mobi.daily-message.de die mobile Kurzandacht für Mon., 14 Jun 2021

Cuius regio, eius religio!

Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.

Apg 10,34-35


Wie war das doch in den Zeiten des Alten Testamentes noch einfach. Wenn der König oder Richter über Israel gottesfürchtig war, war es das Volk auch. Die Folge war, dass Gott es dem Volk gut gehen lies. Es gab keine feindlichen Angriffe, die Ernte gelang, es gab keinen Hunger und keine Not. Wenn sich aber der Herrscher von Gott abwandte, folgte ihm auch hier das Volk. Sie bauten fremden Göttern Altäre, beteten sie an und opferten ihnen. Das wiederum lies sich Gott dann nicht gefallen und er strafte das Volk mit Krieg, Krankheit, schlechter Ernte und anderer Not.

So wechselten die Geschicke des Volkes Israel im Laufe der Jahrhunderte immer wieder. Mal war es bei Gott und dann wieder ging es auf falschen Wegen. Gott schickte damals oft seine Propheten um das Volk wieder auf den richtigen Weg zu führen oder an zu drohen es andernfalls zu bestrafen. Es ähnelte ein wenig der Zeit nach der Reformation, in der es auch hieß: Cuius regio, eius religio. (Wessen Land, dessen Religion). Der Landesfürst war so für das Wohlergehen des Volkes verantwortlich.

Wie ist es heute? Wenn es noch genauso wäre - Gott stehe uns bei - es würde uns ergehen, wie Israel in den schlimmsten Zeiten. Unsere Regierungen nehmen immer mehr Abstand vom Wort Gottes. Christliche Werte verkommen in unserem Land immer mehr, wahre Christen sind hier langsam in der Minderzahl. Und doch geht es uns hier doch relativ gut. Gott straft unser Volk nicht, schaut er einfach weg?

Nein, seit Jesu Kreuz und Auferstehung gelten bei Gott andere Maßstäbe. Für ihn gibt es nicht mehr nur ein Volk als eine Einheit. Heute zählt jeder einzelne. Egal, zu welchem Volk jemand zählt, egal, ob es christlich oder heidnisch ist, es kommt drauf an, was DU machst. Allein dein Glaube zählt. Wenn du Gott fürchtest und dich an seine Gebote hältst, bist du ihm angenehm. Es gibt keinen König mehr, an dessen Glaube du dein Geschick festmachen kannst. Gottes neues Volk ist nun die Gemeinschaft aller Gläubigen, nicht nur hier bei uns, sondern weltweit verstreut über die ganze Erde. Gott hat sich nicht mehr an ein einzelnes Volk gebunden - er ist zum global Player geworden, zu einem, der nun in der ganzen Welt eine Rolle spielt.

Dereinst wirst du dann nicht gefragt werden, zu welchem Volk du gehört hast - die Frage wird sein, was hast du geglaubt und getan!

Gottes Reich geht heute über die ganze Welt. Dort wo Menschen an ihn glauben, dort kannst du es finden.

Und was kann man bei dir finden?

Ich wünsche euch noch einen gesegneten Tag.

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