Gottesfurcht und Erkenntnis – Teil 3 -|- Andacht von Jonas Erne (Daily-Message-Archiv, 26. Jan 2014)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4143

für den 26. Jan 2014 - Autor:

Gottesfurcht und Erkenntnis – Teil 3

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht! Höre, mein Sohn, auf die Unterweisung deines Vaters, und verwirf nicht die Lehre deiner Mutter! Denn sie sind ein schöner Kranz für dein Haupt und ein Schmuck um deinen Hals.

Sprüche 1, 7 - 9 *©*
 

Unser Text spricht von der Unterweisung des Vaters und der Lehre der Mutter. In unserer Gesellschaft wird die Rolle des Vaters immer mehr unter Beschuss gesetzt. Es ist eine schreckliche Perversion unserer Zeit, dass so viele Kinder vaterlos aufwachsen müssen. Und dabei heißt „vaterlos“ nicht einmal unbedingt, dass der Vater ausgezogen sein muss. Die heutige Politik erwartet, dass alle arbeiten gehen müssen und dabei die Erziehung ganz dem Staat überlassen, um so nach der staatlichen Doktrin gleichgeschaltete Generationen der Zukunft zu bekommen. Dabei ist der Vater eine sehr wichtige Bezugsperson, damit ein Junge sehen kann, wie sich ein Mann verhält und damit auch selbst eine Identität als Mann bekommen kann. Auch für Töchter ist der Vater sehr wichtig, denn das Vaterbild des Mädchens verfestigt sich, bis es eines Tages später einen Mann nach diesem Vorbild sucht. Vertreter des Feminismus, die immer mehr Macht bekommen, wollen deshalb verhindern, dass Jungs eine Identität als Männer und Mädels eine Identität als Frauen bekommen, weil sie laut Theorie nicht unterschiedlich sein dürfen.

Der Vater hat von Gott die Aufgabe bekommen, seine Familie zu ernähren und in Gottes Wort zu unterrichten und so zu erziehen, dass seine Kinder immer mehr ins Bild Jesu verwandelt werden. Lieber Familienvater, was sehen deine Kids als deine wichtigste Aufgabe an, wenn sie dich sehen? Den Müll raus zu bringen? Das muss auch getan werden, ja. Unbedingt. Aber es ist nicht deine Hauptaufgabe als Vater. Und doch sehen viele Kinder in ihren Vätern nur den Typen, der meist weg ist oder isst oder schläft – oder eben den Müll rausträgt. Möchtest du, dass dein Sohn in sich die Vorstellung trägt, auch eines Tages so einer zu werden, der schläft, und isst und Müll rausbringt? Nach dem, was dein Sohn an dir sieht, lieber Vater, wird er seine Identität und sein Leben ausrichten. Und nach dem, was deine Tochter an dir sieht, wird sie in den Männern Ausschau halten, die für sie in Frage kommen.

Väter und Mütter tragen beide die Verantwortung für die kommende Generation. Den Müttern wird heute vorgeworfen, sie würden zu wenig tun für die Gesellschaft, wenn sie nicht arbeiten gehen. Das sagt die Welt. Gott sagt uns etwas anderes. Die nächste Generation in den wichtigen Dingen des Lebens zu belehren ist eine Aufgabe, die den Menschen ganz erfordert. Eine ganze Generation von jungen Menschen ist unvermittelbar geworden, weil sie diese grundlegenden Dinge des Lebens nicht gelernt hat. Weil man dachte: Das geht von selbst. Viel Wissen in die Köpfe stopfen, der Rest geht von selbst. Und jetzt haben wir hunderttausende von jungen Menschen, die für keine Ausbildung zu gebrauchen sind, weil man sie hat machen lassen was sie wollten. So sollen Vater und Mutter gemeinsam für die nächste Generation sorgen und sie dazu führen, dass sie lernen, nach Gottes Willen in dieser Welt zu leben. Genau das ist Bildung. Wichtig ist, dass hier beide zusammen arbeiten und auch regelmäßig darüber sprechen. Dass der Eine klar hinter den Entscheidungen des Anderen steht und das auch so formuliert. Sonst wird dies sehr schnell ausgenutzt und führt zu Zoff in der ganzen Familie.

Wie sieht das in unserem Leben aus? Wie gehen wir mit der Bildung für die nächste Generation um? Was geben wir weiter? Wie können wir Identität weitergeben?

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