Wie man einen Affen fängt -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Jan 2018)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5600

für den 22. Jan 2018 - Autor:

Wie man einen Affen fängt

''...so lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt...''.

Hebräer 12,1 *©*
 

Wenn du im Urwald einen Affen fangen willst, dann höhle eine Kokosnuss aus, und bohre ein Loch hinein, was gerade so groß ist, wie die Hand des Affen, so daß er seine Hand hineinstecken kann. Dann lege eine leckere Frucht hinein und befestige die Kokosnuss an einem Baum. Nun warte ab. Affen sind von Natur aus sehr neugierig (wie der Mensch) und es wird nicht lange dauern, bis einer kommt und seine Hand in die Öffnung der Kokosnuss stecken wird, um zu sehen was dort zu holen ist. Danach ist es für ihn praktisch nicht mehr möglich die Frucht loszulassen um aus der ''Kokosnussfalle'' zu entkommen. Er wird seine Faust nicht mehr lösen, und sich lieber wild gestikulierend, schreiend und aufgebracht fangen lassen, als seine vermeintliche Beute wieder loszulassen...! Mit der Sünde und der Verführung ist es nicht selten ebenso. Die Verlockungen des Lebens und die Hoffnung auf ein kleines Glück, eine Lust und Befriedigung oder die Erwartung einer ''fetten Beute'', lassen uns unvorsichtig und negativ fokkussiert sein. Und wenn wir nicht aufpassen, wird aus der Erfahrung einer schnelllebigen Befriedigung, auch schnell eine ungesunde Gebundenheit und Sucht. Also etwas, was ich nicht mehr so leicht loslassen kann und auch will. Ich kann mir vorstellen, daß es nicht wenige aufrichtige Christen gibt, die hier ihre ''Leichen im Keller'' haben und darunter auch leiden - mitunter jahrelang. In der Bibel steht in 1. Petrus 5, 7-9: ''Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann; dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist''.

Hier steht also, daß der Teufel unser Widersacher ist. Er kann uns unsere Erlösung nicht wegnehmen. Aber er kann unser Zeugnis, unsere Glaubenskraft, und unsere Lebensinhalte verzerren, vernebeln, beschmutzen und entwürdigen. Weiterhin lesen wir, daß es anderen auch so geht. Wir sind (wenn wir unter manchen Süchten und auch Sehnsüchten leiden) nicht alleine. Der Apostel Paulus hielt sich für den schlimmsten aller Christen - 1. Timotheus 1,15: ''Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin''. Wir sind, wenn wir in Jesus Christus den gekreuzigten Heiland sehen, und ihn als stellvertretendes Opfer für unsere Sünden glaubend annehmen konnten, gerrettet und erlöst - immer! Das allein ist unsere Rechtfertigung - auch für die schlechten Taten und Entscheidungen, die wir als Christen treffen. Die Gnade Gottes ist allgegenwärtig - auch in meinem Leben. Das bedeutet aber dennoch, daß wir eine seelische Verantwortung haben. Die Heiligung (ohne die wir Gott nicht sehen werden laut Hebräer 12,14) beinhaltet die praktische Frage, wie ich mit der Vergebung meiner Sünden umgehe als Kind Gottes? Bin ich wie ein schlafmütziger Affe, der die Früchte seiner Sünden oder neugierigen Einfältigkeiten nicht loslassen will, oder höre ich schon von weitem das Brüllen des Löwen und reagiere besonnen und klug (bleibe auf meinem Baum um im Bild zu bleiben), und halte mich im Gebet an Gott, wenn die Verführungen kommen? Wenn die Verführung kommt, sollen wir widerstehen (kämpfen und beten), dann flieht der Teufel (Jakobus 4,7).

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