Ohne Ziehen kein Kommen -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 06. Oct 2016)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5127

für den 06. Oct 2016 - Autor:

Ohne Ziehen kein Kommen

''Da murrten die Juden über ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das vom Himmel gekommen ist, und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josefs Sohn, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wieso spricht er dann: Ich bin vom Himmel gekommen? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murrt nicht untereinander. Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage''.

Johannes 6, 41-44 *©*
 

Ist uns das wirklich stets bewusst, daß wir als Christen (laut Bibel) von Gott zum Glauben gezogen wurden? Und daß dies ja auch gar nicht anders möglich war, um uns zum Kreuz von Golgatha und zur Vergebung der Sünden zu führen!? Dieses Wissen und diese geistliche Erkenntnis, daß es so ist, sollte dann für uns auch weitreichende Konsequenzen in unserem Denken, Fühlen und Glauben bewirken. Vor allem, wenn wir versagen, wider besserer Erkenntnis handeln, sündigen und Fehler machen. Dann fragen wir uns vielleicht, wie das sein kann, daß Gott so jemanden wie mich für wertvoll hält, obwohl ich ihn doch bestimmt oft enttäusche und mich gleich dazu? Da ich ja an Gott glaube und das vielleicht schon viele Jahre, beweist ja, daß ich erwählt wurde (sonst wäre es nicht so und die Bibel würde das nicht erwähnt haben). Und dann bekommt man mitunter die Erkenntnis, daß es absolut wahr ist, was in 1. Korinther 1, 26-29 steht: ''Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme''. Das mit dem ''Rühmen'' würde einem vermutlich kaum in den Sinn kommen, wenn man sein eigenes Versagen sieht. Man wundert sich eher, daß man den Glauben und die Gnade immer noch wertschätzen kann und will - umso mehr, als man einsehen muss, nicht würdig zu sein und die Erlösung bitter nötig zu haben - jeden Tag! Zu wissen tatsächlich erwählt zu sein (laut Epheser 1,4 bevor der Grund der Welt gelegt wurde) lässt einen nur staunen über Gott Gnade und Barmherzigkeit. Dann sind das nicht nur fromme Worte und christliches Vokabular, sondern tiefgreifende persönliche Erlebnisse, die Hand und Fuß bekommen, je mehr man auch sich selbst kennenlernt. Geistliche Einsicht ist absolut ein Geschenk. Umso mehr, wenn das eigene Leben im gefallenen Fleisch, diese unsichtbare Realität mehr und mehr in den Fokus rückt. In 1. Korinther 2,14 steht entsprechend: ''Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden''. So eine Beurteilung geschieht dann eben auch direkt bei einem selbst.

Und wenn man das im Lichte des Heiligen Geistes machen kann, wird aus frommer Theorie dann auch ein praktischer Glaube, der keinen Zweifel an der Gnade Gottes und meiner natürlichen (sündigen) Beschaffenheit zulässt. Der natürliche Mensch ist geistlich mausetod. Würde Gott in seiner Souveränität und Gnade es bei sich selbst nicht beschlossen haben, Menschen zu erretten und zu erlösen, und sie quasi aus ihrem toten Zustand zum Leben zu erwecken, würde kein Mensch selig werden können. Und das wäre sogar gerecht! Wir haben keinen Grund uns darüber eventuell zu beschweren - zu ''murren'', wie im Eingangstext steht. Es ist so, wie wir auch in Johannes 15,16 lesen: ''Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, wenn ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe''. Gott bestimmt! Wir können das in seiner Tiefe nicht greifen und nachvollziehen, aber es ist eine biblische und geistliche Tatsache. Sicherlich wirft diese Thematik noch so manche Fragen auf. Manche meinen auch, sie könnten das kritisieren und fühlen sich veranlasst, mit einem verführerischen (frommen) Humanismus die Schärfe und Klarheit so mancher biblischen Aussage beschneiden und aushöhlen zu können und zu müssen. Aber das ist letztlich gefährlich und antichristlich. Wir müssen (dürfen) es ertragen, wenn Gott so manches (noch) für sich behält und uns sogar zurückpfeift - Römer 9, 20-23. ''Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so? Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen? Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit großer Geduld ertragen die Gefäße des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gefäßen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit''. Seien wir dankbar, besonders wenn wir doch einsehen müssen (trotz aller christlichen Erkenntnisse), immer noch zu allem Bösen geneigt und fähig zu sein. Der Glaube an die Gnade und Erwählung soll und darf uns täglich verändern - dann wird Liebe zu dem, was sie ist: Gottes Wesen und seine Ehre! Amen.

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Diese Andacht gibt es auch in Englisch: Without drawing there is no coming


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