Traget keine Vorsorge für das Fleisch! -|- Andacht von Jonas Erne (Daily-Message-Archiv, 27. Jul 2010)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2864

für den 27. Jul 2010 - Autor:

Traget keine Vorsorge für das Fleisch!

Lasst uns wohlförmig wandeln wie am Tage, nicht in Schlemmerei und Trunkenheit, auch nicht in Unzucht und Ausschweifung, noch in Streit und Neid, sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an, und traget für das Fleisch keine Vorsorge zur Begierde.

Römer 13, 13 – 14 *©*
 

Wir leben in einer Zeit, die den Tag zur Nacht gemacht hat. Dinge, die früher nur hinter Vorhängen und verschlossener Tür gemacht wurden, werden heute auf offener Straße propagiert. Ich wurde schon öfter mal in der Stadt mitten am Tag von relativ leicht gekleideten Frauen gefragt, ob ich Lust hätte, zu ihnen zu kommen, es gebe beim ersten Besuch vergünstigte Preise. Natürlich ist das die Gelegenheit, um diesen armen Frauen, deren Leben darin besteht, ihren Körper zu verkaufen, die gute Botschaft von Jesus Christus näher zu bringen und immer mal wieder durfte ich auch schon ein Traktat oder ähnliches dort lassen. Aber es ist nicht einfach, in einer Zeit, in der der Tag zur Nacht geworden ist, wie am Tage zu leben. Genau davon spricht Paulus an dieser Stelle. Er nennt danach drei Wortpaare, die jeweils in denselben Bereich gehören, und warnt vor diesen.

Die Warnung vor Schlemmerei und Trunkenheit soll uns dazu animieren, über unser Leben nachzudenken: Wozu leben wir als Christen in dieser Welt? Ein Leben, das nur aus Essen und Trinken besteht, hat wenig Wert. Es ist eine Verschwendung von Zeit, von Leben und nicht zuletzt von den Konsumgütern, die gegessen und getrunken werden. Es geht nicht nur um Essen und Trinken, es geht um unsere gesamte Lebensführung im körperlichen Bereich. Wenn wir uns von unseren körperlichen Wünschen und Begierden treiben lassen, werden wir einst dastehen und zurückblicken und uns fragen, wofür wir eigentlich unser Leben gelebt haben. Es wird nichts als Enttäuschung und Trauer über all diese verschwendeten Stunden und Jahre für uns übrig sein. Wenn wir uns ganz dem hingeben, wonach wir gerade Lust haben, wird unser Körper geschwächt, er lernt nicht, sich dem Willen unterzuordnen, sondern der Wille ordnet sich den Gefühlen und Lüsten unter.

Die Warnung vor Unzucht und Ausschweifung umfasst jeden Bereich des sexuellen Lebens außerhalb der offiziell geschlossenen Ehe. Unzucht steht für den vollzogenen Geschlechtsakt außerhalb der Ehe, während Ausschweifung die Lust, den Gedanken und die Gier danach betrifft. So steht Ausschweifung für die Gedanken bei der Selbstbefriedigung, die Suche nach pornographischem Material, sei es im Internet, in Zeitschriften, Filmen oder wo auch immer. Auch wenn man beim Geschlechtsakt mit dem Ehepartner an andere Menschen denkt, handelt es sich dabei um Ausschweifung. Es gibt dabei keinen Unterschied in der „Schwere des Vergehens“. Wenn Unzucht Ehebruch ist, dann ist es Ausschweifung ebenso. Und wer Probleme mit Ausschweifung hat, sollte nicht abwarten bis es zur Unzucht gekommen ist, sondern sich gleich bei einem guten Seelsorger melden. Auch hier gilt das Gebot: Trage keine Vorsorge für das Fleisch. Wer Gottes Gebote nur als Verbote sieht, geht zu wenig weit: Jedes Verbot ist ein Befehl, das Gegenteil vom Verbotenen zu tun. Also in unserem Fall: Vorsorge treffen, dass das Fleisch keine Begierde empfangen kann. Solange wir uns im Gehorsam gegen Gottes Gebote befinden, stehen wir unter göttlichem Schutz. Gott selbst schützt uns in den Fällen, wo wir in Versuchung geraten können. Wer also genügend Vorsorge dafür trifft, dass er möglichst keinen ihm bekannten Situationen in die Falle geht, steht unter Gottes Schutz. Wer diese Vorsorge nicht trifft, läuft aus Gottes Schutz weg und hat nur noch seine eigene, schwache Kraft zur Verfügung, um in der Versuchung zu widerstehen. Mit anderen Worten: Er ist der Versuchung hilflos ausgeliefert. Ohne Gottes Schutz wird der Mensch immer in Sünde fallen. Dieses Fallen sollte uns eine Lehre sein, uns ganz dem Schutz Gottes im Gehorsam anzuvertrauen. Es geht hier nicht darum, pharisäisch Regeln aufzustellen, sondern jeder muss selbst wissen, wo er Gefahr läuft, in Sünde zu fallen. Wenn jemand also weiß, dass Tanzbars eine Gefahr für ihn sind, und er trotzdem hingeht, wird er dort in die Sünde der Ausschweifung fallen. Wer am Kiosk Probleme hat mit gewissen Zeitschriften, sollte diesen meiden, um in Gottes Schutz zu bleiben. In der Bahn kann man ein Buch lesen, anstatt Fahrgäste anzustarren. Für das Internet gibt es Schutzprogramme, die gefährliche Seiten gleich blocken. So gibt es viele Dinge, die wir meiden können, um im Schutz Gottes zu bleiben. Wie bereits ausgeführt, sind das alles Beispiele aus der Seelsorge, die jedem helfen sollen, seine eigenen Schwachstellen zu finden.

Die Warnung vor Neid und Streit geht in die Richtung unseres Herzens. Wenn wir Neid, also das Haben-Wollen von etwas, das wir nicht haben, in unserem Herzen zulassen und mit dem, was Gott uns geschenkt hat, unzufrieden sind, so verlassen wir ebenfalls die Stellung unter dem göttlichen Schutzschild. Undankbarkeit führt zu Neid und Neid führt zu Streit. Die richtige Vorsorge, die wir treffen sollten, ist also Dankbarkeit. Wenn wir das, was Gott uns gegeben hat, annehmen und dafür danken, so gehen wir der Neidfalle aus dem Weg und vermeiden den Streit. Anstatt mit dem, was Gott uns gab, unzufrieden zu sein, dürfen wir danken und alle Gaben von Gott, sei es Wissen, ein gutes Gedächtnis, musikalische Fähigkeiten, eine Lehrgabe, die Gabe des Zuhörens, des Dienens, des Glaubens, der Prophetie, des Schreibens oder Rechnens oder was auch immer Gott uns gegeben hat, zu Seiner Ehre und für die Gemeinde einsetzen. Je dankbarer und zufriedener du bist, umso treuer wirst du mit dem, was du hast umgehen, und umso reicher wird dich der Herr belohnen.

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