Schwachheit, Meinungen, Streit, -|- Andacht von Jörg Bauer (Daily-Message-Archiv, 22. Jun 2012)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3560

für den 22. Jun 2012 - Autor:

Schwachheit, Meinungen, Streit,

''Den Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht über Meinungen.''

Römer 14,1 *©*
 

Rationelle Meinungen sind ein auf unser Denkvermögen gerichtetes, individuelles Vertreten unserer Ansichten. Der griechische Philosoph Epiket meinte: ''Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Beurteilung über die Dinge''. Für Christen gilt sicherlich an erster Stelle das Wort Gottes in der Bibel. Das steht fest, denn es ist vollkommen in seiner Präsenz und Dynamik und Wahrheit. Es ist der Geist, der hinter den Worten steht, der uns widerum in alle Wahrheit führt. Luther übersetzte zusätzlich bei der Aufforderung nicht über Meinungen zu streiten, daß wir das Gewissen nicht verwirren sollen! Christen, die einiges an Wissen und Erfahrung haben und geübt sind im Wort Gottes, stehen meist auch entsprechend fester im Glauben und vertreten dies auch. Ebenso werden sie sich dann auch nicht ''von jedem Wind einer Lehre umhertreiben lassen'' (Epheser 4,14). Wer fest stehen darf, hat vielleicht die Tendenz anderen Christen immer klar machen zu wollen, daß sie daneben liegen, und manches einfach nicht richtig sehen können oder wollen. Selbst wenn das stimmt, ist hier reichlich Potenzial vorhanden über Meinungen streiten zu können. Ich denke der Aufruf im Römerbrief gilt vor allem denen, die stabil sind und weniger denen, die eher auf wackligen (emotionalen) Füßen stehen. Stark im Sinne der Bibel ist man, wenn die Freiheit und Gnade im Evangelium einem in die Seele gekommen ist und man tiefen Frieden hat vor Gott. Wer weiß, von was er erlöst worden ist, hat normalerweise auch kein dauerhaftes Problem damit, manche Härten im Leben zu ertragen und dennoch selig zu sein. Manchen fehlt das noch. Geistliche Stärke zu haben, auch wenn es einem äußerlich nicht so gut geht, ist das Ergebnis von Erfahrung und Reife durch Gottes Gnade. Wer mehr hat, von dem wird man auch mehr fordern - Lukas 12,48: ''Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern''. Es kann schnell passieren, daß gerade verantwortliche Brüder, die allzusehr streitlustig sind, Dinge in Bewegung setzen, die sie so vermutlich auch nicht unbedingt wollten (aber in Kauf nehmen). Paulus schrieb der Gemeinde In Korinth: ''Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in ''einem'' Sinn und in ''einer'' Meinung. Denn es ist mir bekannt geworden über euch, liebe Brüder, durch die Leute der Chloë, dass Streit unter euch ist'' (1. Korinther 1, 10-11).

Es gibt Dinge im Glaubensleben, die sehen manche Gruppierungen anders und haben, ihren Schwerpunkten entsprechend, manche biblischen Aussagen verbindlicher ausgerichtet als andere. Bei einigen sind es die Geistesgaben, bei anderen die Taufe oder der Sabbat (Ruhetag) oder auch die Gemeindestruktur usw. Manche Diskussionen müssen sicherlich sein, und haben auch ihre Berechtigung, aber manche (viele?) auch nicht. Es gibt geistlich ungesunde Schwerpunkte, wie beispielsweise wenn manche das Gesetz mehr achten als die Gnade oder die Gaben eine wichtigere Rolle spielen als der Geber. Wenn jemand Wissen dahingehend verbreitet, um sich selbst zu profilieren anstatt andere aufzuerbauen und in Liebe zu ermahnen, der hat die Tendenz zum Hochmut (Selbstgefälligkeit). Weniger ist hier manchmal mehr! Da müssen wir uns alle immer wieder selbst in Frage stellen. Der Feind schläft nicht. Da wo der Satan weiß, daß er uns die Erlösung nicht wegnehmen kann, wird er versuchen uns stolz, hartherzig und unnahbar zu machen. Es gibt nichts worauf wir uns etwas einbilden könnten. Wenn uns die Gnade gegeben ist zu verstehen, wo andere noch im Dunklen tappen, so sollen wir barmherzig und geduldig sein und andere (schwächere Christen) annehmen und (er)tragen. In Korinther 1, 27-31 steht: ''Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme. Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!« Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig (2. Korinther 12,9). Das sind wir im Grunde alle vor Gott, aber manche sind eben auch schwächer als schwach, denen sollten wir helfen und sie dennoch achten.

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