Die erwählende Gnade -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 30. Aug 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5455

für den 30. Aug 2017 - Autor:

Die erwählende Gnade

''Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben''.

Johannes 6,65 *©*
 

Nicht der Mensch steht bei der Erlösung im Mittelpunkt (mit seiner angeblichen Entscheidungskompetenz) sondern allein Gott in Jesus Christus - und dies aus Gnade und zu Ehren Gottes! Das ist biblischer Glaube. In Jesaja 65,2 schreibt der Prophet: ''Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten''. Selbst wenn wir einen freien Willen in dieser Sache hätten, würden wir uns gegen Gott entscheiden, weil wir böse sind und geistlich tot (Markus 7, 21-23). Aber weder der Mensch, als auch sein Wille, sind gegen die Sünde imun gewesen - im Gegenteil! Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht - und eben nicht frei (Johannes 8,34). Der Mensch ist bei der Erlösung nur Empfänger. Der alte Mensch kann nicht glauben, sondern nur der neue Mensch - darum erwählt Gott und schenkt den Glauben an Jesus Christus durch die Wiedergeburt (Johannes 3,3: ''Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen''). Und nur dadurch erfüllt sich der Eingangstext in Johannes 6,65. Nur so zieht uns der Vater zum Sohn und seinem Evangelium. Jesus sagte damals zu Petrus, als der ihn als Sohn Gottes anerkannte folgendes: ''Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, dass ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel'' (Matthäus 16, 15-17). Zählt das, was für Petrus galt, für uns etwa nicht? Wenn man nun an einer Entscheidungsgewalt des Menschen festhält, ignoriert man das völlig. Dann reden wir nämlich nicht mehr von Gnade! Aber dies ist sozusagen der Eckpfeiler des rettenden Glaubens. In Römer 3, 23-24 steht: ''Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist''. Eine Entscheidungsfreiheit meinerseits in dieser Frage nach der Erlösung, würde aber genau das Gegenteil aussagen. Daß ich nämlich sehr wohl durch meinen Verdienst zur Seligkeit kommen kann, weil ich mich ja dafür entschieden habe. Laut Bibel ist das aber ein Ding der Unmöglichkeit. Und dies unabhängig davon, ob wir das verstehen, oder damit einverstanden sind, oder den moralischen Zeigefinger heben, oder gar von einer Ungerechtigkeit Gottes zu sprechen wagen. Viele verstehen das mit der Erwählung so, daß Gott eben in die Zukunft schauen kann und dann sieht, wer glauben will und wird, und den dann sozusagen erwählt. Aber ein Vorauswissen ist nicht dasselbe wie eine Erwählung.

Wäre es so, würde Gott dann ja auch nur auf den entsprechenden Menschen reagieren, der nach Erlösung sich umsieht. Aber der Mensch ist geistlich tot durch seine Sünden und fragt definitiv nicht nach Gott oder nach Erlösung (Römer 3,11). In 1. Korinther 2,14 steht entsprechend: ''Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden''. Der Glaube ist definitiv eine geistliche Angelegenheit - wer wollte das bestreiten? Das Thema Erwählung wird in der Bibel doppelt so oft erwähnt, wie die Verse die angeblich das Gegenteil aussagen. Es stimmt einfach: Ohne Erwählung keine Erlösung! Wollen wir deshalb mit Gott streiten? Wer das als Gläubiger nicht einsieht, dem steht womöglich sein Stolz im Weg. In Sprüche 3,34 heißt es demnach: ''Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade''. Paul Washer hat einmal folgendes gesagt: ''Jetzt, wie rettet Gott Menschen? Hier ist die Frage: Bist du vor deiner Bekehrung geistlich tot? Wie kommst du also zu Christus? Wenn du geistlich blind bist, wie willst du ihn sehen? Du sagst: „Er zieht mich zu sich“. Aber du bist tot. Was dich in dieser Hinsicht angeht. Du bist tot Gott gegenüber. Wenn er deinen Namen ruft, hasst du ihn. Du wirst nicht kommen, sondern weiter von ihm wegrennen. Deswegen ist es so, dass in all den alten christlichen Glaubensbekenntnissen, in den reformierten und denen der frühen Baptisten es folgendermaßen formuliert ist. Zuvor aber: Ihr seid mit dem groß geworden: „Wenn du an Jesus glaubst, dann kannst du wiedergeboren werden“. All die frühen Glaubensbekenntnisse hingegen sagen: „Du musst wiedergeboren sein, damit du an Jesus glauben kannst“ . Da liegt der große Unterschied. Denn, wenn ich zu einem toten Mann hingehe und ihm sage: „Du bist tot, aber da hinten ist ein Krankenhaus, wir nehmen einen Defibrillator um dich wiederzubeleben, damit du aufstehen kannst und ins Krankenhaus laufen kannst“, dann wäre das ziemlich unsinnig, denn er ist bereits tot, aber wenn er wieder laufen kann, braucht er ja nicht mehr ins Krankenhaus gehen...''.

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