Gott gedachte es gut zu machen! 1 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 31. Jul 2023)

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Andacht Archiv-Nr. 7616

für den 31. Jul 2023 - Autor:

Gott gedachte es gut zu machen! 1

''Josef aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an Gottes statt? Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk''.

1. Mose 50, 19-20 *©*
 

Das Böse, Negative, Schlechte und die daraus folgenden Bosheiten, Lügen und Sünden gehören ganz allein uns Menschen und keinesfalls Gott. In Jakobus 1, 13-17 steht: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Irrt euch nicht, meine Lieben. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis“. Bei uns (auch als Christen) wechselt das Gute und das Böse, das Licht und die Finsternis öfter als uns lieb sein kann. Gott ist gut (Johannes 10,11) und ER ist die Liebe (2. Korinther 13,11). Die Brüder Josefs hatten an dem Tag als sie ihren Bruder verkauften und für tot erklärten einen rabenschwarzen und sehr boshaften Tag. Nun geschieht etwas Unfassbares - Gott fügt das Böse so, daß seinem Wort gemäß, uns derlei Bosheiten und letztlich alle Dinge zum Besten mitwirken müssen (Römer 8,28). Sie müssen es einfach, weil Gott es versprochen hat und sein Wort hält - komme was wolle! Die Brüder Josefs taten großes Unrecht und ihre Absichten und Taten waren voller Bosheit und Hinterlist. Sie wollten ihren eigenen Bruder Josef auf den sie eifersüchtig waren (den sie zudem als ''Träumer'' verspotteten und verachteten) zuerst töten, um ihn dann (als ''zufällig'' eine Karawane vorbeizog) als Sklaven nach Ägypten zu verkaufen. Dem Vater erzählten sie Josef sei von einem wilden Tier getötet worden - er ist daran fast zerbrochen vor Schmerz (1. Mose 37, 18-24). Dann heuchelten sie auch noch Trost (Verse 33-35). Josef wurde also übelst mitgespielt, was Gott aber nicht daran hinderte, ihm eine große Karriere als Traumdeuter (!) und Staatsmann am Hofe des Pharaos zu ermöglichen. Vorausgegangen war auch noch ein Aufenthalt im Gefängnis den er der boshaften Frau Potifars (dem er diente) zu verdanken hatte.

Sie blitzte bei ihm ab, nachdem er ihre Verführungen verweigerte, und hat dann hinterher behauptet Josef wollte sie vergewaltigen (1. Mose 39, 9-10 und 17-20). Dies alles und noch mehr geschah zunächst aus reiner Bosheit, verletztem Stolz und der Lust am Unrecht - doch ohne diese Dinge wäre Josef nicht zu dem gekommen, was Gott mit ihm vorhatte und ihm geben wollte. Gott hat diese Dinge nicht verursacht, er hat sie für Josef zum Guten mitwirken lassen! Ein anderes Beispiel ist Mose, der dem Vorhaben des Pharaos, alle kleinen Jungs in den Nil zu werfen, schwimmend auf dem Nil entkam (2. Mose 1,22) um dann ausgerechnet ''zufällig'' und gewissermaßen ''in der Höhle des Löwen'' am Hofe des ägyptischen Herrschers aufzuwachsen und zu Ehren und Bildung zu kommen. Letztlich sorgte dieser Mose dafür, daß der Pharao stürzte und das Volk Gottes aus der Sklaverei befreit wurde. Auch in unserem Leben gab und gibt es Situationen, in denen wir meinen, es ist alles verloren und verbaut. Wo wir denken, daß wir riesige Umwege machen und sozusagen das Ende der Fahnenstange erreicht ist - Endstation Sehnsucht! Gottes Wege erscheinen uns dann dunkel, verschwommen und nebulös und wir zweifeln an uns selbst. Die Spuren Gottes in unserem Leben sehen wir nicht mehr. Wir oder andere sprechen dann von ''Schicksalsschlägen'' und wir neigen dazu, die Hoffnung in so mancher Hinsicht aufzugeben. Aber Hoffnung lebt von solchen scheinbaren Sackgassen. In Psalm 77, 14-21 steht: „Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist ein so mächtiger Gott, wie du, Gott, bist? Du bist der Gott, der Wunder tut, du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern. Du hast dein Volk erlöst mit starkem Arm, die Kinder Jakobs und Josefs. Die Wasser sahen dich, Gott, die Wasser sahen dich und ängstigten sich, ja, die Tiefen tobten. Die dicken Wolken gossen Wasser, die Wolken donnerten, und deine Pfeile fuhren einher. Dein Donner rollte, Blitze erhellten den Erdkreis, die Erde erbebte und wankte. Dein Weg ging durch das Meer und dein Pfad durch große Wasser; doch niemand sah deine Spur. Du führtest dein Volk wie eine Herde durch die Hand von Mose und Aaron“.

Fortsetzung morgen...

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