Gott braucht uns -|- Andacht von Joseph Backhaus (Daily-Message-Archiv, 20. May 2011)

Daily-Message
Die tägliche Andacht

Andacht Archiv-Nr. 3161

für den 20. May 2011 - Autor:

Gott braucht uns

Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore.

5.Mose 6,4-9 *©*
 

Eine lange gemeinsame Geschichte hatte das Volk Israel schon mit seinem Gott erlebt, als es diesen Text formulierte. Eine Geschichte voller Freud und Leid, Zweifel und Zorn, Hoffnung, Wut, aber auch Dank und Lob. Einen gemeinsamen Weg, der über die Berufung Abrahams nach Palästina führte, dann wieder hinaus an den Nil unter die Herrschaft der Ägypter. Und von dort wieder weg, 40 lange Jahre durch die Wüste mit allen Höhen und Tiefen hinein in das verheißene, gelobte Land. Eine lange einzigartige Geschichte also. Und trotz aller Tiefschläge, Hunger, Unterdrückung und Zweifel hatten die Israeliten dabei von ihrem Gott erfahren: dass dieser Gott zu ihnen steht und sie unendlich liebt. Das mag für uns heute selbstverständlich klingen, damals war es das keineswegs. Hatten doch die anderen Völker ringsum Götter, die zornig waren und die Menschen bestraften, sie ins Verderben rennen ließen, ihnen Böses zufügten. Der Gott Israels aber war anders: er liebte sein Volk.Und so formulierten die Israeliten dieses Bekenntnis, das bis heute ein grundlegendes Bekenntnis der Juden geblieben ist: ''Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft.''
Wunderbare Worte, die auf eine wunderbare Liebe antworten.
Gott allein, so übersetzt Martin Luther, eigentlich heißt es: Gott ist Einer - Einer für Juden, Christen und Muslime. Alle haben wir die gleiche Wurzel, alle glauben wir an den einen gleichen Gott, alle drei großen monotheistischen Religionen beziehen sich auf Abraham als ihren Stammvater. Und für uns alle ist er ein Gott der Liebe, ist Gott Liebe, besser noch: ereignet sich Gott als Liebe.
Für uns Christen hat sich Gott als Liebe ereignet durch seinen Sohn Jesus. So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben, schreibt der Apostel Paulus.
Und diese Liebe Gottes ist Geschenk. Wir dürfen sie dankbar annehmen, weil Gott uns annimmt. Wir dürfen uns geborgen und getragen fühlen von dieser Liebe. Gott gibt sich ganz hinein in seine Welt. Gott gibt all seine Liebe in die Welt hinein. Und davon hat er unendlich viel, mehr, als wir Menschen ermessen und verbrauchen können. Damit bleibt er kein ferner, verborgener Gott, sondern einer, der uns Menschen nahe ist. Einer, auf den wir uns verlassen können, einer, der uns hält und trägt. Einer, der bis in den Tod hinein verschwenderisch mit Liebe umgeht. Dieses Wissen, dass Gott uns liebt und bei uns ist, macht uns nicht unverwundbar und erspart uns kein Leid. Gottes Liebe hilft uns, unser Leben anzunehmen und zu tragen, zu ertragen, was auf uns zukommt.
Ganz konkret bedeutet diese Liebe Gottes zu uns aber auch, dass sie Geschenk und Aufgabe ist. Gottes Liebe bleibt nicht im Menschen gefangen, sie ereignet sich im Menschen, will weitergetragen werden. Gott hat nur uns Menschen, um in dieser Welt zu wirken. Wir sind also zum Handeln gerufen.
Gott hat keine anderen Hände als unsere in dieser Welt, um zu trösten, andere zu halten, die Hand zur Versöhnung zu reichen.
Gott hat keine anderen Ohren, nur unsere, um das Schreien der Gefolterten und Entrechteten zu hören. Mit unseren Ohren nimmt Gott die lauten und die leisen Töne dieser Welt wahr.
Unsere Augen sind die Augen, mit denen Gott sieht: die Ungerechtigkeiten, die Intoleranz, den Mangel und die Lieblosigkeit dieser Welt.
Unsere Liebe für diese Welt ist Gottes Liebe, die er uns geschenkt hat. Wir sind Berufene, seine Liebe nicht nur zu bezeugen, sondern weiterzutragen.
So ist das Bekenntnis des Alten Testamentes eben nicht nur Bekenntnis, sondern auch Aufgabe, nicht nur Zuspruch, sondern auch Anspruch.
Gottes Liebe ist die Grundlage all dessen, was wir tun. Da kann es keine anderen Mächte und Herren geben, die uns versuchen, unser Leben vorzuschreiben.
Für uns Christen ist diese Liebe sichtbar geworden in Jesus Christus, seinem Leben, seinem Sterben, seiner Auferstehung. In ihm hat Gott uns Liebe vorgelebt. Gott lieben heißt für uns: in die Nachfolge Christi einzutreten. So einfach das Klingt, so schwierig ist das doch.
Der Berliner Theologe Helmut Gollwitzer hat das einmal so ausgedrückt: ''Der bequeme Weg hat viele Vorteile und nur einen Nachteil: es ist nicht der Weg Jesu.''
In all unseren Lebensbereichen soll immer wieder deutlich werden, dass Gottes Liebe unser größter Schatz ist, den wir geschenkt bekommen haben und da lohnt es sich wohl, immer wieder daran erinnert zu werden und sie zu bekennen.

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