Zirkelschluss -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 23. Jul 2015)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4686

für den 23. Jul 2015 - Autor:

Zirkelschluss

''Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott''.

Johannes 1,1 *©*
 

Es gibt für die Existenz Gottes unter anderem auch einen kosmologischen Beweis. Der besagt, das alles was existiert eine Ursache hat. Und wenn man Gott als diese Ursache sieht und erkennen kann und will, dann hat man im Grunde seinen Beweis für das Leben ansich. Für die Ungläubigen, Kritiker und Atheisten ist das aber zu wenig. Sie akzeptieren eher, daß etwas aus dem Nichts entsteht, als daß jemand (der das will und kann) einen Anfang setzt. Das ''Problem'' hierbei ist, daß man eben diesen Anfang als gegeben erachten muss, also davon ausgehen müsste, daß der Ursprung und Ausgangspunkt und das Ergebnis bereits vorhanden war und ist. Also Gott! Das nennt man dann einen sogenannten Zirkelschluss, den man immer wieder vorgeworfen bekommt, wenn man anhand dieser, für einen persönlich feststehenden (geistlichen) Tatsachen, anfängt zu argumentieren und zu erklären. Das gipfelt dann letztlich in der unsinnigen Frage, wer denn Gott erschaffen hat? Ist das ein Schwachpunkt im Wort Gottes? Nein, eher das genaue Gegenteil. Wenn Gott gewollt hätte, daß man ihn unzweifelhaft und vollkommen klar erkennt und wahrnimmt, hätte er für unumstößliche Beweise gesorgt, die selbst der größte Zweifler hätte anerkennen müssen. Es ist trotzdem nicht so, daß man Gott nicht erkennen könnte. In Römer 1, 19-20 steht: ''Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben''. Es geht im Kern um Offenbarungen. Und zwar in der Weise, daß davor auch immer der Glaube stehen muss, ohne den wir Gott nicht gefallen können - Hebräer 11,6: ''Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt''. Gott lässt sich nicht verstandesgemäß und logisch erklären, sondern nur durch Offenbarungen erkennen. Und das beinhaltet viel mehr, als ein bloßer Fürwahrhalteglauben, der nichts bringt (Jakobus 2,19). Dieses Prinzip, oder sagen wir diesen Willen Gottes, kann man auch biblisch anhand von der Antwort Jesu an Petrus erkennen.

Das lesen wir in Matthäus 16, 15-17: ''Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist''. Man kann also sagen, der Sinn und Zweck eines sogenannten Zirkelschlusses, den die Ungläubigen als Beweis von Unglaubwürdigkeit erkennen wollen, ist der Fakt, daß so wie Gott in allem am Anfang steht, auch der Glaube am Anfang stehen muss, um durch darauf aufgebaute Offenbarungen, die Wahrheit und Gott selbst zu erkennen. Und wenn Christen dann kommunizieren, daß sie tatsächlich errettet und erlöst und angenommen sind, ist das etwas, was für Außenstehende auch wieder nur eine Zirkelschluss-Logik ist. Aber sie stimmt eben trotzdem und gerade deshalb. Es ist das Wesen der Rettung und Vergebung unserer Sünden, daß das Ergebnis dieser Gnade Gottes im Evangelium, dem Glaubenden eine innewohnende Realität ist und bleibt. Paulus schreibt in Römer 8, 16-17: ''Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden''. So ist uns also das Ende und Ziel des Glaubens (unsere ewige Seligkeit) jetzt schon bekannt. Sozusagen bestätigt der Geist Gottes den Zirkelschluss, indem er klar sagt, daß der Anfänger und Vollender des Glaubens Gott selbst ist in Jesus Christus (Hebräer 12,2). Darum kann so jemanden (ein Kind Gottes) auch keiner je aus der Hand Gottes reissen. In Johannes 10, 29-30 sagt Jesus Christus: ''Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins''. Einen besseren Anfang und ein besseres Ende, können wir uns als Christen gar nicht wünschen. Gott hat sich selbst gesetzt - uns zum Heil und ihm zur Ehre. Paulus schreibt in 1. Korinther 3,11: ''Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus''. Amen!

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Diese Andacht gibt es auch in Englisch: Circular Thesis

Diese Andacht gibt es auch in Afrikaans: Sirkulêre Tesis


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