Bekannte Absichten -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 07. Jan 2014)

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Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 4124

für den 07. Jan 2014 - Autor:

Bekannte Absichten

„Hat aber jemand Betrübnis verursacht, so hat er nicht mich betrübt, sondern zum Teil — damit ich nicht zu viel sage — euch alle. Für den Betreffenden sei die Bestrafung von seiten der Mehrheit genug, so daß ihr ihm nun im Gegenteil besser Vergebung und Trost gewährt, damit der Betreffende nicht in übermäßiger Traurigkeit versinkt. Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen. Denn ich habe euch auch deshalb geschrieben, um eure Zuverlässigkeit zu erkennen, ob ihr in allem gehorsam seid. Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe ich auch; denn wenn ich auch jemand etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, vor dem Angesicht des Christus, damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden; seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt“.

2. Korinther 2, 5-11 *©*
 

Ist das so? Sind uns die Absichten des Teufels wirklich nicht unbekannt? Glaubensgeschwister sollen in dem erkannt werden, daß sie Liebe untereinander haben. Das will der Teufel zerstören – davon müssen wir ausgehen und genau das sollte uns bekannt sein. Aber es gibt noch mehr was wir wissen sollten. Wenn wir die Bibel lesen, dann wissen wir tatsächlich was der Teufel im Sinn hat: Zerstörung und Täuschung! Nicht zuletzt auch Feindseligkeiten, Irritationen, Antisymphatien, Ablehnung, theologische Streitereien und Gleichgültigkeit gegenüber unseren Glaubensgeschwistern. Nicht daß man das stets so will, aber es schleicht sich ein und der Teufel verführt, manipuliert und zerstört was eine tragende Basis unserer Beziehungen untereinander sein sollte. Das sollten wir wissen. Der Teufel ist in der Bibel symbolhaft auf zweierlei Arten ein Synonym für das Böse und Verkehrte geworden. Einmal als ''brüllender Löwe'' (1. Petrus 5,8: ''Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge''.) und als ''Engel des Lichts'' (2. Korinther 11,14: ''Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts''). Einmal geht es um Zerstörung und Vernichtung und zum anderen um Manipulation und Täuschung. Damit hat es die Welt (als Herrschaftsbereich des Satans) und der Mensch zu tun. Der Teufel hat viel Macht. Er wurde von Gott schön und klug erschaffen - mehr als je ein erschaffenes Wesen (Hesekiel 28, 11-12). Und ebenso mit der Möglichkeit, sich unabhängig von Gott zu lösen und sich bewusst gegen ihn und seinen Willen zu entscheiden. Dies ist ja auch geschehen. Es war die erste Sünde überhaupt. Der höchste Engel Gottes, der Cherubin Satan, hatte Macht ohne Reife, war von dem, was Gott ihm gab verblendet und konnte nicht damit umgehen.

So wurde er zum Teufel und Feind Gottes und der Menschen. Er ist der Herrscher der sprichwörtlichen Finsternis. Und die entsteht durch fehlendes Licht, ebenso wie Kälte durch fehlende Wärme entsteht. Darauf müssen wir uns in der Nachfolge einstellen. Damit haben wir zu tun. Da die ungläubigen Menschen diesen realen, unsichtbaren Angriffen nur ahnungslos und schulterzuckend gegenüber stehen, gilt das Augenmerk vor allem denen, die Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland ausgemacht haben. Es geht um die Vergebung der Sünden. Das ist die heilbringende ewige Botschaft, die der Teufel den Menschen vorenthalten, vernebeln und ausreden will. Und dies gelingt ihm zunehmend als Engel des Lichts und brüllender Löwe. Wer sich nicht durch Einschüchterungen, Bibelkritik, Wissenschaft und den ''gesunden Menschenverstand'' von der Wahrheit des Evangeliums abbringen lässt, dem begegnet der Verführer eben als mystische Gestalt und verständnisvoller Einflüsterer, der einen anderen Jesus verkündigt und Heil wie Segen auf vielerlei Möglichkeiten anbietet, nur nicht durch das Blut des Lammes. Oder indem er selbstherrliche ''Gläubige'' mit Macht und Einfluss ausrüstet, und ihnen suggeriert für Jesus zu sprechen, obwohl dies überhaupt nicht der Fall ist, auch wenn es sich so anhören mag (siehe Matthäus 7, 22-23). Vergebung zeugt von Gottes Charakter - Gott ist die Vergebung in Person! Und als Christen sollten wir das auch untereinander als Zeugnis nach außen aber auch nach innen zeigen, vorleben und ernst nehmen. Die Vergebung der Sünden ist auch das einzige Argument was wir verwenden können, wenn der Teufel uns vor Gott verklagt: Die Schuld meiner Sünde ist bezahlt durch Jesus Christus! Und in diesem Geiste der Gnade und Liebe, sollen wir uns auch untereinander annehmen und füreinander da sein.

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