Sind wir böse? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 29. Oct 2016)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5150

für den 29. Oct 2016 - Autor:

Sind wir böse?

''So schlecht wie ihr seid, wisst ihr doch, was gute Gaben für eure Kinder sind, und gebt sie ihnen auch. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten''.

Matthäus 7,11 (NeÜ) *©*
 

An dieser Frage hängt vieles, wenn es darum geht, wirklich zu begreifen, warum Gott absolut im Recht wäre, wenn ER uns Menschen richten und verloren gehen lassen würde. Nicht wenige sind regelrecht empört und greifen einen an, wenn man behauptet, daß der Mensch böse ist. Sie verweisen auf die Unschuld eines Babys und darauf, daß Menschen doch auch sehr nett und liebevoll sein können. Letzteres bestreitet ja auch keiner. Dennoch sollten wir als Christen nicht nur Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apostelgeschichte 5,29) sondern Gott auch mehr glauben als den Menschen. In der Bibel steht in 1. Mose 8,21: ''Alles, was aus seinem Herzen kommt, ist ja böse – von seiner frühesten Jugend an. Nicht noch einmal werde ich alles Lebendige auslöschen, wie ich es tat''. Auch wenn ein Kleinkind noch nicht begreifen kann, was in ihm steckt und zu was es später in der kommenden Praxis fähig ist, ist es nicht gut oder unschuldig. Durch die Sünde Adams und Evas sind wir Menschen bis heute betroffen. In Römer 5,15 steht: ''Doch die Begnadigung ist nicht einfach ein Gegenstück für die Übertretung. Denn wenn die Übertretung eines Einzigen der ganzen Menschheit den Tod brachte, so wird das durch die Gnade Gottes mehr als aufgewogen, denn die ganze Menschheit wird durch die Gnade eines einzigen Menschen, nämlich durch Jesus Christus, überaus reich beschenkt''. Hätte Jesus Christus am Kreuz sein Leben gegeben, wenn der Mensch doch im Kern gut ist? Das ergibt keinen Sinn. Paul Washer fragte einmal rhetorisch: ''Ist der Mensch radikal verdorben? Das ist die einzigste Frage die du dir stellen solltest''. Von dieser Grundlage aus, können wir die Gnade, die Erwählung und das Evangelium viel eher verstehen, als wenn wir nicht davon überzeugt sind tatsächlich radikal verdorben zu sein - nach Gottes Maßstäben. Ich denke daß zum Beispiel eine Lüge böse ist, weil sie einem vom Guten, nämlich der Wahrheit, abhält. Der Unglaube ist das annehmen von Lügen und falschen ''Tatsachen'' - und der Unglaube mit all seinen Folgen, ist die Essenz der Sünde, die so viel wie ''Zielverfehlung'' bedeutet. Alles was nicht von Gott kommt ist böse und sündig. Man kommt nicht gläubig auf die Welt, sondern ungläubig. Darum müssen wir uns auch bekehren, um von der Finsternis (der Gottesferne, der Lüge und dem sinnlosen Leben) ins Licht (dem Glauben, der Wahrheit und der Sündenvergebung) zu gelangen. Gott bestraft keinen Sünder weil er das eben ist, sondern nur dann, wenn er es bleiben will und sich für einen autonomen ''Gutmenschen'' hält.

Was die Gesellschaft mit dem Begriff ''Sünde'' macht, ist ihn durch den Humanismus zu relativieren und Gott dadurch einfach nicht ernst zu nehmen. Man spricht dann von einer schwarz-weißen Ideologie der Vorfestlegung und Unsachlichkeiten. Aber das Recht die Dinge zu benennen wie sie sind, hat eben derjenige, der die Menschen ins Dasein rief und sie genauestens kennt - Gott! In dieser Welt gibt es Krieg, Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Betrug, Ehebruch, Geiz, Gier, Stolz, Kinderschändung, Lügen, Hochmut, Eitelkeit, Unglaube, Egoismus u.v.m. Und das kommt alles aus dem bösen Herzen des Menschen (Markus 7,21). Leider gibt es auch Menschen die an Gott glauben, aber nicht wirklich von ihrer grundsätzlichen Bosheit und Schlechtigkeit überzeugt sind. B. Manning sagte einmal: ''Nicht für die Prostituierten und Zöllner ist die Umkehr am schwersten, sondern für die Frommen, die meinen sie hätten es nicht nötig''. Wir haben ein krankes Herz, ob uns das nun immer so bewusst ist oder nicht. Martin Luther suchte seinerzeit einen ''gnädigen Gott'', weil er unter der Last Gott gemäß zu leben und ihm zu gehorchen fast zerbrochen ist. Dann las er im Römerbrief, Kapitel 3, 22-26: ''Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugutekommt, die glauben. Da ist kein Unterschied zwischen Jude und Nichtjude, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Doch werden sie allein durch seine Gnade ohne eigene Leistung gerecht gesprochen, und zwar aufgrund der Erlösung, die durch Jesus Christus geschehen ist. Ihn hat Gott als Sühnopfer öffentlich dargestellt. Durch sein vergossenes Blut ist die Sühne vollzogen worden, und durch den Glauben kommt sie uns zugut. So hat Gott auch den Beweis erbracht, dass er gerecht gehandelt hatte, obwohl er die bis dahin begangenen Sünden der Menschen ungestraft ließ. Und heute beweist er seine Gerechtigkeit dadurch, dass er den für gerecht erklärt, der aus dem Glauben an Jesus lebt''. Das machte ihn frei und schenkte ihm ein gläubiges Herz. Amen.

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