Viele Weltreiche sind schon gekommen und dann irgendwann wieder gegangen, sie zerfielen oder sie wurden von einem anderen Reich besiegt. Heute redet man selten von einem Reich. Es gibt noch das Reich der Mitte und vor gut 70 Jahren hatten wir hier leider das 3. Reich. Heutzutage redet man eher von Staaten oder Mächten.
Und fast alle dieser Staaten und Weltmächte führen auf die eine oder andere Art Krieg. Es wird nach innen oder außen gekämpft, damit der Staat oder die Regierenden ihre Position behalten oder vergrößern können. Auch wir in Europa kämpfen an vielen Fronten mit. Auch innenpolitisch wird hier gekämpft. Gegen die Rechtsextremen und, spätestens seit diesem Silvester, auch gegen kriminelle Migranten. Der Staat muss und will sich für seine Einwohner einsetzen. Unsere Menschenrechte und unsere kulturellen Errungenschaften wollen beschützt werden. Und das geht in unserer menschlichen Welt nur mit Polizei und Militär.
Wie anders ist es doch mit dem Reich Gottes! Jesus sagt, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist. Es ist keine Weltmacht, es ist eine himmlische Macht. Und da herrschen andere Regeln. In Matthäus 26,53 sagt Jesus: ''Oder meinst du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel?'' Gott hätte auf dieser Welt mehr Macht, als alle Armeen zusammen. Aber dies ist nicht sein Wille. Jesus, der König der Könige lässt sich festnehmen, foltern und dann kreuzigen. Das irdische Leben ist nur eine mal schönere, mal schlechtere Zwischenstation. Was danach kommt, das zählt. Hier wird es eine Trennung geben, die, die ihn nicht angenommen haben, werden in die ewige Finsternis kommen und seine Nachfolger werden in der ewigen Herrlichkeit leben. Hier gibt es keinen Kampf, kein Leid und kein Geschrei mehr. Ewiger Friede, wie wir ihn hier auf der Welt nicht kennen, wird dort die ewige Wirklichkeit sein.
Aber noch leben wir hier auf der Erde und stehen in dem Zwiespalt, einerseits unsere Freiheit verteidigen zu müssen und dem Satz Jesu, dass wir auch unsere Feinde lieben sollen. Dies ist eine Gratwanderung, nicht auf der einen oder anderen Seite herunter zu fallen. Auch Gott hat seinem Volk gegen die irdischen Feinde geholfen, aber wichtig ist, dass wir in unserem irdischen Handeln nicht nicht in Hass und Zorn geraten.
Wenn wir hier auf der Erde Gegner haben, sollen wir auch sie mit himmlischen Maßstäben behandeln. Auch der andere ist ein Geschöpf Gottes.
So wünsche ich dir einen gesegneten Tag, mit gesegneten Begegnungen.