Josef und das Böse -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Apr 2013)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3864

für den 22. Apr 2013 - Autor:

Josef und das Böse

''Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.''

1. Mose 50, 19-20 *©*
 

Das Böse und die daraus folgenden Bosheiten und Sünden gehören ganz allein uns Menschen und keinesfalls Gott. Gott ist gut (Johannes 10,11) und ER ist die Liebe (2. Korinther 13,11). Nun geschieht etwas Unfassbares - Gott fügt das Böse so, daß seinem Wort gemäß, uns derlei Bosheiten und letztlich alle Dinge zum Besten mitwirken müssen (Römer 8,28). Sie müssen es einfach, weil Gott es versprochen hat und sein Wort hält - komme was wolle! Die Brüder Josefs taten großes Unrecht und ihre Absichten und Taten waren voller Bosheit und Hinterlist. Sie wollten ihren eigenen Bruder Josef auf den sie eifersüchtig waren (den sie zudem als ''Träumer'' verspotteten und verachteten) zuerst töten, um ihn dann doch ''nur'' in der selben Absicht in eine Grube zu werfen. Dann wurde er letztlich als Sklave nach Ägypten verkauft. Dem Vater erzählten sie Josef sei von einem wilden Tier getötet worden - er ist daran fast zerbrochen vor Schmerz (1. Mose 37, 18-24). Dann heuchelten sie auch noch Trost (Verse 33-35). Josef wurde also übelst mitgespielt, was Gott aber nicht daran hinderte, ihm eine große Karriere als Traumdeuter (!) und Staatsmann am Hofe des Pharaos zu ermöglichen. Vorausgegangen war auch noch ein Aufenthalt im Gefängnis den er der boshaften Frau Potifars zu verdanken hatte. Sie blitzte bei ihm ab und hat dann hinterher behauptet Josef wollte sie vergewaltigen (1. Mose 39, 9-10 und 17-20). Dies alles und noch mehr geschah zunächst aus reiner Bosheit, verletztem Stolz und der Lust am Unrecht - doch ohne diese Dinge wäre Josef nicht zu dem gekommen, was Gott mit ihm vorhatte und ihm geben wollte. Gott hat diese Dinge nicht verursacht, er hat sie für Josef zum Guten mitwirken lassen! Ein anderes Beispiel ist Mose, der dem Vorhaben des Pharaos, alle kleinen Jungs in den Nil zu werfen, schwimmend auf dem Nil entkam (2. Mose 1,22) um dann ausgerechnet ''in der Höhle des Löwen'' am Hofe des ägyptischen Herrschers aufzuwachsen und zu Ehren und Bildung zu kommen. Letztlich sorgte dieser Mose dafür, daß der Pharao stürzte und das Volk Gottes aus der Sklaverei befreit wurde.

Auch in unserem Leben gab und gibt es Situationen, in denen wir meinen, es ist alles verloren und verbaut. Wo wir denken, daß wir riesige Umwege machen und sozusagen das Ende der Fahnenstange erreicht ist - Endstation Sehnsucht! Gottes Wege erscheinen uns dann dunkel, verschwommen und nebulös und wir zweifeln an uns selbst. Die Spuren Gottes in unserem Leben sehen wir nicht mehr (Psalm 77, 19-20). Wir oder andere sprechen dann von ''Schicksalsschlägen'' und wir neigen dazu, die Hoffnung in so mancher Hinsicht aufzugeben. Aber Hoffnung lebt von solchen scheinbaren Sackgassen. Wenn wir alles haben und es keine Probleme und offenen Fragen gibt - worauf sollen wir hoffen? Wie wird unser Glauben gestärkt? Wie kann uns Gott für unseren Dienst zurüsten mit der nötigen Erfahrung, Weisheit und Demut? Hoffnung ist die feste Überzeugung, daß uns tatsächlich alles zum Besten dient. Selbst das, was wir zu Lebzeiten nicht verstehen werden. Der allmächtige Gott gedachte es gut zu machen, egal ob andere Menschen, schwierige Umstände, ausweglose Situationen oder die Sünde das nicht wollen und verhindern möchten - Gott hat das letzte Wort - auch in deinem Leben! Darum stehen diese und andere Geschichten in der Bibel - zu unserer Information und zur Gewissheit, daß Gott alles gut macht und uns nicht verlässt. Wenn uns Unrecht geschieht, so sollen wir das ertragen und hinnehmen und nicht wild um uns schlagen. Wir wissen nicht wozu es geschah und was wirklich dahinter steckt? Josef fragte seine Brüder: ''Stehe ich denn an Gottes statt''? Alles in unserem Leben, vom Tag unserer Geburt bis zum Tag unseres Sterbens, hilft uns zu dem zu kommen und das zu lernen was Gott will. Unsere Bestimmung ist es dem Bild Jesu gleichgestaltet zu werden in Kraft, Leid, Gemeinschaft und in der Auferstehung (Philipper 3, 10-11). Diesem Gott müssen wir einfach vertrauen

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