Tatsächlich Liebe? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 10. Feb 2018)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5619

für den 10. Feb 2018 - Autor:

Tatsächlich Liebe?

„Wer nicht liebt, der hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe“

1. Johannes 4,8 *©*
 

Liebe, die untätig ist und nur in sich selbst ruht, würde den Sinn ihrer Existenz verlieren. Sie wäre nur ein Gefäß ohne Inhalt. Darum lesen wir in unserem Text eben folgerichtig, was diesen Inhalt sozusagen am Leben erhält und der Liebe eben nicht nur einen Namen, sondern auch einen praktischen Bezug gibt. Gott ist darum die Liebe, weil er nicht nur das Richtige macht, sondern weil er es mit Liebe macht. Gott ist nicht pragmatisch, sondern in ihm ist die Fülle und die Macht und der Wille uns das Beste zu geben. Bewiesen hat Gott das durch seine Menschwerdung und daß er durch den geliebten Sohn unsere Sündenschuld ans Kreuz getragen hat. In Johannes 15,13 steht: „Keiner hat mehr Liebe als daß er sein Leben für seine Freunde lässt“. Mehr Praxis geht nicht – Liebe ist stark wie der Tod und überwindet ihn sogar. Gott kommt es nun tatsächlich auf unsere Einstellung an (nämlich warum wir etwas tun oder nicht) und nicht auf formelle Handlungen. Christ zu sein ist kein Job, sondern eine Lebenseinstellung. Sogar ein Glaube der Berge versetzen könnte, wäre sinn- und zwecklos ohne diese ausschlaggebende Einstellung der Liebe. Wie kann man das nun genauer verstehen? Ist es denn nicht der Glaube den Gott fordert? Heißt es nicht in Hebräer 11,6, daß wir Gott ohne Glauben nicht gefallen können? Ja, stimmt, aber Glaube ist eben mehr als nur ein zweckmäßiges Fürwahrhalten. Mehr als etwas nur zu akzeptieren. Es ist Ausdruck einer von Liebe und Wahrheit getragenen ewigen Beziehung. Durch die Liebe wird der Glaube erst zum Glauben. Glauben bedeutet soviel wie liebevolles Vertrauen. Nicht weniger. Glaube ohne Liebe wäre dann tatsächlich wie ein tönendes Erz und eine klingende Schelle (1. Korinther 13,1).

Mit diesem Bild sind vermutlich Schlag- oder Lärminstrumente gemeint, auf denen man keine Melodie spielen kann. Im übertragenen Sinne wird diese Formulierung dafür verwendet, wenn einer zwar schön formulierte oder großspurige Reden führt, aber im Grunde nichts zu sagen hat. Da ist nur unharmonischer Krach, der einem irgendwann ziemlich auf die Nerven geht und alles andere als Liebe zur Folge hat. Eher unliebsame Folgen! Alle Geheimnisse zu wissen (wie es in 1. Korinther 13,2 heißt), wäre schon eine spannende Sache. Wer würde nicht gerne den totalen Durchblick haben und alles erkennen, was verborgen ist? Gott weiß alles, aber das allein macht ihn nicht zu dem, der ER ist und auch sein will. Allmächtig zu sein, aber keine Liebe zu haben, wäre fatal und eine kaum zu beschreibende, unerträgliche Last und die pure Verzweiflung – absolute Hoffnungslosigkeit. Der Teufel hat Macht ohne Liebe! Ein allmächtiger, allwissender und allgegenwärtiger Gott ohne Liebe, wäre ein durch und durch zynischer, egoistischer und grausamer Tyrann. Nicht auszudenken, wie es uns dann als Menschen gehen würde. Es ist klar, was gemeint ist in Bezug auf Liebe. Alle Macht (und sei sie noch so groß) wäre ohne Liebe nutzlos und bedeutungslos. Sie würde uns schaden und nicht helfen. Aber Liebe will genau das Gegenteil. Liebe bedeutet: Das höchste Wohlsein des anderen aktiv wollen - und auch tun! Liebe braucht also ein Gegenüber um sich definieren zu können. Liebe, die nur ins kalte Weltall gepustet wird, und sich in irgendwelchen schwarzen Löchern und der Unendlichkeit verirrt, und letztlich sich auflöst, ist so sinnvoll und erbaulich, wie großer Reichtum, ohne Aussicht sich je etwas kaufen zu können. Liebe will sich verschenken. Und wenn nun ein allmächtiger Gott, der die Liebe ist, uns begegnet, was dürfen wir erwarten? Wie sollten wir darauf reagieren? Das solltet ihr euch selbst beantworten.

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