Kränkelnde Christen -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Nov 2009)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 2617

für den 22. Nov 2009 - Autor:

Kränkelnde Christen

''Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten''.

Lukas 5, 30-32 *©*
 

Die Pharisäer hatten kein Empfinden für ihre Not und von daher auch keine rechte Einstellung der Botschaft Jesu Christi gegenüber. Sie dachten, sie wären gesund und gerecht, was ein großer Irrtum war. Wenn ein Arzt einem Menschen sagt, daß er krank ist und er Hilfe braucht, dann ist es mitunter fatal und dumm, wenn man das ignoriert und dabei vielleicht denkt, daß dieser Arzt doch keine Ahnung hat und nicht weiß, von was er da redet!? Heutzutage ist es relativ einfach Krankheiten zu diagnostizieren. Mit modernen technischen Geräten, kann man in einen Menschen sozusagen hineinschauen und kranke von gesunden Organen unterscheiden. Und auch psychische Leiden oder Süchte lassen sich wahrnehmen. Wie ist das mit der Seele, der Krankheit, die sich ''Sünde'' nennt? Da stoßen wir meist an unsere Grenzen, besonders wenn es uns äußerlich gut geht. Und auch wenn wir bereits Christen sind, haben wir manchmal ein merkwürdiges Verhältnis zu uns selbst und sehen manches verzerrt und ziehen falsche Schlüsse. In Offenbarung 3, 17-19 lesen wir bemerkenswerte Sätze an Menschen einer christlichen Gemeinde in Laodizea: ''Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße''! In dieser Gemeinde herrschte Stolz, Unwissenheit und Selbstzufriedenheit. In aller hier formulierten Kritik, die einem durchaus auf den Magen schlagen kann (sollte), finden wir auch trostreiche, himmlische Konsequenzen und freundliche Aufforderungen: 1.) Kaufe ''geläutertes Gold'' und ''Augensalbe'' und ''weiße Kleider''; 2.) Ich habe dich lieb; 3.) Lasse dich korrigieren; 4.) Sei eifrig im Erkennen deine Fehler und kehre um. Etwas, was im Feuer geläutert ist, kann in Bezug auf unser Glaubensleben zum einen bedeuten, daß wir an die Gerechtigkeit Gottes in Jesus Christus glauben sollen (also ohne den Gedanken der Eigenleistung) und zum anderen, zu echtem, engagierten Glauben, der Gott die Ehre gibt, zurückkehren. Die weißen Kleider stehen für eine praktisch umgesetzte Gerechtigkeit im alltäglichen Leben.

Die Augensalbe steht für echtes geistliches Sehvermögen, mittels des Heiligen Geistes, der ja immer noch da ist, auch wenn er betrübt wurde (Epheser 4,30). Wenn wir Gott gleichgültig wären, würde er uns ignorieren und nicht liebhaben und erziehen. Vielmehr ist die Erziehung und Zucht ein Zeichen für unsere Gotteskindschaft (Hebräer 12,6). Wie so eine göttliche Erziehungsmaßnahme konkret aussieht, ist uns nicht immer klar. Wir warten vielleicht sogar auf ein Unglück oder eine Krankheit oder einfach ''Pech'' im Leben? Manchmal erzieht uns Gott auch dadurch, daß eben nichts passiert. Oder wir werden mit unseren Sünden so heftig konfrontiert, daß wir an unserer Bekehrung ernsthaft zweifeln und unsere Abgründe und Neigung zur Sünde offenbarer werden, als wir das je erlebt haben. Wenn uns das letztlich, wie beim verlorenen Sohn, wieder zitternd und desillusioniert in die Arme des Vaters treibt, dann bekommen wir wieder eine Ahnung von Gerechtigkeit, weißen Kleidern, Augensalbe und geläutertem Gold. Wie lange so ein Prozess mitunter dauern kann, ist wohl ganz verschieden, aber entscheidend ist, sich zu erinnern, warum man eigentlich Christ werden durfte? Lesen wir, was Paulus der Gemeinde in Ephesus ins Stammbuch geschrieben hat: ''Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden -; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen'' (Epheser 2, 4-10). In diesem Sinne, seid gesegnet und bewahrt und der liebenden, korrigierenden Gnade Gottes anbefohlen.

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