Erleuchtete Augen oder blinde Ahnungslosigkeit? Teil 1 -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 15. Nov 2022)

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Andacht Archiv-Nr. 7358

für den 15. Nov 2022 - Autor:

Erleuchtete Augen oder blinde Ahnungslosigkeit? Teil 1

„Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften noch die Kraft Gottes kennt“.

Matthäus 22,29 *©*
 

Die Sadduzäer entsprangen einer philosophischen Schule in Israel zur Zeit des zweiten Tempels. Das war, als Herodes begann den Tempel im Jahre 21 vor Christus in Jerusalem umzugestalten. Die Sadduzäer hielten Gott für einen teilnahmslosen Schöpfer der an menschlichen Angelegenheiten und ihrer Seele keinerlei Interesse habe. Zudem war die Vorstellung eines ewigen Lebens und einer Auferstehung für sie abwegig. Zudem erkannten sie nur das „Gesetz“ der Tora an (die fünf Bücher Mose). Die Sadduzäer gehörten nach Josephus den höheren Gesellschaftsschichten an. Das Neue Testament zeigt sie im Umfeld der Priesteraristokratie, die vermutlich im Jahre 70 nach Christus (Zerstörung des Tempels) endete. Diese Leute wollten Jesus in eine Fall locken, indem sie eine Geschichte konstruierten, die sich um einen kinderlosen und verheirateten Mann drehte, der verstarb. Laut Mose sollte sie nun von dessen Bruder geheiratet werden (Matthäus 22, 23-28). Und es gab sieben Brüder und einer nach dem anderen verstarb. Da wollten sie von Jesus wissen, wer denn nun (nachdem auch die Frau starb) im Himmel tatsächlich ihr Mann war? Jesus sagte ihnen darauf hin, daß es im Himmel so etwas wie eine Heirat nicht gibt. Und daß Gott nicht für die Toten sondern für die Lebenden da ist, so wie es die Schrift, auf die sie sich beriefen, auch klar feststellte (2. Mose 3,6). Sie haben sich demnach auf eine Position festgelegt, deren Inhalt sie gar nicht wirklich kannten und obendrein haben sie überhaupt nicht begriffen, wer Gott ist und was er will. Das kommt uns doch auch heute irgendwie bekannt vor, oder? Da will man auch den Inhalt der Bibel bewerten ohne zu wissen was da denn eigentlich drin steht. Man reißt meist irgendwelche Aussagen aus dem Kontext heraus und meint dann daraus eine verbindliche Aussage über die Bibel, Gott und die Christen machen zu können. Da heißt es dann beispielsweise, wie auch die Sadduzäer behaupteten, daß Gott gleichgültig, desinteressiert und unbeteiligt ist an den Dingen die den Menschen betreffen. Auch heute gibt es Menschen, die nicht abstreiten daß es einen Gott geben könnte, aber der wäre eben wie beschrieben.

Der Glaube an ihn hätte keinerlei Sinn und Zweck und von einer Stärke und Kraft von diesem Gott würde man ja sowieso nie etwas merken können aufgrund seines fragwürdigen Charakters. Denen gab der HERR Jesus zu verstehen, daß sie weder die Schrift kennen noch etwas von der Kraft Gottes und ihrem Wirken wüssten. Sie waren nicht wirklich an Gott interessiert, sondern hielten es in ihrer Anmaßung für ausreichend und korrekt, wenn sie sich intellektuell und philosophisch mit einem Teil der Tora beschäftigten – was sie aber offensichtlich auch nicht wirklich taten. William McDonald schreibt: „Im Grunde argumentierten sie, die Idee der Auferstehung werfe unlösbare Probleme auf, weshalb sie nicht vernünftig und folglich auch nicht wahr sei. Jesus antwortete, daß die Schwierigkeit nicht bei der Lehre, sondern bei ihnen selbst lag, denn sie kannten weder die Schriften noch die Kraft Gottes. Erstens kannten sie die Schriften nicht. Nirgendwo sagt die Bibel etwas darüber, daß die eheliche Beziehung im Himmel fortgeführt wird. Zwar werden Männer noch Männer und Frauen noch Frauen sein, aber sie werden in der Beziehung wie die Engel sein, indem sie weder heiraten noch verheiratet werden. Zweitens kannten sie die »Kraft Gottes« nicht. Wenn er in der Lage war, Menschen aus Staub zu machen, konnte er dann nicht ebenso den Staub derer wieder zusammenholen und ihn wieder zu herrlichen Leibern machen? Dann argumentiert der Herr Jesus von der Schrift her, um zu zeigen, daß die Auferstehung absolut notwendig ist. In 2. Mose 3,6 spricht Gott von sich als dem »Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs«. Doch ist, wie Jesus nun herausstellte, Gott »nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden«. Gott machte einen Bund mit diesen Männern, aber sie starben, ehe dieser Bund wirklich erfüllt war. Wie kann Gott von sich als dem Gott sprechen, der der Gott von drei Männern ist, deren Leiber im Grab liegen? Wie kann der, der immer seine Verheißungen erfüllt, sie denen erfüllen, die schon gestorben sind? Es gibt nur eine einzige Antwort: durch Auferstehung. Kein Wunder, daß die Volksmengen über seine Lehre erstaunt waren; wir sind es auch“!

Fortsetzung morgen...

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