mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht Nr.: 3269 - Mon., 05 Sep 2011

Heilung: Stolz - Teil 1

Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Mk. 10,45


Stolz ist eine Krankheit, die wir alle gut kennen. Mit Stolz ist nicht der Wunsch gemeint, seine Fähigkeiten zu verbessern, mehr zu wissen und besser zu sein. Stolz verleitet uns zum Konkurrenzdenken, sich ständig mit anderen zu vergleichen, reicher oder klüger zu sein als der andere.Das Ziel des Verhaltens: Ich bin dir überlegen. Als Folge dieser Grundhaltung ist der stolze Mensch immer unzufrieden. Er kennt keinen Frieden, weil er in einem ständigen Wettkampf lebt.

Seinen eigenen Schwächen und Mängeln gegenüber ist der Mensch tolerant. Er erklärt, entschuldigt oder leugnet sie immer, aber mit den Fehlern der anderen rechnet er genau ab. Seine Sünden sind niemals Sünden, aber die Fehler der anderen sind unentschuldbar, unverzeihlich und unvergesslich. Der Stolze kritisiert den Nächsten. Er muss das Versagen der anderen bekanntmachen, um so seine eigene Überlegenheit zu beweisen. Er duldet keine Kritik und lässt sich nicht korrigieren, selbst wenn es in Liebe geschieht. Der Stolze kann weder Gott anbeten noch ihn loben, weil er den Blick von sich weg nach oben richten müsste.

Wir sind alle stolz. Bei den Mitmenschen stellen wir den Stolz mühelos fest, aber es fällt uns sehr schwer, ihn bei uns selbst zu erkennen. C.S.Lewis: ''Es handelt sich hier um eine Krankheit, die wir, wenn wir sie bei den Mitmenschen entdecken, verabscheuen, an der wir jedoch alle, ohne Unterschied, selbst leiden; es fällt uns aber außerordentlich schwer zuzugeben, dass wir selbst davon betroffen sind.'' Der Stolz maskiert sich gut, obwohl ein stolzer Christ ein Widerspruch in sich selbst ist. Die Kirchengeschichte macht deutlich, wie Stolz in allen Zeiten Streit, Konflikte und Trennungen verursacht hat.

»Da begaben sich Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sprachen: Meister, wir wünschen, dass du uns gewährest, um was wir dich bitten! Er aber sprach zu ihnen: Was wünscht ihr, dass ich euch tun soll? Sie sprachen zu ihm: Verleihe uns, dass wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen in deiner Herrlichkeit! Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet! Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Wir können es! Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr werdet zwar den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, womit ich getauft werde; das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht nicht mir zu, sondern es wird denen zuteil, welchen es bereitet ist. Als die Zehn es hörten, fingen sie an, über Jakobus und Johannes unwillig zu werden.Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass diejenigen, welche als Herrscher der Völker gelten, sie herrisch behandeln und dass ihre Großen sie vergewaltigen. Unter euch aber soll es nicht so sein; sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener, und wer unter euch der Erste sein will, der sei aller Knecht. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.« (Mk. 10,35-45)
Fortsetzung folgt morgen....

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