Traurigkeit von oben -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 11. Sep 2014)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4371

für den 11. Sep 2014 - Autor:

Traurigkeit von oben

''Denn die von Gott bewirkte Traurigkeit führt zur Umkehr und bringt Rettung. Und wer sollte das jemals bereuen! Nur die Traurigkeit, die nicht zur Umkehr führt, bewirkt den Tod. Bedenkt doch nur, was Gott alles durch eure Traurigkeit erreicht hat! Wie viel guten Willen zeigt ihr jetzt, wie bereitwillig habt ihr euch entschuldigt, und wie sehr bemüht ihr euch zu beweisen, dass ihr euch nicht mitschuldig machen wollt! Jetzt seid ihr über das Vorgefallene empört, wie groß ist eure Furcht vor den Folgen! Ihr wünscht euch sehr, mich wiederzusehen. Eure Entschlossenheit hat dazu geführt, dass der Schuldige bestraft wurde. Ihr habt damit bewiesen, dass diese Sache bereinigt ist.“

2. Korinther 7, 10-11 *©*
 

Reue und Erkenntnis der Sünde ist etwas, was von Gott bewirkt wird - man wird traurig! Man kann sicherlich auch eine Traurigkeit entwickeln, die einen in eine falsche Richtung führt. Das sind dann Menschen, die an ihrer Existenz verzweifeln, keinen Sinn im Leben mehr sehen und geneigt sind, dem Ganzen ein eigenes Ende zu bereiten oder zynisch werden. Die Zahlenstatistiken der Selbstmörder sind weltweit ungebrochen hoch und erschreckend. Der Teufel reibt sich die Hände. Wer aber seine innere Traurigkeit als einen Wink von oben in Erwägung zieht, hat sich in eine Richtung bewegt, die letztlich zur Wahrheit in Jesus Christus führt. Und zwar in dem Sinne, daß Gottes Sohn der Urheber des Heils ist, indem er uns die Sünden vergibt durch sein stellvertretendes Opfer am Kreuz. Tod und Auferstehung Jesu sind die Befreiung und Überwindung jeder Traurigkeit, denn sie versöhnen uns mit Gott. In Johannes 14,1 spricht uns Jesus zu: ''Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich''! Das ist die gute Nachricht. Wer eine von Gott bewirkte Traurigkeit über seinen sündigen Zustand und diese verkehrte Welt empfindet, ist auch oft über diese Empfindungen erschrocken. Man wird gewissermaßen desillusioniert und erkennt die Wahrheit über diese Welt und sich selbst. Das kann wehtun. Und vermutlich muss es das ein Stück weit auch, denn was wir nicht als falsch und schlecht wahrnehmen, werden wir eher ignorieren. Oder wir reden uns ein, daß doch alles in Ordnung ist und wir nur wehleidig sind. Aber die Bibel sagt uns: „Wenn wir behaupten, sündlos zu sein, betrügen wir uns selbst. Dann ist kein Fünkchen Wahrheit in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. Doch wenn wir behaupten, wir hätten gar nicht gesündigt, dann machen wir Gott zum Lügner und zeigen damit nur, dass seine Botschaft in uns keinen Raum hat“. (1. Johannes 1,8-10).

Was wir als richtig und falsch empfinden ist nicht das Maß aller Dinge. Gott sitzt nicht auf der Anklagebank wie so viele, die mit dem Thema in Berührung kommen meinen, sondern der Mensch vergewaltigt sein Gewissen und macht Gerades krumm und Gutes schlecht. Auch als Christen empfinden wir manchmal noch Traurigkeit. Das bringt dieses Leben (und der Kampf) nun einmal mit sich. Aber es kann auch sein, daß da Dinge sind in unserem Verhältnis zu Gott, die wir wieder in Ordnung bringen sollten. Wie steht es um mein Gebetsleben? Halte ich Fürbitte? Gehe ich regelmäßig in die Versammlungen? Lese ich in der Bibel und habe meine stillen Zeiten? Das Glaubensleben muss gepflegt werden - wir haben es nötig. Das wird uns eigenverantwortlich zugemutet. Manche seelischen Traurigkeiten als Christen erinnern uns daran, daß wir hier vielleicht nachlässig geworden sind? Paulus schreibt in Römer 12, 9-15: ''Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und flucht nicht. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden''. Daran dürfen wir uns orientieren und es mutig beherzigen. Für anderen Menschen eine Hilfe (und ein Segen) zu sein, erhebt unsere Seele und lässt uns alles überwinden, denn Gott wird so einen positiven Weg der Nachfolge immer bestätigen.

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