Paulus Schwachheit -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 06. May 2017)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 5339

für den 06. May 2017 - Autor:

Paulus Schwachheit

''Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark''

2. Korinther 12, 9-10 *©*
 

Paulus war ein bemerkenswerter Mensch und Christ. Sein Leben und Wirken gibt einem immer wieder viel Anlass zum nachdenken und vergleichen. Man kann sagen, je länger er Jesus nachfolgte, desto weniger hielt er von sich selbst. Das ist auch meine Erfahrung. In Römer 7,18+24 schreibt er nachdrücklich: ''Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht'' - ''Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe''? Rufen wir uns in Erinnerung, Paulus war, wie schon sein Vater, ein hochangesehener Gesetzeslehrer und Pharisäer (Apostelgeschichte 23,6). Er hatte sein Leben sozusagen im Griff, war beruflich erfolgreich, gebildet und gesellschaftlich voll integriert und hatte sein Auskommen. Nachdem ihm Jesus begegnet war, änderte sich innerlich bei ihm alles. Paulus dachte er wäre sehend und wurde blind in jeder Hinsicht (Apostelgeschichte 9,8). Er kam von seinem ''hohen Ross'' herunter und hat ganz neu gelernt, daß er nichts zu bringen hat. Sein ganzes Leben war bisher auf harter Arbeit, Studium, Disziplin, Tradition, Eifer und eiserner Solidarität mit dem Gesetz begründet. Wenn sich jemand etwas hätte einbilden können auf all seine Verdienste, Leistungen und sein Wissen, dann doch Paulus. Ich denke auch das war ein Grund dafür, daß Gott den Paulus erwählt hat. Gott machte deutlich, daß wenn der moralisch, gesetztlich und intelektuell Stärkste, vor Gott zusammenbricht und sich selbst anklagt und als ''elend'' bezeichnet, uns dies auch selbst etwas sagen sollte. Paulus hat als Christ sehr Beachtliches geleistet und das Evangelium mittels des Heiligen Geistes wunderbar erklärt und verbreitet - trotz zahlreicher Anfechtungen. Wir alle zehren heute noch davon, denn seine Briefe wurden zu einem wesentlichen Bestandteil der Bibel. Daß er so wunderbar geführt, korrigiert, begleitet und unterwiesen wurde (und dies weitergegeben hat), geschah aus reiner Gnade. Paulus wurde das im Laufe seines Dienstes immer klarer und deutlicher. Sein früheres Wissen und Arbeiten hielt er für überflüssig und kontraproduktiv. In Philipper 3, 7-8 schrieb er: ''Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Ja, ich erachte es noch alles für Schaden gegenüber der überschwänglichen Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn. Um seinetwillen ist mir das alles ein Schaden geworden, und ich erachte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde...''.

Es ist nicht einfach zuzugeben schwach zu sein. Nicht immer nimmt man das von außen wahr, ob jemand stark oder schwach ist weltlich gesehen. Auch manche Christen scheinen nur von außen stark und kompetent, sind aber in ihrem Wesen schwach, unsicher und verzagt. Und bei anderen ist es umgekehrt. Was deutlich wird wenn man die Bibel liest ist, daß Gott mit Menschen die sich für stark und weise halten nicht viel anfangen kann - das zählt auch für Christen, die dann meist einen Weg gehen müssen, der ihnen ihre Schwachheit deutlich macht - so wie bei Paulus. Manchmal ist es uns nicht genug daß allein Gott stark ist - aber das sollte es. Die Einsicht vor Gott (und anderen Christen) ohne alles dazustehen gefällt vielen nicht - es ist mitunter demütigend und vielleicht sogar beschämend. Aber wer wirklich davon überzeugt ist vor Gott arm, blind und bloß zu sein (Offenbarung 3,17) hält sich nicht für stark und lebenstüchtig. Wir sollten uns einander helfen von diesem unsäglichen Denken wegzukommen, daß man seine Schwächen nicht zugeben und zeigen darf. Wie sollten wir auch einander dienen und helfen und motivieren, wenn wir uns nur an Äußerlichkeiten orientieren und im Grunde froh sind, wenn wir mit den Sorgen anderer nicht konfrontiert werden? Gott kann das nicht gefallen. Keiner verlangt Selbstlosigkeit bis zur Selbstaufgabe (das konnte allein Jesus Christus für uns vollbringen) aber wer meint, nur weil es ihm besser geht als manchen anderen, sich vor Gott stärker und weniger bedürftig zu halten, irrt sich sehr. Wer nicht weiß, wo und wie er anderen helfen kann, sollte sich zu Herzen nehmen, was Jesus in Matthäus 25, 43-45 sagte: ''Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan''. Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig - das zeigt sich besonders dort, wo wir anderen im Namen Jesu helfen wollen und dann auch tatsächlich können!

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