Trost oder Vertröstung? -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 17. Sep 2013)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4012

für den 17. Sep 2013 - Autor:

Trost oder Vertröstung?

''Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwängliche Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre Gottes. Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig''.

2. Korinther 4, 15-18 *©*
 

Das Wort Vertröstung hat einen negativen Klang. Es besagt, daß man eine Art Ausrede benutzt um die Wahrheit zu umschiffen oder auch falsche Rücksicht zu üben. Von daher gibt es wohl so etwas wie eine ''billige Vertröstung'' die dann zur Realität wird, wenn man jemanden möglichst ohne großen Kontakt schnell wieder los werden will. So etwas erleben wir tagtäglich. Das System der Welt ist vielfach auf Vertröstung angelegt. Die Dinge um uns herum passieren meist nicht um uns zu helfen, sondern um uns zu vertrösten und hinzuhalten. Und dazu braucht es oft noch nicht einmal einen Menschen. Wir bekommen automatische Mails oder stereotype An- und Absagen per Telefon und SMS oder werden gebeten eine Nachricht zu hinterlassen. Ja, es macht müde ständig nur vertröstet zu werden und sich abzumühen ohne sichtbaren Erfolg. Man geht mit der Masse unter und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Auch als Christen empfinden wie das mitunter nicht anders. Und dennoch sollten wir uns hier nicht durch negative Gefühle leiten lassen. Die Stimmung mag manchmal mies sein, aber wir sollten uns nicht davon gefangen und vereinnahmen lassen. In Psalm 18, 29-33 schreibt David: ''Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über Mauern springen. Gottes Wege sind vollkommen, die Worte des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR, oder ein Fels, wenn nicht unser Gott? Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel''. Glauben wir das? Sind diese biblischen Worte alltagstauglich? Ganz gewiss! Hält uns Gott hin? Nein, das tut er nicht, auch wenn wir das so manchmal empfinden. Auf etwas zu warten ist nicht immer verkehrt, aber es ist doch ein gewaltiger Unterschied ob wir auf Menschen und ihren Einsatz für uns warten (müssen) oder auf Gottes Handeln warten (dürfen). Das Eine kann auch stets zum Anderen führen, denn Gott ist letztlich der Handelnde und ER kann Geschicke steuern, Menschen mobilisieren, Dinge verändern und bewirken sowie sie auch beenden.

Keine Mauer ist zu hoch für unseren Gott und keine Sackgasse ein Hindernis. Gott kann! Damit sollen wir rechnen auch wenn es nicht immer nach unserem Kopf gehen kann. Der HERR hat uns in Römer 8,28 ein Versprechen gegeben: ''Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind''. Wie könnte Gott das einlösen, wenn er uns nicht auch korrigiert und erzieht? Manchmal tut es richtig weh, wenn man meint alles geht schief und man ist verlassen und vergessen. Aber es ist nicht die Wahrheit sich so etwas einzureden. Woher ich das weiß? Weil es die Bibel sagt - Psalm 119,116: ''Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung''. Gottes Wort ist absolut glaubwürdig und die Speise für unsere oft zerknirschte Seele. Der Heilige Geist in den Gläubigen stimmt nicht in den traurigen Blues der Frustration mit ein, sondern will uns beleben und auf Gottes Zusagen und seinen Trost aufmerksam machen - immer wieder. In Römer 8, 25-27 schreibt Paulus: ''Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen. Der aber die Herzen erforscht, der weiß, worauf der Sinn des Geistes gerichtet ist; denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt''. Selbst in sprachlosen Momenten werden wir geleitet und getröstet und Jesus vertritt uns vor Gott und legt unsere Anliegen vor seinen ewigen Thron. Gott kümmert sich um dich! Es ist wahr und jeder Gedanke in diese Richtung ehrt Gott, denn alles kommt von ihm und wir sind nicht allein - niemals.

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