steht: „Gibt es nun [bei euch] Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen, so macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid. Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des anderen“. Allerdings dürfen wir hierbei nicht außer acht lassen, daß gläubige Menschen eine Entwicklung durchmachen und wachsen (stark werden). Hierbei können wir uns helfen aber auch schaden (schwach machen). Es gibt Christen, die haben viel innere Freiheit und leben das auch aus und teilen sich mit. Sie wollen etwas bewegen. Das ist in Ordnung. Andere sind eher zurückhaltend und stille Beobachter was auch seine Berechtigung haben kann. Jeder prüfe sich selbst und diene Gott wie es ihm möglich ist. Wer ''stark'' ist, ist nicht verkehrt ebenso wie der, der ''schwach'' ist. Stärke im Glauben sollte kein Anlass für Kritik sein oder gar von den Schwachen verurteilt werden. Im Gegenteil. Man kann nämlich auch als Schwacher den Starken unnötigerweise in manchen Situationen ein schlechtes Gewissen machen. Reife, Weisheit, Festigkeit, Kraft, Freiheit und Mut kommen letztlich nur von Gott und durch seinen Heiligen Geist. Wer stark ist, weiß das mitunter gar nicht oder ist sich seiner Schwachheit so sehr bewusst, daß er sich stets glaubend und vertrauend an Jesus hält, so daß er dann auch stark ist im HERRN.

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