Ausweglos? -|- Andacht von Joseph Gehr (Daily-Message-Archiv, 12. Jan 2016)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4859

für den 12. Jan 2016 - Autor:

Ausweglos?

Die Philister hatten Saul und seine Söhne eingekesselt. Jonatan, Abinadab und Malkischua waren bereits getötet worden, um Saul tobte noch ein erbitterter Kampf. Er wurde von den Pfeilen der Bogenschützen getroffen und verwundet. Da flehte er seinen Waffenträger an: ''Zieh dein Schwert, und töte mich! Sonst bringen mich diese unbeschnittenen Heiden um und treiben ihren Spott mit mir.'' Doch der Waffenträger weigerte sich. Er wagte es nicht, den König umzubringen. Da nahm Saul selbst sein Schwert und stürzte sich hinein. Als der Diener sah, dass sein Herr tot war, ließ auch er sich in sein Schwert fallen und starb zusammen mit dem König. So fielen an diesem Tag Saul, seine drei Söhne, sein Waffenträger und alle seine Männer.

1Samuel 31,2-6 *©*
 

Wer kennt es nicht, das geflügelte Wort von der angeblichen „ausweglosen Situation“? Und wer kennt derartige Situationen nicht auch aus eigenem Erleben? Ja, es gibt Situationen im Leben, da weiß man nicht einfach mehr weiter. Man fühlt sich wie gelähmt und hat große Angst vor dem, was auf einen zukommt. Man spricht dann gerne davon sich in einer „ausweglosen Situation“ zu befinden. Und auch in der Bibel können wir auch von solchen Situationen lesen, wo Menschen nicht mehr weiter wussten. Unser obiger Text handelt von Krieg und Niederlage; wichtiger aber: er beschreibt das Ende Sauls, des ersten Königs von Israel, der in seiner letzten Schlacht Selbstmord begeht – aus Angst, das Opfer der Grausamkeit seiner Feinde zu werden.
Ja, es war wieder einmal Krieg im Land Israel. Die Philister waren ins Land eingefallen und zogen raubend und plündernd umher. Saul rief das Heer zusammen und stellte die Philister zum Kampf. Saul, seine Söhne und Tausende tapferer Männer kämpften verzweifelt um sich der Invasoren zu erwehren. Aber es war aussichtslos, sie hatten keine Chance gegen die Philister anzukommen. Sie waren umzingelt. Saul sah die Niederlage kommen – drei seiner Söhne waren bereits erschlagen worden und er wusste, dass es auch für ihn keine Chance mehr gab, diesen Krieg zu gewinnen bzw. wenigstens aus dieser Schlacht noch lebendig heraus zu kommen.
Was sollte er jetzt tun? An wem sollte er sich festhalten? An Gott und seine Hilfe glaubte er ja schon lange nicht mehr. Von wem sonst aber konnte er erwarten, dass er ihn aus dieser ausweglosen Situation herausholen könnte? Von wem konnte er in dieser Lage erwarten, dass er ihm zur Hilfe eilen, ihm einen Ausweg aufzeigen würde? Saul fühlte sich wie in einer Sackgasse: Umkehren – nicht mehr möglich. Weitergehen – auch nicht mehr möglich. Er sah keine Lösung, keinen Ausweg. Er befand sich in einer – wie es ihm schien – ausweglosen Situation. Eines aber wollte er auf keinen Fall: sich von den Philistern töten oder, noch schlimmer, gefangen nehmen lassen. Da sollte ihn doch lieber jemand anderes töten, nur nicht die Philister. Also befahl er seinem Waffenträger, ihn zu töten der aber wollte das nicht tun, das brachte er nicht übers Herz. Saul zögerte deshalb nicht mehr länger – und stürzte sich in sein Schwert.
Wie wäre Sauls Geschichte wohl ausgegangen, wenn er sich nicht selbst getötet hätte? Wir wissen es nicht und es ist eigentlich müßig, darüber zu spekulieren. Wesentlich ist: Saul sah keinen Ausweg mehr aus seiner Lage. Er wusste nicht, von wem er Hilfe erwarten konnte, denn den Glauben an den Gott Israels, in dessen Namen er König über das Volk Israel war, den hatte er wohl schon lange verloren. Wir als Christen haben es da einfacher: Wir wissen es und glauben es, dass wir in allen Lebenssituationen sicher sein können, dass Jesus bei uns ist und uns nicht nur helfen kann, sondern es auch tun wird. Auch wenn wir selbst es uns nicht vorstellen können, dass es einen Weg aus der Sackgasse gibt – Gott hat viel mehr Möglichkeiten, als wir uns denken können, anscheinend ausweglose Situationen zu bereinigen und uns zum Heil werden zu lassen.

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Diese Andacht gibt es auch in Englisch: Hopelessness?


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